Wir bleiben drin! Ständige antifaschistische Versammlung in der Uni Jena

Jena. Heute Nachmittag hat sich die Vollversammlung in der Universität dazu entschieden, den Hörsaal 4, Carl-Zeiss Straße 3, als Ort für eine ständige Versammlung zu nutzen. Der Raum soll zur Vernetzung, aber auch der gemeinsamen antifaschistischen Arbeit dienen.

Die Vollversammlung schloss sich an die heutige Demonstration von Rechtsruck Stoppen mit 300 Teilnehmer*innen an. „Die Demonstration wirkte bekräftigend. Aber wir dürfen nicht nur Symbole setzen, wir müssen darüber hinaus aktiv werden. Dafür brauchen wir eine Plattform, einen sicheren Raum für antifaschistische Vernetzung“, meint Sara Schulze, Teilnehmerin der Demonstration.

Darum wurde beschlossen, die Vollversammlung im Hörsaal 4 auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Die Veranstalter*innen sehen die Uni als Ort des ständigen Austausches, der in Reaktion auf die erschreckenden Wahlergebnisse genutzt werden muss, um demokratische und antifaschistische Ideen und Perspektiven anzustoßen. Dabei soll auch darüber diskutiert werden, welche Konsequenzen eine mögliche AfD-Regierung in Thüringen für das gesellschaftliche Zusammenleben, insbesondere aber auch für Studierende und die Universität als Institution haben könnte und wie man dagegen vorgehen kann, wobei auch die Universitätsleitung zum Dialog eingeladen ist.

„Die Uni verpflichtet sich in ihrer Präambel zur ‚Verteidigung von Freiheit und von gelebter akademischer Verantwortung‘. Dass diese in Gefahr ist, zeigt sich unter anderem in dem Vorhaben der AfD, studentischer Beteiligung an der Hochschulpolitik ihre gesamte bisherige Struktur zu entziehen. Damit solche demokratiegefährdenden Fantasien nicht Realität werden, müssen wir uns jetzt organisieren!“, so Lena Scheunert.

Die Veranstalter*innen hatten sich als Teil des politischen Akteurs Rechtsruck Stoppen dazu entschieden, ihr Engagement gegen Rechts auch an die Universität zu tragen. Da sich die Versammlung spontan für die notwendige Verlängerung entschieden hat, sind kommende Programmpunkte noch nicht vollständig ausgearbeitet. Nach abgeschlossener Planung werden diese Informationen auf dem Instagram-Kanal von Rechtsruck Stoppen zu finden sein.

weitere Informationen unter:
Rechtsruckstoppen-Versammlung Presseteam
E-Mail: rechtsruckstoppen-pr@systemli.org
Tel.: 491785894579
Instagram: rechtsruckstoppen.jena

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Wende im Klassenzimmer: Als SED und Opposition gemeinsam die Kinder schützen wollten

Die Teaser 1. Persönlich (Emotional & Subjektiv) Gänsehaut und Zigarettenrauch. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem überfüllten Raum in Ost-Berlin. Es ist Dezember 1989. Neben Ihnen sitzt der Pionierleiter, der Sie früher wegen der West-Jeans getadelt hat, und nickt eifrig den Worten eines Oppositionellen zu. Plötzlich geht es nicht mehr um Ideologie, sondern um unsere Kinder. Ich nehme Sie mit zurück in das Institut "Clara Zetkin", wo in einem Akt der Verzweiflung und Hoffnung versucht wurde, die verlorene Kindheit der DDR neu zu erfinden. Ein Dokument der Menschlichkeit inmitten des politischen Sturms. 2. Sachlich-Redaktionell (Informativ & Direkt) Wende im Kinderzimmer. Am 7. Dezember 1989, parallel zum ersten Runden Tisch, formierte sich in Berlin eine ungewöhnliche Allianz. Dokumente aus der "Jungen Welt" belegen: Eine Initiativgruppe aus SED, Kirchenvertretern, Demokratischem Aufbruch und Pionierleitung konstituierte sich am Institut für Lehrerbildung. Das Ziel: Die Abschaffung der ideologischen Doktrin in der Kindererziehung und die Gründung einer weltanschaulich neutralen Interessenvertretung. Wir analysieren das historische Treffen, das das Ende der Staatsjugend besiegelte und den Weg für demokratische Strukturen ebnete. 3. Analytisch & Atmosphärisch (Hintergründig & Spannend) Tödliche Umarmung. Es war der letzte Versuch des alten Apparats, die Kontrolle zu behalten, getarnt als demokratischer Aufbruch. Wenn SED-Funktionäre und Bürgerrechtler gemeinsam eine "einheitliche Kinderbewegung" fordern, offenbart sich die ganze Schizophrenie des Winters 89. War es eine echte Reformchance oder der verzweifelte Versuch der "Thälmann-Pioniere", in neuen Kleidern zu überleben? Wir beleuchten die Atmosphäre eines Abends, an dem alte Machtstrukturen aufbrachen und eine Utopie geboren wurde, die im Rausch der Wiedervereinigung nur Monate später untergehen sollte.

Der letzte bürokratische Rettungsversuch der Staatssicherheit

Journalistischer Text: MASTER-PROMPT Teaser Seite Planungen für den neuen Geheimdienst Ich betrachte diese kurze Notiz vom Dezember 1989 und sehe das Bild von Funktionären vor mir, die inmitten des politischen Sturms noch immer an die Macht der Verwaltung glaubten. Es wirkt fast gespenstisch, wie routiniert über die "Arbeitsfähigkeit" neuer Dienste debattiert wurde, während das Fundament des Staates bereits unaufhaltsam wegbrach. Die Reform sollte das Überleben sichern. Journalistischer Text - Seite Das Ende der Staatssicherheit Am 21. Dezember 1989 meldete der ADN, dass Experten aus Berlin und den Bezirken die Aufteilung des Sicherheitsapparates in einen Verfassungsschutz und einen Nachrichtendienst vorbereiteten. Die Regierung Modrow versuchte mit diesem Schritt, die Strukturen des ehemaligen MfS durch eine organisatorische Trennung in die neue Zeit zu retten und die Dienste schnellstmöglich arbeitsfähig zu machen. Dieses Expertentreffen markierte einen letzten bürokratischen Rettungsversuch in der Endphase der DDR. Die administrative Planung stand jedoch im scharfen Kontrast zur gesellschaftlichen Realität, da der Druck der Bürgerbewegung und des Runden Tisches bereits auf eine vollständige Auflösung aller geheimpolizeilichen Strukturen hinwirkte und die Pläne bald obsolet machte.