Thüringen kündigt verstärkte Förderung des Mietwohnungsbaus im Bestand an

Mit neuen Förderrichtlinien, die im nächsten Jahr in Kraft treten, will die Thüringer Landesregierung maßgeblich vorantreiben, dass Bestandsimmobilien im Mietwohnungsbau saniert und modernisiert werden. Darauf verwies Staatssekretärin Prof. Dr. Barbara Schönig in ihrem Grußwort zum 17. Bundeskongress VISIONALE der Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V.. Der Kongress tagt vom 16. bis 17. September in Erfurt und Weimar. Unter dem Motto „Altes bewahren, Neues schaffen“ rückt er die zentrale Rolle des Bauens am Bestand in den Fokus, um Wohnraumbedarf in den Städten mit klimapolitischen Zielsetzungen zusammen zu bringen

„Wir wollen verstärkt Bauvorhaben fördern, die den durch Abwanderung entstandenen Leerstand im ländlichen Raum wieder nutzbar machen und solche, die durch Um- und Wiedernutzung von Gebäuden Ortskerne aufwerten und städtebauliche Missstände beseitigen. Damit einhergehend wollen wir gemeinschaftliche, generationenübergreifende und altersgerechte Wohnformen sowie energieeffizientes und innovatives Bauen im Bestand fördern“, so Staatssekretärin Schönig. „Wir sind zuversichtlich, dass wir so die Wohnsituation für viele Menschen im Freistaat verbessern können, zur Verfügung stehende Ressourcen nachhaltig nutzen und in gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land investieren“, fügte sie hinzu.

Der Bundeskongress VISIONALE der Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V. findet erstmals im Freistaat Thüringen statt. Thüringens Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij übernahm die Schirmherrschaft. Der Verein ist ein Zusammenschluss von Frauen aus allen Bereichen der Immobilienbranche. Er bietet seinen Mitgliedern eine Plattform zum Fach- und Erfahrungsaustausch und zur Erweiterung des persönlichen Netzwerks. Zudem unterstützt er Frauen in Beruf und Karriere und fördert gezielt den weiblichen Nachwuchs der Branche. An 13 Standorten in Deutschland sind über 1.000 Mitglieder aktiv.

Staatssekretärin Schönig bedankte sich in ihrem Grußwort ausdrücklich für das Engagement. „Mit ihrer Arbeit bringen sie Fachexpertise aus der Immobilienbranche mit Fragen der Gleichstellung und mit Solidarität untereinander zusammen“, sagte sie.