Die Termine für 2024 der Nacht der Wissenschaften in Jena, Weimar und Erfurt stehen fest

Machen Sie sich bereits jetzt ein Kreuzchen im Kalender für die nächste spannungsvolle Entdeckungsreise durch die Welt der vielen wissenschaftlichen Stationen unserer Stadt Jena und zwar am: 22. November 2024. Auch die 9. Auflage dieser überregional strahlenden Großveranstaltung wird mit einer Vielzahl an Experimenten, Shows, Vorträgen und Mitmachangeboten gespickt und einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen vieler Unternehmen und Institutionen Jenas bieten.

Auch Erfurt, Weimar und das Weimarer Land öffnen im kommenden November an den vorhergehenden Wochenenden anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften ihre Türen. Als gemeinsame Partner der Impulsregion möchten wir den Facettenreichtum von Wissenschaft näher bringen und Kreativität, Innovation, Hochtechnologie und Spitzenforschung einmal mehr in den Fokus rücken. Hier die Termine im Überblick:

• Erfurt | 8. November 2024
• Weimar & Weimarer Land | 15. November 2024
• Jena | 22. November 2024

Weitere Informationen erhalten Sie selbstverständlich rechtzeitig und regelmäßig im Vorfeld der Veranstaltung z. B. auf der Webseite www.lndw-jena.de.

Die Lange Nacht der Wissenschaften gibt es bereits seit 2005. Seit damals öffnen jeweils an einem Abend alle zwei Jahre (mit Ausnahmen) zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Institute, Unternehmen und Kliniken für einen langen Abend ihre Türen und zeigen den Gästen, was sonst verborgen bleibt – und dies auf eine vielseitige und publikumsnahe Art und Weise. So wird Wissenschaft erlebbar, spannend und interessant.

Was ist die Impulsregion?
Erfurt, Weimar, Jena und das Weimarer Land – unser Standort in der Mitte Deutschlands ist „Die Impulsregion“ und das mit gutem Recht. Kreativität, Innovation, Hochtechnologie und Spitzenforschung bestimmen den Herzschlag der Region und setzen Impulse über ihre Grenzen hinaus. Den unbestreitbaren Erfolg machen die engen Kooperationen von Wirtschaft und Wissenschaft sowie zahlreiche Clusterinitiativen und Kompetenznetzwerke möglich. Die Stärke der Impulsregion liegt in der Einheit von Konzept und Umsetzung. Weitere Informationen unter www.impulsregion.de

Henry Hübchen über die DDR und die Arroganz des Überlebens

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Wenn Henry Hübchen über die DDR spricht, vergleicht er das Land mit Atlantis – einem versunkenen Kontinent, dessen Konturen im Nebel der Geschichte langsam unscharf werden. Teaser: In der Rückschau auf sein Leben, das er zu gleichen Teilen in zwei verschiedenen Systemen verbracht hat, verweigert sich der Schauspieler den einfachen Kategorien von Täter und Opfer. Vielmehr beschreibt er eine Haltung der „Renitenz“, die sich nicht in politischem Widerstand, sondern in einer spezifischen Arbeitshaltung ausdrückte. Besonders eindrücklich ist seine soziologische Beobachtung der Machtverhältnisse: Während er den Westdeutschen als Souverän in der Freizeit, aber als angepasst im Berufsleben wahrnahm, war es im Osten genau umgekehrt. Der Mangel zwang im Privaten zur Unterordnung, doch im Betrieb herrschte oft eine anarchische Gleichheit, in der der Arbeiter dem Meister die Stirn bot. Diese Erfahrung eines Zusammenbruchs und Neuanfangs hat bei Hübchen keine Unsicherheit hinterlassen, sondern eine „große Arroganz“ des Überlebenden. Wer das Scheitern eines Staates erlebt hat, blickt mit anderen Augen auf die Krisen der Gegenwart. Seine Skepsis gegenüber aktuellen politischen Narrativen ist keine bloße Laune des Alters, sondern das Resultat einer Biografie, die gelernt hat, hinter die Kulissen der Macht zu schauen. Es ist der Blick eines Mannes, der weiß, dass keine Ordnung für die Ewigkeit gebaut ist. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Der Systemwechsel 1989 war für viele Ostdeutsche ein Schock, für Henry Hübchen jedoch eher die Bestätigung eines Erfahrungsvorsprungs. Teaser: Der Schauspieler spricht von einer inneren Unabhängigkeit, die weit vor dem Mauerfall begann. Interessant ist dabei seine Analyse der Anpassungsleistungen nach der Wende: Während man sich ökonomisch und beruflich in die Bundesrepublik integrierte, blieb eine kulturelle und mentale Differenz bestehen. Hübchen identifiziert dies nicht als Defizit, sondern als Ressource. Die Erfahrung, dass gesellschaftliche Verhältnisse fragil sind und Ideologien wechseln können, schützt vor einer allzu naiven Haltung gegenüber der Gegenwart. Diese ostdeutsche Skepsis, die sich heute oft in politischen Dissonanzen zeigt, wurzelt tief in der Erkenntnis, dass Wahrheit oft eine Frage der Perspektive und des Zeitgeistes ist. Die Geschichte lehrt hier nicht Eindeutigkeit, sondern Vorsicht. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Im Osten war der Arbeiter im Betrieb oft der König, während er in der Mangelwirtschaft der Freizeit zum Bittsteller wurde – eine Umkehrung der westlichen Verhältnisse. Teaser: Henry Hübchen analysiert präzise, wie diese spezifische Sozialisation bis heute nachwirkt. Die im Arbeitsleben der DDR erlernte Respektlosigkeit gegenüber Hierarchien und die Fähigkeit, Autoritäten infrage zu stellen, sind geblieben. Es ist eine Form der Renitenz, die sich schwer in gesamtdeutsche Strukturen einfügen lässt, weil sie aus einer völlig anderen Logik von Abhängigkeit und Freiheit entstanden ist. Das Verständnis für diese feinen Unterschiede schwindet, je weiter das Land in der Vergangenheit versinkt. https://www.ardmediathek.de/video/suite-der-kulturtalk-mit-serdar-somuncu/muessen-wir-uns-an-die-ddr-erinnern-henry-huebchen/rbb/Y3JpZDovL3JiYl83YzUyNmMwYy00MzZmLTQyNzItOWYzMi04NDMyNjE0ODFiN2NfcHVibGljYXRpb24