„Creme Brühlee“ startet mit Konzerten und Familienprogramm in Erfurt

Ab dem 14. Mai 2024 ist es wieder soweit:„Creme Brühlee“ startet in die neue Saison und begrüßt große und kleine Erfurterinnen und Erfurter zu Musik und Theater im Brühler Garten.

Erfurt. Freuen können sich alle „Creme Brühlee“-Fans in diesem Jahr zunächst auf das Figurentheater Christiane Weidringer mit dem Puppentheaterstück „Die Regentrude“ nach Theodor Strom, das die Reihe am 14. Mai um 17 Uhr eröffnet. Die Puppenkinder Maren und Andrees machen sich in dem Stück auf den Weg, das Land von der Dürre zu befreien. Mit grüner Wiese und hoffentlich weniger Regenschauern im Gepäck, versüßt das „Creme Brühlee“ anschließend immer am zweiten Dienstag im Monat den Nachmittag im Brühler Garten.

Weiter geht es am 11. Juni mit dem Drumensemble „Rambazamba“ der Erfurter Musikschule und am 9. Juli mit dem Kindertheaterstück „Der Froschkönig“, aufgeführt vom Theater im Palais. Am 13. August können alle Besucherinnen und Besucher beim Quatschliederkonzert von Björn Sauer laut mitsingen und zum Sommerausklang am 10. September bringt das Duo Crepes Sucette jede Menge tanzbare Straßenmusik aus Weimar und der Welt mit.

Tipp: Picknickdecke und Picknickkorb nicht vergessen! Der Eintritt ist wie immer kostenfrei. Veranstalter ist die Kulturdirektion der Landeshauptstadt Erfurt.

Das Sicherheitsgefühl in der DDR als soziale und biografische Erfahrung

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL: Hook: Sicherheit ist für viele Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, kein abstrakter Begriff aus der Kriminalstatistik, sondern eine Erinnerung an ein Lebensgefühl der Vorhersehbarkeit. Teaser: Wer heute zuhört, wenn Ostdeutsche über ihre Vergangenheit sprechen, stößt oft auf eine Diskrepanz zwischen der historischen Realität einer Diktatur und dem persönlichen Erleben eines geschützten Alltags. Diese Wahrnehmung basiert stark auf der Erfahrung einer fast lückenlosen sozialen Absicherung. Der Arbeitsplatz war garantiert, die Miete festgeschrieben, und der Lebensweg verlief oft in geregelten Bahnen, die kaum individuelle Risiken bargen. Diese staatlich garantierte Statik nahm dem Alltag eine existenzielle Schärfe, die erst mit den Umbrüchen der Nachwendezeit in das Leben vieler Menschen trat. Hinzu kam ein öffentlicher Raum, der durch eine hohe soziale Kontrolle und geringe Mobilität geprägt war. Man blieb oft über Jahrzehnte im gleichen Wohnviertel, kannte das Umfeld und bewegte sich in einer homogenen Gesellschaft, in der Fremdheit die absolute Ausnahme bildete. Die staatliche Ordnungsmacht sorgte zudem rigoros dafür, dass Konflikte selten sichtbar im Straßenbild ausgetragen wurden. In der Rückschau verschmelzen diese Faktoren – die soziale Planbarkeit, die vertraute Umgebung und die sichtbare Ruhe – zu einem Sicherheitsbegriff, der sich fundamental von heutigen Definitionen unterscheidet. Er beschreibt weniger den Schutz vor Verbrechen als vielmehr die Abwesenheit von unvorhersehbaren Veränderungen. B) SEITE 1 und 2 (Kontext): Hook: Wenn Ostdeutsche sagen, früher sei es sicherer gewesen, vergleichen sie die Gegenwart oft nicht mit dem politischen System der DDR, sondern mit einer spezifischen Form der sozialen Stabilität. Teaser: Die Analyse dieses Gefühls zeigt, dass Sicherheit in diesem Kontext vor allem als Planbarkeit des eigenen Lebens verstanden wird. In der DDR waren Erwerbsbiografien und Wohnsituationen langfristig gesichert, was eine mentale Entlastung von existenziellem Wettbewerb bedeutete. Der abrupte Wegfall dieser Strukturen nach 1990 und die Erfahrung massiver Unsicherheit prägen den rückblickenden Vergleich bis heute. Verstärkt wird dies durch den Kontrast zwischen der damaligen medialen Filterung, die Konflikte ausblendete, und der heutigen Informationsdichte, die Risiken permanent sichtbar macht. Sicherheit erscheint in dieser Lesart als ein Zustand, in dem die Komplexität der Welt noch überschaubar war. QUELLE Basis: Video-Analyse „Warum viele Ostdeutsche sagen: ‚In der DDR war es sicherer‘“