Programm der Potsdamer Inklusionstage 2024

Potsdam. Unter dem Motto „Vielfalt feiern, Barrieren abbauen“ finden vom 26. April bis zum 27. Mai 2024 die Potsdamer Inklusionstage statt. Bereits zum vierten Mal macht das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Landeshauptstadt Potsdam mit der Veranstaltungsreihe auf Barrieren aufmerksam, schärft das Bewusstsein für die Bedeutung von Inklusion und fördert den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Dr. Tina Denninger, stellte heute gemeinsam mit der Einzelfallhilfe-Manufaktur e.V. das vielfältige und informative Programm der diesjährigen Inklusionstage vor.

„Mit den Inklusionstagen wollen wir zeigen, dass eine inklusive Gesellschaft ein Grund zu feiern ist. Auch wenn wir noch nicht an unserem Ziel angekommen sind, macht es Freude, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und dabei Spaß zu haben. Andererseits wollen wir darauf aufmerksam machen, dass dieser Weg voll von Barrieren für Menschen mit Behinderung ist, die dringend abgebaut werden müssen, damit gleichberechtigte Teilhabe möglich ist“, so Dr. Tina Denninger. „Rund 90 Veranstaltungen von unterschiedlichen Akteur*innen in Potsdam sind für die Inklusionstage zusammengekommen. Ich lade alle Potsdamerinnen und Potsdamer herzlich ein diese Vielfalt zu entdecken und gemeinsam mit uns zu feiern aber auch zu protestieren: Für mehr Inklusion in Potsdam!“

Highlights der Inklusionstage 2024 in Potsdam 

Am 5. Mai findet ab 12 Uhr auf dem Alten Markt vor dem Landtag der Protest-Tag „Gemeinsam unschlagbar! Hand in Hand für die Inklusion“ statt, organisiert durch den Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam e. V. und die Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Dr. Tina Denninger. Der Protesttag 2024 steht ganz im Zeichen des Wahljahres in Brandenburg. Ziel ist es, zusammenzukommen und Forderungen für Inklusion lautstark auf die Straße zu tragen. Es gibt spannende Redebeiträge und Musik der Band MITEINANDERs der Oberlinwerkstätten Potsdam.

Mit neuem Namen und auf zwei Tage verlängert, steigt am 10. und 11. Mai im Waschhaus in der Schiffbauergasse Potsdam das Akzeptanzfestival. Hier lädt der Einzelfallhilfe-Manufaktur e.V. Menschen mit und ohne Behinderung zum gemeinsamen Tanz und feiern ein. Unter anderem dabei ist die Schirmherrin des Festivals Fia. Fia aus Berlin ist für Deutschland beim Junior Eurovision Song Contest 2023 in Frankreich angetreten. Mit „Ohne Worte“ schaffte sie es in Nizza auf den neunten Platz. Bei ihrem Auftritt in der Staffel von „The Voice Kids“ im vergangenen Jahr begeisterte Fia nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch weil sie die Songtexte mit Hilfe von Gebärdensprache, auch lautbegleitende Gebärden genannt, übersetzte. Inspiriert wurde sie dazu durch ihre gehörlose Schwester.

Am 15. Mai zeigt das Kino Thalia den Dokumentarfilm „VERLIEBT! VERLOBT! VERHINDERT?“ über die Produktion des ersten inklusiven Musicals von Brandenburg. Die Vorführung wird organisiert vom Förderverein Oberlinwerkstätten Potsdam e.V.

Was wäre,wenn es eines Tages keine Werkstätten für Menschen mit Behinderung mehr gäbe? Dieser Frage widmet sich der Autor Ottmar Miles-Paul in seinem Buch „Zündeln an den Strukturen“. Am 17. Mai liest er in der Stadt- und Landesbibliothek aus seinem Buch. Anschließend gibt es ein Gespräch zu dem Thema. Die Lesung hat die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Dr. Tina Denninger organisiert.

Die Akademie 2. Lebenshälfte organisiert an verschiedenen Tagen während der Inklusionstage Rundgänge für Menschen mit Demenz und deren Begleitpersonen durch Potsdamer Museen, unter anderem durch das Naturkundemuseum, das Potsdam Museum und das Minsk.

Das vollständige Programm und weitere Informationen zu den Potsdamer Inklusionstagen 2024 sind zu finden unter www.potsdam.de/inklusionstage2024.

„Ostdeutschland“ Soundtrack des Trotzes: Wenn Heimatliebe politisch wird

Teaser für Social Media & Newsletter 1. Persönlich & Emotional Gänsehaut oder Grusel? Wenn die ersten Akkorde erklingen, spürt man sofort diese Wucht. EICHENBLUT singt über unsere Heimat, über den rauen Wind und das Zusammenhalten, wenn alles andere wegbricht. Aber dann kommt dieser Moment im Text, der mich stutzen lässt. Ist das noch Stolz oder schon bittere Abrechnung? Zwischen den Zeilen von „Ostdeutschland“ lauert eine Wut, die wir alle kennen – aber führt sie uns wirklich zusammen oder baut sie nur neue Mauern? Ein Lied, das niemanden kalt lässt und mich zwingt, Farbe zu bekennen: Wo endet die Liebe zur Heimat und wo beginnt die politische Abschottung? 2. Sachlich-Redaktionell Klartext aus dem Osten. Die Band EICHENBLUT hat mit ihrem neuen Song „Ostdeutschland“ eine Debatte entfacht, die weit über die Musikszene hinausgeht. Was oberflächlich wie eine Rock-Hymne auf die neuen Bundesländer wirkt, ist eine scharfe Kritik an der aktuellen politischen Lage. Der Text thematisiert offen das Wahlverhalten, die Migrationspolitik und die Gender-Debatte. Er positioniert die ostdeutsche Identität als Gegenentwurf zum etablierten Mainstream. Wir haben die Lyrics analysiert und zeigen auf, wie hier gezielt Narrative von Widerstand und Opferrolle miteinander verwoben werden. Eine Analyse eines musikalischen Phänomens. 3. Analytisch & Atmosphärisch Sturmwarnung von unten. Es brodelt in den Zeilen. EICHENBLUTs „Ostdeutschland“ ist mehr als nur Musik; es ist ein soziologisches Dokument der Verhärtung. Der Song zeichnet das Bild einer Gemeinschaft, die sich wie eine Trutzburg gegen eine feindliche Außenwelt formiert. Mit Metaphern aus Eisen und Sturm wird eine „Wir-gegen-Die“-Atmosphäre geschaffen, die typisch für den aktuellen Zeitgeist ist. Statt Dialog wird hier die kollektive Abwehr zelebriert. Wir beleuchten, wie der Song legitimen Frust transformiert und ihn als Treibstoff für eine Identität nutzt, die sich vor allem durch Abgrenzung definiert.