Fußgängerzone in der Merseburger Straße in Leipzig wird am 28. April 2024 erprobt

Leipzig. In der Merseburger Straße in Lindenau soll eine Fußgängerzone entstehen, in der das Radfahren in Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. Am Sonntag, 28. April 2024, können interessierte Leipzigerinnen und Leipziger vor Ort erste Eindrücke sammeln, wie das künftig aussehen kann: Der Straßenraum wird temporär umgestaltet, damit die Fußgängerzone zwischen der Kreuzung Karl-Heine-Straße und Aurelienstraße erlebbar wird.

Das Stadtumbaumanagement Leipziger Westen und das Verkehrs- und Tiefbauamt laden von 15 bis 18 Uhr alle Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibenden sowie Interessierte zum Austausch in die Merseburger Straße ein. Parkende Autos und Durchfahrtsverkehr sind in diesem Abschnitt künftig nicht mehr möglich. So soll mehr Raum für Radfahrerinnen und Fußgänger entstehen. Zudem wird dort bereits jetzt das erste städtische Parklet installiert, eine gestaltete Sitzgelegenheit auf einer ehemaligen Parkfläche. Bis Oktober soll es vor Ort stehen bleiben.

Arbeitsgemeinschaft „kleine feine Merse“ informiert

Die Aktion am 28. April 2024 ist das vierte Treffen der Arbeitsgemeinschaft „kleine feine Merse“, bei der auch die bisher erzielten Ergebnisse vorgestellt werden. Informiert wird zudem über das aktuelle Verfahren der Umstufung der Merseburger Straße von einer unbeschränkten Ortstraße zu einem beschränkt öffentlichem Weg. Auch über weitere Aktionen und wie diese finanziert werden können, wollen sich die Bündnispartner austauschen. Die Arbeitsgemeinschaft „kleine feine Merse“ wurde nach dem Bürgergespräch im September 2023 initiiert. Ziel ist es, zu den damals geäußerten Ideen und Bedenken gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern konkrete Lösungen zu sammeln und auf den Weg zu bringen. Damit soll ein gutes Miteinander erzielt und aktiv begleitet werden, wie sich der Straßenabschnitt in eine Fußgängerzone entwickelt.

Vorbereitungen zum Aktionstag bereits ab 26. April 2024

Im Mai 2023 hatte die Stadtspitze beschlossen, den Straßenabschnitt in einen beschränkt öffentlichen Weg umzuwidmen. Aktuell läuft das formale Verfahren hierzu, bei dem derzeit die eingegangenen Widersprüche geprüft werden. Grundlage ist Paragraph 8 des sächsischen Straßengesetzes. Erste Vorbereitungen des Aktionstags werden ab Freitag, 26. April 2024, getroffen. Dabei stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes Elemente im Straßenraum auf, die die Aufenthaltsqualität für den Fußverkehr erhöhen. Am Aktionstag werden vor Ort einige Parkplätze entfallen, um den benötigten Raum für Begegnungen und Aufenthalt zu gewährleisten. In dieser Zeit wird Parken nur vereinzelt möglich sein. Es wird darum gebeten, die entsprechenden Stellplätze frühzeitig freizuhalten.

Zeit und Ort

Sonntag, 28. April 2024
Merseburger Straße

Weitere Informationen

www.leipziger-westen.de/buergerschaftliches-engagement

Titelfoto: Roland Quester, Stadt Leipzig

 

Juli Zeh zwischen den Fronten: Wie Medien Aussagen instrumentalisieren

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Es ist eine Gratwanderung, die viele Ostdeutsche kennen: Man übt Kritik an den bestehenden Verhältnissen und findet sich plötzlich im falschen Applaus wieder. Teaser: Die Schriftstellerin Juli Zeh hat in einem Interview differenziert über ihre Nachbarn in Brandenburg und die Wirkungslosigkeit der sogenannten Brandmauer gesprochen. Eine Analyse zeigt nun, wie schnell aus einer nachdenklichen Bestandsaufnahme in der medialen Weiterverarbeitung eine politische Kampfansage konstruiert wird. Dabei gehen genau jene Zwischentöne verloren, die für das Verständnis der Situation im Osten essenziell wären. Der vollständige Text mit allen Hintergründen steht im Blog. Bildidee: Eine Frau steht in einem ländlichen Innenraum am Fenster und blickt hinaus in eine weite, neblige Landschaft. Das Licht ist weich, die Stimmung nachdenklich und ruhig. Bildprompt: Cinematic shot, medium shot of a woman looking out of a window in an old farmhouse, rural landscape outside, foggy morning, soft natural lighting, contemplative mood, photorealistic, 8k, --ar 1:1 B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Wenn aus einer juristischen Risikoanalyse eine politische Abrechnung wird, leidet die gesellschaftliche Debatte. Teaser: Der Vergleich zwischen dem Original-Interview von Juli Zeh in der taz und der Rezeption in der Jungen Freiheit offenbart die Mechanismen moderner Medienöffentlichkeit. Während im Original das Scheitern der Brandmauer als strategisches Problem der Demokratie diskutiert wird, dient dasselbe Zitat anderswo als Bestätigung für das Scheitern der Altparteien. Eine Einordnung darüber, wie Inhalte ihren Sinn verändern, wenn sie den Kontext wechseln. Der vollständige Text mit allen Hintergründen steht im Blog. Bildidee: Ein hölzerner Schreibtisch, auf dem zwei unterschiedliche Zeitungen liegen, eine Kaffeetasse daneben, Fokus liegt auf dem bedruckten Papier, leicht unscharfer Hintergrund einer Bibliothek. Bildprompt: Still life photography, a wooden desk with two different newspapers lying next to each other, a cup of coffee, focus on the texture of the paper and print, soft depth of field with library in background, realistic, documentary style, --ar 1:1 C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Die Feststellung, dass eine Strategie wirkungslos blieb, ist noch keine Absage an die Prinzipien dahinter. Teaser: Juli Zeh konstatiert das Faktische: Die Brandmauer hat die AfD nicht kleinhalten können. Wer diesen Satz isoliert, unterschlägt jedoch ihre Schlussfolgerung. Es geht nicht um das Aufgeben von Prinzipien, sondern um die Suche nach wirksameren Methoden jenseits der moralischen Empörung. Eine Betrachtung der aktuellen Deutungskämpfe. Der vollständige Text mit allen Hintergründen steht im Blog. Bildidee: Eine Nahaufnahme einer alten Ziegelsteinmauer, an der Efeu hochrankt oder die leichte Risse zeigt. Symbolisch für die "Brandmauer", aber organisch und alt. Bildprompt: Close up detail shot of an old brick wall, weathered texture, some ivy growing on the side, soft sunlight casting shadows, symbol of a barrier, photorealistic, highly detailed, --ar 1:1 Quelle: Eigene Analyse basierend auf taz ("Juli Zeh über Nachbarn, die AfD wählen") und Junge Freiheit ("Bestsellerautorin Juli Zeh rechnet mit Brandmauerpolitik ab").