Schöneweide: Wo das NS-Zwangsarbeitslager Teil des Alltags war

Berlin-Schöneweide – Inmitten eines Berliner Wohnbezirks, wo man es vielleicht nicht direkt erwarten würde, befindet sich ein entscheidender Ort der deutschen Erinnerungskultur: das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Unter der Leitung von Christine Klein bietet das Zentrum auf dem historischen Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeitslagers tiefgreifende Einblicke in ein oft vergessenes Kapitel der NS-Geschichte.
Das Gelände in Schöneweide war kein abgelegener Ort, sondern Teil des städtischen Lebens, eine Tatsache, die für fast alle NS-Zwangsarbeitslager zutrifft. Hier waren während des Zweiten Weltkriegs unterschiedliche Gruppen von Menschen untergebracht, die vom NS-Regime zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Dazu gehörten zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die aus den besetzten Gebieten Europas nach Berlin verschleppt wurden, sowie italienische Militärinternierte – Kriegsgefangene – und weibliche KZ-Häftlinge.

Diese Menschen mussten unter extrem harten Bedingungen in verschiedenen Betrieben arbeiten. Während die Rüstungsindustrie, darunter Großunternehmen wie AEG, das Reichsbahn-Ausbesserungswerk oder die Batteriefabrik Pertrix, Hauptprofiteur der Zwangsarbeit war, reichte die Ausbeutung weit über diesen Sektor hinaus. Auch die Bäckerei um die Ecke, Handwerksbetriebe, Gärtnereien, Kirchen und sogar Privathaushalte profitierten von der Zwangsarbeit. Das Dokumentationszentrum erinnert an das „lange vergessene Schicksal Millionen von Männern, Frauen und Kindern“, die während des Zweiten Weltkriegs für das NS-Regime Zwangsarbeit leisten mussten.

Besucher des Dokumentationszentrums können sich umfassend über die Geschichte der NS-Zwangsarbeit informieren. Das Zentrum bietet dazu verschiedene Dauerausstellungen, wie zum Beispiel die Ausstellung „Alltag Zwangsarbeit“. Eine weitere wichtige Dauerausstellung, „Zwischen allen Stühlen“, widmet sich der spezifischen Geschichte der italienischen Militärinternierten.

Neben den Ausstellungen gibt es ein breites Angebot an Bildungs- und Vermittlungsmöglichkeiten. Dazu gehören:
• Führungen
• Workshops
• Seminare
• Möglichkeiten zur Beteiligung an internationalen Jugend- oder Erwachsenenbegegnungen

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit lädt alle Interessierten ein, diesen wichtigen Ort zu besuchen und sich mit der Geschichte der Zwangsarbeit und ihren Opfern auseinanderzusetzen.

Honeckers heimlicher Milliardär: Die Akte Schalck-Golodkowski

Persönlicher Teaser (Social Media / Newsletter) Gier kennt keine Farbe. Nicht einmal das Rot der DDR-Flagge. Vergessen Sie alles, was Sie über die "gute alte Planwirtschaft" zu wissen glaubten. Die Wahrheit ist dreckiger. Während Honecker winkte, schaufelte ein Mann im Hintergrund Milliarden. Alexander Schalck-Golodkowski war das Phantom der DDR – ein Genosse, der wie ein Gangsterboss agierte. Waffenhandel, Kunstraub und der Verkauf von Menschenleben gegen Devisen: Das war der wahre Motor des "Arbeiter- und Bauernstaates". Besonders bitter: Der Westen spielte mit. Franz Josef Strauß und der Milliardenkredit? Weniger Nächstenliebe, mehr knallharte Profitgier. Dieses Kapitel der Geschichte tut weh, weil es zeigt, dass Moral im Kalten Krieg oft nur eine Währung war – und zwar eine sehr weiche. Wer DDR-Nostalgie hegt, sollte diese Fakten kennen. Sie sind das Gegengift zu jeder Verklärung.