Im Herzen der DDR-Holzwirtschaft: Engagement und Fortschritt für den Sozialismus

In unserer sozialistischen Heimat gestalten Werktätige Menschen wie du und ich aktiv und bewusst unser sozialistisches Leben. Sie sind sozialistische Persönlichkeiten und Schrittmacher bei der Schaffung unserer sozialistischen Menschengemeinschaft. Täglich gehen Millionen Werktätige unserer Republik zu ihrem Arbeitsplatz und vollbringen dort hervorragende Taten zur Stärkung unserer Republik und zur Stärkung des Sozialismus.

Ein herausragendes Beispiel hierfür ist Otto Wessel, Lkw-Fahrer im Bereich Produktion des Institutes für Forstwissenschaften und APO-Sekretär im Fuhrpark. Seit 1957 im Betrieb, zeichnet er sich durch hervorragende Leistungen und hohe Einsatzbereitschaft aus. Ebenso vorbildlich agiert Helmut Friede, Sägewerksfacharbeiter im VH Schorf Heide Betriebsteil Marin Werder, ein zweifacher Aktivist und Gefreiter der Reserve unserer Nationalen Volksarmee.

Die Holz- und Forstwirtschaft der DDR ist ein entscheidender Pfeiler unserer Volkswirtschaft, denn Holz ist der Grundstoff für mehr als 220.000 Erzeugnisse. Ziel ist es, diesen wichtigen Grundstoff effektiv zu gewinnen, zu nutzen und einzusetzen. Dies erfordert nicht nur harte Arbeit, sondern auch eine durchdachte Kooperation und die konsequente Einführung industriemäßiger Produktionsmethoden.

Schlüsselbereiche und Fortschritte:

• Forstbaumschulen als Garant für Rentabilität: Die Brigade der Forstbaumschule unter der Leitung von Kollegin Ratzlav, einer Bestarbeiterin, arbeitet dank ihrer Leistungen seit mehreren Jahren rentabel. Die Mitglieder der Brigade engagieren sich zudem in der Frauenkommission, der Konfliktkommission und als Gemeindevertreter. Ihre verantwortungsbewusste Arbeit sichert die maximale Rohholzproduktion zur Deckung des Bedarfs der Industrie und beachtet gleichzeitig die landeskulturelle Bedeutung des Waldes. Auch Hilde Mikes, Aktivist und Brigadeleiterin einer Spezialbrigade für Kippenaufforstung, leistet hierbei einen wichtigen Beitrag.

• Chemische Waldpflege und wissenschaftlich-technische Revolution: Um maximale Zuwachsleistungen zu erzielen, wird der Wald intensiv gepflegt. Die chemische Waldpflege gilt dabei als wichtiges Rationalisierungsmittel. Gemeinsam setzen Kooperationspartner wie die LPG und STFB Spezialisten zur Ausbringung von Chemikalien ein. Die Meisterung der wissenschaftlich-technischen Revolution verlangt die Einführung industriemäßiger Produktionsmethoden, um für unsere Republik mehr, besser und billiger zu produzieren.

• Die Holzeinschlagsbrigade Becker: Sie ist ein Kollektiv der sozialistischen Arbeit und Initiator im Wettbewerb zu Ehren des 20. Jahrestages der Republik. Als erstes Glied in der durchgängigen Technologie bestimmt sie die effektive Nutzung des Forstes. Ihr Brigadier ist mehrfacher Aktivist in sozialistischer Gemeinschaftsarbeit.

• Kooperation als Erfolgsfaktor: Kooperation sind vor allem Beziehungen zwischen Menschen, wie die zwischen Otto Wessel und Helmut Friede. Ihr gemeinsames Anliegen ist die Schaffung durchgängiger Technologien und die Verlagerung von Arbeitsgängen aus dem Wald zum Werk. Dies ermöglicht eine industriemäßige Produktion unter Ausnutzung aller Reserven. Die verantwortungsvolle Arbeit von Helmut Friede und seinen Kollegen auf dem Rundholzplatz beim Auslängen und Sortieren des Rohholzes trägt wesentlich zur effektiven Holznutzung bei.

• Effiziente Nutzung aller Ressourcen: Eine große Aufmerksamkeit gilt der sinnvollen Nutzung aller Abfälle und Reste. Durch vertragliche Beziehungen zwischen den Werken der Holzwirtschaft werden diese Reserven industriell verwertet, beispielsweise durch die Herstellung von Spanplatten. Schwarten und Spreißel werden über die Wasserwege unserer Republik transportiert und dienen als Rohstoff für die Zellstoffproduktion.

Die im RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) spezialisierte und von Kollege Walter Stengel gesteuerte Produktionsanlage trägt zudem dazu bei, die Arbeitsproduktivität zu steigern und die Kosten zu senken.

Dies ist ein Stück unseres gemeinsamen Weges. Planmäßig und zielgerichtet schreiten wir weiter voran unter der bewährten Führung der Partei der Arbeiterklasse, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, auf dem Weg zum entwickelten gesellschaftlichen System des Sozialismus und zur sozialistischen Menschengemeinschaft.

Das System der kollektiven Erziehung in der DDR und seine Folgen

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Wer sich an die eigene Kindheit in der DDR erinnert, hat oft sofort den Geruch von Bohnerwachs in der Nase und das Bild der blauen Halstücher vor Augen. Der Staat war der unsichtbare Dritte am Abendbrottisch, und seine Institutionen prägten den Rhythmus des Alltags lange bevor man das Wort Ideologie buchstabieren konnte. Es war eine Kindheit, die in einem engen Korsett stattfand, das viele als Halt und andere als Fessel empfanden. Die Organisation des Lebens begann nicht erst mit der Schule, sondern bereits in der Krippe, wo der Tagesablauf synchronisiert war und das "Ich" Pause hatte, während das "Wir" den Takt vorgab. Diese Erfahrung einer totalen Verplanung bot eine Sicherheit, die man im Westen so nicht kannte, verlangte aber im Gegenzug eine ständige Anpassung an die Norm. Besonders prägend war das Erlernen einer doppelten Sprache. Kinder verstanden früh, dass es zwei Welten gab: die private Welt der Familie, in der man offen sprach, und die öffentliche Welt der Schule und der Pioniere, in der bestimmte Sätze erwartet wurden. Diese Schizophrenie des Alltags schulte das Gespür für Nuancen und lehrte eine Vorsicht, die tief sitzt. Man funktionierte in den Strukturen, sang die Lieder und stand beim Appell stramm, oft ohne die Inhalte wirklich zu glauben. Es entstand eine Distanz zwischen der offiziellen Fassade und dem inneren Erleben. Wenn man heute auf diese Bildungswege schaut, wird die Ambivalenz deutlich. Die fachliche Bildung war solide, die soziale Durchlässigkeit hoch, doch der Preis war die Unterordnung unter ein militärisch organisiertes Kollektiv, das Abweichung pathologisierte. Die Generation, die in diesen Strukturen groß wurde, ist heute erwachsen und prägt die Gesellschaft mit einer spezifischen Haltung. Sie ist oft pragmatischer, krisenfester, aber auch skeptischer gegenüber Autoritäten, die Gehorsam einfordern. Die Spuren dieser Erziehung sind nicht verschwunden, sondern haben sich in die Biografien eingeschrieben als eine Erfahrung von Grenzen und deren Überschreitung. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Das Bildungssystem der DDR war weit mehr als nur Wissensvermittlung, es war ein durchorganisierter Zugriff auf die Ressource Mensch. Um die Strukturen der DDR-Erziehung zu verstehen, muss man den Blick von der Pädagogik hin zur Ökonomie lenken. Der chronische Arbeitskräftemangel zwang den Staat dazu, Frauen fast vollständig in den Erwerbsprozess zu integrieren, was einen massiven Ausbau der Kinderbetreuung notwendig machte. Diese Notwendigkeit wurde zur Tugend erklärt und bot der Staatsführung die Chance, die nächste Generation ab dem Kleinkindalter im Sinne der sozialistischen Ideologie zu formen. Krippe und Kindergarten waren keine bloßen Verwahranstalten, sondern der Beginn einer gezielten Kaderentwicklung. Die Effizienz dieses Systems zeigte sich in der Standardisierung aller Lebensbereiche. Vom gemeinsamen Topfsitzen in der Krippe bis zur Berufsberatung, die Lücken im Volkswirtschaftsplan füllte, war der Weg vorgezeichnet. Die Schule diente dabei nicht der Entfaltung individueller Talente, sondern der Produktion nützlicher Glieder der Gesellschaft. Wer sich diesem utilitaristischen Ansatz entzog oder politisch auffiel, spürte die Härte des Systems durch verwehrte Bildungschancen. Sicherheit gab es nur für jene, die auf den vorgegebenen Schienen blieben. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Die Synchronisation der körperlichen Bedürfnisse in den DDR-Krippen sparte Zeit, lehrte aber vor allem eine frühe Lektion über das Verhältnis von Individuum und Kollektiv. Was aus heutiger Sicht oft befremdlich wirkt, folgte einer klaren inneren Logik des Systems. Wenn eine Erzieherin für eine große Gruppe von Kleinkindern zuständig war, musste der Tagesablauf wie ein Uhrwerk funktionieren. Das Individuum störte im Betriebsablauf, während die Gruppe die Norm setzte. Diese frühe Gewöhnung an den Rhythmus der anderen war der erste Schritt in eine Gesellschaft, die das "Wir" über alles stellte und das "Ich" oft als bürgerliches Relikt betrachtete. Die Mechanismen dieser Prägung wirken in den sozialen Gewohnheiten vieler Menschen leise nach.