Wer erinnert sich noch an den Konsum um die Ecke?

Die kleine Ladentür klingelte fast jedes Mal, wenn jemand eintrat. Ein kurzes, helles Geräusch, das im ganzen Raum zu hören war. Hinter dem Tresen standen die Verkäuferinnen, die viele Kunden längst beim Namen kannten. Manche Menschen kamen fast täglich vorbei – auf dem Heimweg von der Arbeit, nach der Schule oder einfach, weil noch etwas fehlte: ein Brot, eine Flasche Milch, ein Stück Butter oder ein paar Bonbons für die Kinder.

Im Laden lag ein ganz eigener Geruch in der Luft. Oft mischte sich der Duft von frisch gemahlenem Kaffee mit dem Aroma von Brot und Brötchen. Dazu kam der leichte Geruch von Bohnerwachs, wenn der Boden gerade gewischt worden war. Die Regale waren nicht immer gleich gefüllt. Manchmal standen sie dicht an dicht mit Waren, manchmal wirkten sie etwas lückig. Doch die meisten wussten genau, wann neue Lieferungen kamen – und dann lohnte es sich, kurz vorbeizuschauen.

Viele Waren wurden noch über den Tresen gereicht. Die Verkäuferin nahm das Gewünschte aus dem Regal oder aus einer Kiste hinter sich und legte es auf die Waage oder direkt in die Einkaufstasche. Bezahlt wurde meist bar. Währenddessen wechselte man ein paar Worte. Es ging um das Wetter, um Neuigkeiten im Ort oder um das, was gerade im Betrieb oder in der Nachbarschaft passiert war.

Der Konsum war mehr als nur ein Laden. Für viele Menschen war er ein fester Bestandteil des Alltags. Hier traf man Nachbarn, Bekannte oder Kollegen. Man blieb kurz stehen, wechselte ein paar Sätze und ging dann wieder weiter. Gerade in kleineren Orten war der Konsum ein Ort, an dem man sich fast zwangsläufig begegnete.

Viele erinnern sich noch an bestimmte Dinge, die es dort gab: lose Bonbons aus dem Glas, saure Gurken aus dem Fass, Schokolade hinter der Theke oder die berühmten Tüten mit gemischten Süßigkeiten. Für Kinder war der kleine Einkauf oft schon ein Erlebnis.

Wer erinnert sich noch an den Konsum oder die HO im eigenen Ort? Und was habt ihr dort früher am liebsten gekauft?