Kostenfreier Freibadeintritt für Kinder in Rudolstadt und Saalfeld während der Sommerferien

Projektvorstellung im Saalfelder Freibad (v.l.n.r.): Patrick Renger, Geschäftsführer der Firma Saugbagger RSP GmbH, Hubert Hess, Senior-Chef der Saalfelder Firma Durst Lackier- und Trocknungsanlagen GmbH, Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania, Frank Hartung, Präsident des Rotary Club Saalfeld/Saale, Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl, Andreas Spahn, Richter und baldiger Präsident des Rotary Club Saalfeld/Saale, Susan Zetzmann, Geschäftsführerin des SAALEMAXX Rudolstadt, Bettina Fiedler, Geschäftsführerin der Saalfelder Bäder GmbH und Baudezernentin, Marcel Muschert, Geschäftsführer der Saalfelder Firma Muschert Oberflächen und Stefan Jakubowski, Geschäftsführer der Jakusa Bedachungen GmbH. Foto: Michael Wirkner
Projektvorstellung im Saalfelder Freibad (v.l.n.r.): Patrick Renger, Geschäftsführer der Firma Saugbagger RSP GmbH, Hubert Hess, Senior-Chef der Saalfelder Firma Durst Lackier- und Trocknungsanlagen GmbH, Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania, Frank Hartung, Präsident des Rotary Club Saalfeld/Saale, Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl, Andreas Spahn, Richter und baldiger Präsident des Rotary Club Saalfeld/Saale, Susan Zetzmann, Geschäftsführerin des SAALEMAXX Rudolstadt, Bettina Fiedler, Geschäftsführerin der Saalfelder Bäder GmbH und Baudezernentin, Marcel Muschert, Geschäftsführer der Saalfelder Firma Muschert Oberflächen und Stefan Jakubowski, Geschäftsführer der Jakusa Bedachungen GmbH. Foto: Michael Wirkner

Gemeinsame Aktion der Städte ermöglicht unvergessliche Sommererlebnisse für Kinder bis 16 Jahre

Die Städte Rudolstadt und Saalfeld/Saale haben gemeinsam eine besondere Aktion für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen: Während der Sommerferien erhalten alle Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre freien Eintritt in die Freibäder beider Städte. Diese Initiative wurde gestern im Saalfelder Freibad von den Bürgermeistern Dr. Steffen Kania (Saalfeld/Saale) und Jörg Reichl (Rudolstadt) vorgestellt.

Die Freibäder in Saalfeld und Rudolstadt haben sich zusammengeschlossen, um den jungen Bürgern unvergessliche Sommererlebnisse zu bieten. Die Idee, Kindern freien Eintritt zu gewähren, ist ein Ergebnis enger Zusammenarbeit. „Der freie Ferien-Eintritt für Kinder in beiden Freibädern ist ein Zeichen, dass Kooperation zwischen uns gelingt,“ betonte Bürgermeister Jörg Reichl. Kooperationen wie diese wurden bereits vor Jahren in einer Bäderstudie empfohlen und nun im zweiten Jahr in Folge erfolgreich umgesetzt.

Die Finanzierung dieser Aktion erfolgt in den beiden Städten auf unterschiedliche Weise. In Saalfeld tragen die lokalen Unternehmen und Institutionen Rotary Club Saalfeld/Saale, Durst GmbH, Saugbagger RSP GmbH, Jakusa Bedachungen GmbH und Muschert Oberflächen GmbH die Kosten. Bürgermeister Dr. Steffen Kania lobte das Engagement dieser Firmen und hob hervor, dass solche Aktionen die soziale Verantwortung und den Gemeinschaftssinn stärken.

In Rudolstadt wird das Projekt durch die Firma Langnese unterstützt. Das SAALEMAXX erhält durch den Eishersteller Sponsorengelder, die es an das Freibad Rudolstadt im Heine-Park weitergibt. „Wir sind stolz darauf, dass wir dank der Unterstützung von Langnese diese wunderbare Aktion ermöglichen können“, erklärte Susan Zetzmann, Geschäftsführerin des SAALEMAXX. „Wir werden mit dieser Aktion viele Kinder glücklich machen.“

Die Kinder im Städtedreieck dürfen sich also auf unbeschwerte Sommertage freuen, in denen sie die Freibäder kostenlos nutzen können. Diese Aktion zeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement, Zusammenarbeit und lokale Unterstützung für das Wohl unserer jüngsten Bürger sind.

Silvester in der DDR: Von der Kunst des Organisierens und privaten Ritualen

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Der Geruch von siedendem Essigwasser und das Heulen des RG28-Handrührgeräts gehören für eine ganze Generation fest zum akustischen und olfaktorischen Gedächtnis des 31. Dezember. Wer sich an die Silvesternächte in der DDR erinnert, denkt oft weniger an große Partys als an die intensive Arbeit, die ihnen vorausging. Es war eine Zeit, in der der Begriff „Einkaufen“ durch „Organisieren“ ersetzt wurde. Wochenlang wurden Tauschgeschäfte eingefädelt, Beziehungen reaktiviert und Warteschlangen analysiert, nur um sicherzustellen, dass eine Dose Ananas oder eine Flasche echter Weinbrand auf dem Tisch stehen konnte. Diese Vorbereitungsphase glich einer logistischen Meisterleistung, die den eigentlichen Abend oft an Spannung übertraf. In den standardisierten Küchen der Republik verwandelte sich der Mangel dann in Kreativität. Der Karpfen, der noch Tage zuvor in der heimischen Badewanne seine Runden gedreht hatte, wurde zum Zentrum eines Festmahls, das Weltläufigkeit simulieren sollte. Man improvisierte, streckte Zutaten und dekorierte das kalte Buffet mit einer Akribie, die den grauen Alltag vor dem Fenster Lügen strafte. Es war der Beweis, dass man sich das Schöne nicht nehmen ließ, egal wie eng die politischen und ökonomischen Grenzen gezogen waren. Wenn dann um Mitternacht in den Betonschluchten von Marzahn oder Halle-Neustadt das Feuerwerk losbrach, war dies oft mehr als nur Tradition. Der Lärmpegel in den Wohngebieten hatte etwas Kathartisches, ein kollektives Dampfablassen, das für kurze Zeit die strenge Reglementierung des öffentlichen Raums aufhob. Am nächsten Morgen, wenn der rote Tonbrei der Böller die Gehwege bedeckte und die Städte in eine bleierne Stille fielen, blieb das Gefühl zurück, dem System wieder einmal ein Stück privates Glück abgetrotzt zu haben. Die Erinnerung an diese Nächte erzählt von einer Gemeinschaft, die im Kleinen funktionierte, während das Große stagnierte. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Die Ökonomie des Silvesterabends in der DDR folgte keinen Markgesetzen, sondern den Regeln eines komplexen sozialen Tauschhandels. Offiziell waren die Regale gefüllt und die Versorgung gesichert, doch die Realität in den Wochen vor dem Jahreswechsel sah anders aus. Wer Besonderes wollte, brauchte Bückware. Die Jagd nach Zutaten für das Festbuffet war ein Indikator für den sozialen Status: Wer Beziehungen hatte, konnte genießen. Wer keine hatte, musste warten. Diese Dynamik prägte das gesellschaftliche Gefüge weit über den Feiertag hinaus und schuf Netzwerke, die oft stabiler waren als staatliche Strukturen. Der Abend selbst war ein Balanceakt zwischen Rückzug und Inszenierung. Während das Staatsfernsehen mit großem Budget eine glitzernde Welt simulierte, fand das eigentliche Leben in den Wohnzimmern statt. Hier, im Schutz der Familie und engster Freunde, entstand eine temporäre Nische der Offenheit. Man arrangierte sich mit den Umständen, indem man sie für eine Nacht ignorierte oder im Rausch der Rotkäppchen-Flaschen weglachte. Es war eine Kultur des "Trotzdem", die den Zusammenhalt in der Nische stärkte. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Silvester in der DDR war das jährliche Hochamt der Improvisation, bei dem aus Mangel und Kreativität ein Gefühl von Fülle erzeugt wurde. Es ging nicht nur darum, satt zu werden, sondern darum, Normalität und Würde zu wahren. Ob durch den West-Kaffee auf der Anrichte oder die selbstgemachte Mayonnaise im Salat – jedes Detail auf dem Tisch war ein kleiner Sieg über die Unzulänglichkeit der Planwirtschaft. In dieser einen Nacht verschwammen die Grenzen. Der Lärm der Feuerwerkskörper übertönte die Stille des Landes, und in den Wohnzimmern schuf man sich eine Realität, die heller und bunter war als der Alltag, der am nächsten Morgen unverändert wartete.