Gründung des BSW-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern in Parchim

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat seinen Landesverband Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Die Gründungsversammlung fand im Luisenspeicher in Parchim statt, wo rund 50 Mitglieder auf dem ersten Landesparteitag zusammenkamen. Dabei wurden die Ämter der Gremien, darunter auch der Vorstand, per geheimer Wahl besetzt.

Der Staatssekretär im Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Stretmanns, wurde mit 75 % der Stimmen ohne Gegenkandidaten zum Vorsitzenden gewählt. Sein potenzieller Konkurrent, Toralf Herzer, zog seine Kandidatur zugunsten des Parteifriedens zurück. Stretmanns kündigte an, sich auf soziale Gerechtigkeit und den Kampf gegen Altersarmut zu konzentrieren, Themen, die seiner Ansicht nach von anderen Parteien vernachlässigt wurden.

Ebenfalls ins Führungsduo gewählt wurde die Pastorin Melanie Dango, die Frieden zu ihrem zentralen Anliegen erklärt hat. Persönlich inspiriert von Geschichten aus ihrer Familie, plädiert sie für Diplomatie und ein friedliches Miteinander.

Stretmanns und Dango wurden zugleich als Spitzenkandidaten des Landesverbands für die Bundestagswahl im Februar nominiert. In den kommenden Wochen liegt der Fokus auf der Organisation der Wahlkampagne und dem Aufbau der Parteistrukturen. Gleichzeitig möchte die Partei neue Mitglieder gewinnen und sich weiter öffnen.

Ein kontroverses Thema bleibt die Frage der Mitgliederaufnahme, die derzeit zentral vom Bundesvorstand in Berlin geregelt wird. Während einige Landesverbände diese Praxis kritisieren, zeigt sich Stretmanns entspannt und verweist auf eine satzungsgemäße Regelung, die einen weitgehend automatischen Aufnahmeprozess ermöglicht.

Die junge Partei strebt nach Geschlossenheit und Stabilität, um sich als Alternative für einen politischen Neustart im Bundestag zu positionieren. Die Entscheidung darüber liegt im Februar bei den Wählerinnen und Wählern.

Wende im Klassenzimmer: Als SED und Opposition gemeinsam die Kinder schützen wollten

Die Teaser 1. Persönlich (Emotional & Subjektiv) Gänsehaut und Zigarettenrauch. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem überfüllten Raum in Ost-Berlin. Es ist Dezember 1989. Neben Ihnen sitzt der Pionierleiter, der Sie früher wegen der West-Jeans getadelt hat, und nickt eifrig den Worten eines Oppositionellen zu. Plötzlich geht es nicht mehr um Ideologie, sondern um unsere Kinder. Ich nehme Sie mit zurück in das Institut "Clara Zetkin", wo in einem Akt der Verzweiflung und Hoffnung versucht wurde, die verlorene Kindheit der DDR neu zu erfinden. Ein Dokument der Menschlichkeit inmitten des politischen Sturms. 2. Sachlich-Redaktionell (Informativ & Direkt) Wende im Kinderzimmer. Am 7. Dezember 1989, parallel zum ersten Runden Tisch, formierte sich in Berlin eine ungewöhnliche Allianz. Dokumente aus der "Jungen Welt" belegen: Eine Initiativgruppe aus SED, Kirchenvertretern, Demokratischem Aufbruch und Pionierleitung konstituierte sich am Institut für Lehrerbildung. Das Ziel: Die Abschaffung der ideologischen Doktrin in der Kindererziehung und die Gründung einer weltanschaulich neutralen Interessenvertretung. Wir analysieren das historische Treffen, das das Ende der Staatsjugend besiegelte und den Weg für demokratische Strukturen ebnete. 3. Analytisch & Atmosphärisch (Hintergründig & Spannend) Tödliche Umarmung. Es war der letzte Versuch des alten Apparats, die Kontrolle zu behalten, getarnt als demokratischer Aufbruch. Wenn SED-Funktionäre und Bürgerrechtler gemeinsam eine "einheitliche Kinderbewegung" fordern, offenbart sich die ganze Schizophrenie des Winters 89. War es eine echte Reformchance oder der verzweifelte Versuch der "Thälmann-Pioniere", in neuen Kleidern zu überleben? Wir beleuchten die Atmosphäre eines Abends, an dem alte Machtstrukturen aufbrachen und eine Utopie geboren wurde, die im Rausch der Wiedervereinigung nur Monate später untergehen sollte.