Bürgerdialog zur neuen Medizinischen Universität Lausitz Carl Thiem

Erster Bürgerdialog
Cottbus/Chóśebuz. Die Pläne und Ideen für den Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz Carl Thiem stehen im Mittelpunkt eines ersten Bürgerdialogs am Donnerstag, 16. Mai, in Cottbus/Chóśebuz. Im City-Saal (Zugang Bahnhofstraße) stehen Oberbürgermeister Tobias Schick, der Medizinisch-wissenschaftliche Projektbeauftragte für den Aufbau der Universitätsmedizin, Prof. Eckhard Nagel, Stadtentwicklungsdezernentin Doreen Mohaupt sowie die Geschäftsführung des Carl-Thiem-Klinikums mit informativen Vorträgen und Gesprächsangeboten bereit.

Bürgerinnen und Bürger haben im Verlauf der Veranstaltung die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Einblick in erste Ideenskizzen zu nehmen.

OB Tobias Schick: „Der Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz Carl Thiem nimmt konkrete Formen an und wird ein Leuchtturm im Strukturwandel. Unsere Stadt wird sich dadurch erheblich verändern, und das wollen wir mit den Cottbuserinnen und Cottbusern besprechen. Dazu wird es weitere Veranstaltungen in den kommenden Monaten geben.“

Der Bürgerdialog beginnt am 16. Mai um 17:30 Uhr im City-Saal der Stadtwerke Cottbus GmbH.

Die Organisation der Kraftstoffversorgung in der DDR durch das Kombinat Minol

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL: Hook: Das System der Kraftstoffversorgung in der DDR funktionierte nach Regeln, die sich nicht an Marktkräften, sondern an Planvorgaben orientierten. Teaser: Wer heute an die rot-gelben Säulen zurückdenkt, erinnert sich oft an den spezifischen Geruch des Zweitaktgemischs und den obligatorischen Reservekanister im Kofferraum. Die Versorgungssicherheit war ein ständiges Thema in einer Gesellschaft, in der Mobilität zwar gewünscht, aber infrastrukturell oft limitiert war. Das Netz der Tankstellen war dünn, die Wege oft weit, und die Organisation des Tankens erforderte vorausschauendes Handeln. Die Marke Minol stand dabei symbolisch für den Versuch, innerhalb der Mangelwirtschaft eine verlässliche Struktur zu bieten. Lösungen wie die Nachttankbox zeugen von einem Pragmatismus, der notwendig war, um Lücken im System zu schließen. Gleichzeitig offenbarte die Existenz der Intertank-Stationen die wirtschaftliche Notwendigkeit, Devisen zu generieren. Nach 1989 vollzog sich der Wandel radikal. Die Privatisierung und der Verkauf der ostdeutschen Mineralölwirtschaft beendeten nicht nur ein staatliches Monopol, sondern veränderten auch die physische Landschaft entlang der Straßen nachhaltig. B) SEITE 1 und 2 (Kontext); Hook: Die staatlich fixierten Preise für Benzin blieben in der DDR über fast drei Jahrzehnte hinweg unverändert stabil. Teaser: Hinter dieser Preisstabilität stand ein komplexes Subventionssystem, das die realen Kosten der Energieversorgung verschleierte. Das Kombinat Minol verwaltete als Monopolist die gesamte Kette von der Raffinerie bis zum Endverbraucher. Mit nur etwa 1.300 Tankstellen für das gesamte Land war die Infrastruktur jedoch chronisch unterdimensioniert. Der Übergang in die Marktwirtschaft in den frühen neunziger Jahren offenbarte den massiven Investitionsstau und führte zur vollständigen Neuordnung des Marktes, in deren Folge die traditionelle Marke fast gänzlich verschwand.