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Erste Bilanz zur „Hochzonung“ in MV

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Schwerin. Der Windenergieausbau in Mecklenburg-Vorpommern nimmt Fahrt auf. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus führt dies insbesondere auf den Zuständigkeitswechsel für naturschutzrechtliche Stellungnahmen zurück. Erst diese ermöglichen eine abschließende Entscheidung in einem Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Waren vorher die unteren Naturschutzbehörden der Landkreise für diese naturschutzrechtlichen Stellungnahmen zuständig, sind es seit dem 1. April 2023 die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt. Ziel dieses „Hochzonungsprozesses“ war es, die naturschutzrechtliche und immissionsschutzrechtliche Prüfung von Windenergievorhaben unter einem Dach zu vereinen, um Genehmigungsverfahren schneller zur Entscheidungsreife zu führen.

Eine zentrale positive Entwicklung, die durch die „Hochzonung“ innerhalb der vergangenen 12 Monate erreicht wurde: „Der Stau an ausstehenden Naturschutzstellungnahmen, der bis ins Jahr 2015 zurückreicht und ca. 200 Altverfahren mit ca. 780 Windenergieanlagen umfasst, konnte um mehr als 25 Prozent abgebaut werden. Dahinter stehen 54 Stellungnahmen mit circa 230 Windenergieanlagen und einem Investitionsvolumen von rund 920 Millionen Euro“, betonte Minister Backhaus heute im Rahmen der Landespressekonferenz im Schweriner Schloss, wo er eine erste Bilanz zur „Hochzonung“ zog.

Gleichwohl räumte er ein, dass es noch einen langen Atem brauche, um die Altverfahren gänzlich abzubauen, da stetig neue Anträge auf Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen eingehen. Bis zum 1. April 2023 – also zu Beginn der „Hochzonung“ – lagen insgesamt 297 immissionsschutzrechtliche Anträge auf Errichtung und Betrieb von circa 940 Windenergieanlagen vor, darunter die angesprochenen Altverfahren.

„Um dieser Antragflut Herr zu werden, haben wir 50 neue Stellen geschaffen, davon 30 im Naturschutz und 20 im Immissionsschutz. Weitere Besetzungen sind kurzfristig vorgesehen“, stellte Minister Backhaus in Aussicht. Die Personalaufstockung habe bereits jetzt dazu geführt, dass in 2023 mit 46 Entscheidungen für 158 Windenergieanlagen doppelt so viele immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen abgeschlossen wurden als noch im Vorjahr. Grund hierfür ist die positive Entwicklung bei der Anzahl der erstellten naturschutzrechtlichen Stellungnahmen. So wurden im ersten Halbjahr 2023 insgesamt vier und im zweiten Halbjahr 2023 bereits 48 Stellungnahmen durch die neu geschaffenen Dezernate in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt erarbeitet. Derzeit befinden sich rund 287 Anträge mit ca. 1.123 Windenergieanlagen im Genehmigungsverfahren. Dahinter stehe ein Investitionsvolumen von rund 4,5 Milliarden Euro, so Minister Backhaus.

Bis Ende 2032 müssen die Länder gemäß Wind-an-Land-Gesetz vom 1. Februar 2023 zwei Prozent der Bundesfläche für die Windenergie ausweisen. „Mecklenburg-Vorpommern nimmt diese Verantwortung sehr ernst“, sagte Minister Backhaus. Zur Umsetzung dieser Ziele warb Minister Backhaus für eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ressorts innerhalb der Landesregierung sowie den zuständigen Stellen in den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Landeshitzeschutzplan für Mecklenburg-Vorpommern wird erarbeitet

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Schwerin. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport erarbeitet derzeit einen gesundheitsbezogenen Landeshitzeschutzplan. Dies teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese anlässlich des zweiten bundesweiten Hitzeaktionstages am 5. Juni heute in Schwerin mit. „Der Hitzeschutzplan wird Maßnahmen enthalten, die dabei helfen, gesundheitsschädlichen Auswirkungen von hohen Temperaturen vorzubeugen“, so Drese.

Hitze sei laut Drese eines der größten durch die Umwelt verursachten Gesundheitsrisiken in Deutschland geworden. „Heiße Temperaturen schränken nicht nur die Leistungsfähigkeit ein, sie können zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen“, macht Drese deutlich. Spürbare Erschöpfungserscheinungen bis hin zum Hitzeschlag mit tödlichen Folgen stellten vor allem für ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und Säuglinge ein Risiko dar.

Um hitzebedingte Sterbefälle besser zu überwachen, hat das Robert-Koch-Institut im vergangenen Jahr erstmals einen wöchentlichen Bericht zur hitzebedingten Mortalität etabliert. „Die Auswertung hat deutschlandweit 3.200 hitzebedingte Sterbefälle festgestellt. Die große Mehrheit der Betroffenen waren Personen im Alter von 75 Jahren oder älter“, fasst Drese zusammen.

Als Bundesland mit einem hohen Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung sei ein eigener Hitzeschutzplan für Mecklenburg-Vorpommern daher folgerichtig. „Der Hitzeschutzplan soll sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Kommunen und Einrichtungen Präventionsmaßnahmen bündeln“, kündigt die Ministerin an.

Drese verweist darüber hinaus auf individuelle Möglichkeiten, der Hitze entgegenzuwirken: „Vor allem sollten gefährdete Menschen körperliche Aktivitäten und ihre Erledigungen möglichst in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.“

Im Zuge des Erstellungsprozesses des Hitzeschutzplans für Mecklenburg-Vorpommern arbeitet das Gesundheitsministerium mit den kommunalen Gesundheitsämtern zusammen. So ist unter anderem am 4. September 2024 eine Veranstaltung im Landkreis Nordwestmecklenburg zur Vorsorge bei extremen Hitzeereignissen mit verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens geplant. „Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Landkreis für die Initiative bei diesem wichtigen Thema“, betont Drese.

Aktionstag Nachhaltigkeit im Erfurter Hirschgarten

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Erfurt. Am Freitag, den 7. Juni 2024 findet von 12 bis 19 Uhr der Aktionstag Nachhaltigkeit im Hirschgarten Erfurt statt. Unter dem Motto „Stadt im Wandel“ stellt sich ein Bündnis aus Vereinen und Initiativen der nachhaltigen Entwicklung vor, informiert und lädt zum Mitmachen ein.

„Wir wollen ganz praktisch zeigen, wie sich die Stadt nachhaltig wandeln lässt“, so der zuständige Beigeordnete für Sicherheit, Umwelt und Sport, Andreas Horn. „Es ist beachtlich, wie viele Erfurterinnen und Erfurter mutig vorangehen und sich für ein nachhaltiges Erfurt einsetzen. Viele davon im Ehrenamt“, betont Horn weiter.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet neben verschiedenen Informations- und Aktionsständen ein buntes Bühnen- und Rahmenprogramm mit Poetry Slam, Lachyoga und Musik. Höhepunkte sind die offizielle Eröffnung um 14 Uhr mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein sowie die Auslobung des Nachhaltigkeitspreises durch die Stadt Erfurt und die Stadtwerke Erfurt. Zum Abschluss, um 18 Uhr, erfolgt die Präsentation der einzelnen Workshopergebnisse. Gemeinsam sollen im Rahmen der Veranstaltung unter anderem Soundcollagen und ein Gemeinschaftsgemälde unter dem Titel „Zukunftsmut“ entstehen.

Bereits seit mehr als 20 Jahren organisieren die Bürgerstiftung Erfurt und der Bereich Nachhaltigkeitsmanagement der Stadtverwaltung gemeinsam den Aktionstag Nachhaltigkeit „Stadt im Wandel“. Ziele der Veranstaltung sind praktische Erfahrung nachhaltiger Lebensweisen, die Vorstellung themenbezogener Zukunftsprojekte und Informationen zur lokalen Umsetzung der weltweit verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele. „Das geschieht auf ganz unterschiedlichen Wegen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich zu informieren, sich aber auch auszuprobieren und einfach eine gute Zeit im Hirschgarten zu verbringen“, so Andreas Horn.

Bühnenprogramm

14:00 Uhr: Offizielle Eröffnung mit dem Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Auslobung des Nachhaltigkeitspreises

14:30 Uhr: Audiovortrag „Soziale Nachhaltigkeit“ – Manoni

14:45 Uhr: Vortrag „Der Garten in uns“ – Christiane Nienhold

15:00 Uhr: „Sound of Sustainability“ – Audiokompositionen mit EFA (Elektrisches Frequenz Arrangement)

15:30 Uhr: Musik mit Friederike Tee – Liedermacherin

16:00 Uhr: Lachyoga-Session „Lach dich stark“ – Erfurter Lachclub & Zentrum für Gewaltfreie Kommunikation Thüringen e.V.

16:30 Uhr: Poetry Slam zum Thema „Nachhaltigkeit“ – Damian

17:00 Uhr: Open Mic Session: Künstlerinnen und Künstler zeigen, wie man mit Beatbox, Freestyle Hip Hop zeigt, wie man ohne Instrumente und Text ortsunabhängig Musik macht

17:30 Uhr: Musik mit AGAPE` – Hip-Hop mit Herz und Liebe zum Detail

18:00 Uhr: Präsentation der Workshopergebnisse und des fertigen Gemeinschaftsgemäldes „Zukunftsmut“ – Weltoffenes Thüringen, Peer Gallus

Abwechslungsreiche Landschaften sorgen für höhere Tier- und Pflanzenvielfalt auf Äckern


Globale Studie liefert neue Erkenntnisse für nachhaltige Landwirtschaft

Intensive Landwirtschaft gilt als eine Ursache des weltweiten Artensterbens. Eine vielfältige Landschaft kann jedoch die Biodiversität auf dem Acker erheblich fördern. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), das Studien aus Europa, Asien, Nord- und Südamerika analysiert hat. Demnach profitieren zahlreiche Wildtier- und -pflanzenarten auf landwirtschaftlichen Feldern von einer vielfältigen Umgebung mit einer hohen Zahl an Feldfrüchten, darunter Vögel, Bienen und andere Nützlinge wie Laufkäfer und Spinnen. Die Untersuchung unter Leitung der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur ist im Fachmagazin Ecology Letters erschienen.

„Die Landschaft wirkt sich auf ein breites Spektrum an Arten aus, von denen viele wichtige Funktionen im Agrarökosystem erfüllen, etwa als Bestäuber oder natürliche Feinde von Schädlingen“, sagt Tierökologin Prof. Dr. Emily Poppenborg Martin von der Justus-Liebig-Universität Gießen, die an der Studie mitgewirkt hat. Eine vielfältige Landschaft könne zum Beispiel mehr Möglichkeiten zur Nahrungssuche, für Nistplätze und als Unterschlupf bieten. „Die Biodiversität unterstützt die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungsmitteln, Energie und Futtermitteln“, sagt Prof. Dr. Poppenborg Martin. „Diesen natürlichen Support für die Landwirtschaft aufrecht zu erhalten, ist eng mit der Frage verknüpft, wie wir Agrarlandschaften weltweit vielfältiger gestalten können.“

Die Erkenntnisse basieren auf einer globalen Meta-Analyse, in der die Forschenden 122 wissenschaftlichen Studien zusammenführten und analysierten. Eingeflossen sind Daten zum Artenreichtum von Wildtieren und -pflanzen auf rund 6.400 landwirtschaftlichen Flächen sowie zur Landschaftsgestaltung in deren Umgebung im Radius von bis zu vier Kilometern. Zu einer abwechslungsreichen Agrarlandschaft trugen einerseits unterschiedliche Feldfrüchte bei wie Getreide, Raps oder Gemüse und andererseits naturnahe Bereiche wie Blühflächen, Ackerrandstreifen, Büsche oder Bäume – und überdies deren Anordnung wie Feldgröße und -zuschnitt. Der Landschaftseffekt war in gemäßigten sowie tropischen/subtropischen Klimazonen und für ein- sowie für mehrjährige Kulturpflanzen zu finden.

„Unsere Studie zeigt auf globaler Ebene: Vielfältige Lebensräume in Agrarlandschaften sind für die Biodiversität äußerst wichtig – beispielsweise Äcker mit unterschiedlichen Kulturpflanzen sowie auch andere Flächen, die nicht dem Anbau dienen, wie Ackerrandstreifen oder Blühstreifen“, sagt NTU-Forscherin und Associate Professor Eleanor Slade. „Wenn sich politische Entscheidungstragende, Landverwaltende und Naturschützende für vielfältige Kulturpflanzenbestände und Landschaften einsetzen, trägt es zum Schutz der Biodiversität bei und damit auch zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.“

„Unsere Forschungsergebnisse weisen einen Weg, wie landwirtschaftlich-ökonomische Ziele besser mit Nachhaltigkeits- und Umweltschutzinteressen in Einklang zu bringen sind“, sagt NTU-Doktorand und Studienautor Tharaka S. Priyadarshana. Während gängige Strategien zum Biodiversitätsschutz oftmals die Nutzung einschränkten oder gar die Stilllegung einzelner Flächen bedeuten, biete ein ganzheitlicher landschaftlicher Ansatz Spielräume für die Landwirtschaft und eine praktikable Alternative. „Ein landwirtschaftlicher Betrieb, der auf einer Mischung aus unterschiedlichen Feldfrüchten sowie naturnahen Flächen setzt, kann dadurch einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten.“

Originalpublikation:
T. S. Priyadarshana, E. A. Martin et al. (2024) Crop and landscape heterogeneity increase biodiversity in agricultural landscapes: A global review and meta-analysis, Ecol Letters Vol. 27, Issue 3, e14412, https://doi.org/10.1111/ele.14412

So will Chemnitz mit der Hitze umgehen

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  • Bundesweiter Hitzeaktionstag am 5. Juni
  • Fachteil Hitze des Hitzeaktionsplans wird veröffentlicht
  • Stadtplan für heiße Tage

Chemnitz. Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstages am 5. Juni informiert das Umweltamt der Stadt Chemnitz über den Stand des Hitzeaktionsplans. Dieser wird erstellt, um besonders vulnerable Gruppen der Stadtbevölkerung zu schützen. Der Hitzeaktionsplan besteht aus einem Fachteil Hitze und einem Maßnahmenteil. Der Fachteil Hitze ist die Voraussetzung, um das zweite Arbeitspaket mit gezielten Maßnahmen zu beginnen.

Die zunehmende Hitzebelastung ist eine der zentralen Herausforderungen, denen sich die Stadt Chemnitz stellen muss. Um gezielte Hitzeschutzmaßnahmen zu entwickeln und deren Umsetzung im Stadtgebiet richtig zu priorisieren, veröffentlicht das Umweltamt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Prävention und Gesundheit nun den Fachteil Hitze. (Datei zum Download unter Hitze in Chemnitz)

Der Fachteil gibt Hintergrundinformationen zur Auswirkung von Hitze auf die menschliche Gesundheit, wertet die aktuellen klimatischen Entwicklungen für Chemnitz aus und zeigt auf, welche Stadtteile besonders wärmebelastet sind.

Begleitend zu diesem Fachteil wird die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zum Thema Hitze verstärkt. Unter www.chemnitz.de/hitze sind die wichtigsten Verhaltenstipps bei Hitze, die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes, Informationen für besonders hitzegefährdete Bevölkerungsgruppen sowie Informationen zu Refill-Stationen und Trinkbrunnen zu finden.

Außerdem zeigt ein interaktiver „Stadtplan für heiße Tage“ u. a. Orte für eine Abkühlung auf. (siehe Stadtplan für heiße Tage)

Als städtebauliche Maßnahmen entstehen z. B. neue Trinkbrunnen im Konkordiapark, im Küchwald und auf dem Brühl. Der Park Morgenleite wird neugestaltet mit einem integrierten Wasserspielplatz. Beim Ausbau des Chemnitzer Modells werden Rasengleise verwendet und Schulen werden mit Außenverschattungen nachgerüstet.

Im geplanten Maßnahmenteil des Hitzeaktionsplans werden dann die Maßnahmen priorisiert und mit Zeithorizont hinterlegt. In Gesprächsrunden mit besonders betroffenen Akteursgruppen, z. B. Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas sollen gemeinsam relevante Maßnahmen identifiziert werden.

Maßnahmen für eine hitzeresiliente Stadt gehen jedoch über die Kommunikationsmaßnahmen im Akutfall oder langfristig angelegte städtebauliche Maßnahmen hinaus: Sie umfassen auch Schulungen für Personal von sozialen Einrichtungen und Umweltbildungsangebote von Kindern und Jugendlichen spezifisch zum Thema klimaangepasste Stadtentwicklung. Mit den Projekten Minecraft und der Klima-Rallye hat die Stadt Chemnitz im Rahmen des Projektes INTERLACE zielgruppengerechte Projekte entwickelt.

Bundesweiter Hitzeaktionstag

Der bundesweite Hitzeaktionstag appelliert an die Kompetenzen verschiedener Akteur:innen, denn Hitzeschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Bund, Länder und Kommunen sind hier in der Verantwortung, wie auch Personen, die mit besonders hitzegefährdeten Gruppen zusammenarbeiten.

Schließlich kann jede/r für sich effektive Vorsorgemaßnahmen bei Hitze treffen, um sich und seine Angehörigen zu schützen.

Weitere Informationen zum Thema Hitze:
www.chemnitz.de/hitze

Info-Veranstaltung „i2030-Korridor: Prignitz-Express / Velten“ in Velten

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Ostprignitz/Velten. Das Projekt „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ plant den Ausbau der Schieneninfrastruktur für den Regionalverkehr und der S-Bahn in der Region für die kommenden Jahre. Im i2030-Korridor Prignitz-Express / Velten soll der Ausbau in mehrere Stufen erfolgen. Der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH lädt Sie herzlich zur kommenden Infoveranstaltung ein, um Ihnen einen Überblick zum Stand der Planungen zu geben und den zukünftigen Ausbau des Fahrplanangebots vorzustellen.

Datum und Uhrzeit: Dienstag, 11. Juni 2024 von 17 bis 20 Uhr

Ort: Ofen-Stadt-Halle Velten Katersteig 3, 16727 Velten (in der Nähe des Bahnhofs Velten)

Als Ansprechpartner stehen Ihnen i2030-Vertreter*innen der Länder Berlin und Brandenburg, der Deutschen Bahn und des VBB zur Verfügung. Wir bitten um vorherige Anmeldung.

Bei Interesse bitte das Anmeldeformular (externer Link) nutzen. Darüber hinaus können Sie die Veranstaltung hier online als Livestream (externer Link) verfolgen. In beiden Fällen ist es möglich, im Anschluss des Vortrages Fragen an die Projektpartner zu stellen.

Polizeirevier Dessau: Was haben der Fall Oury Jalloh und der Fall Rose gemein?

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Dessau. Vor 26 Jahren starb Hans-Jürgen Rose. Nun kommt heraus: Sein Tod könnte in Verbindung mit dem Polizeirevier stehen, das Jahre später wegen des Todes von Oury Jalloh bekannt wurde. Roses Hinterbliebene haben nun vier Polizisten angezeigt. Der Familienvater Hans-Jürgen Rose liegt Anfang Dezember 1997 unweit des Polizeireviers Dessau auf dem Gehweg. Im T-Shirt, ohne Jacke, schwerstverletzt. Er ist zu diesem Zeitpunkt wohl bereits querschnittsgelähmt und erliegt am nächsten Tag seinen Verletzungen. Sein Tod ist bis heute nicht aufgeklärt. Seine Verletzungen deuten auf einen Gewaltexzess hin. Polizisten hatten den 36-Jährigen wegen Alkohol am Steuer mit aufs Revier genommen. Laut Akten verließ er dieses noch in der Nacht unversehrt.

Seinen Leichnam untersuchte damals Rechtsmedizinerin Uta Romanowski. Ihr Bericht zeigt: Rose wurde vor allem auf den Rücken, das Gesäß und die unteren Gliedmaßen geschlagen. Die querförmig verlaufenden Blutergüsse passen zu Schlagstöcken, sagt Romanowski heute. „Das alles insgesamt stellte sich als Bild einer Misshandlung dar.“ Es liege eine gutachterliche Äußerung von ihr vor, dass ein Polizeiknüppel dafür geeignet gewesen wäre.

Kontraste ist das kritische Magazin aus Berlin. Kontraste bringt Gegensätze auf den Punkt. Keine Politikerphrasen, kein Infotainment: Das Magazin geht den Dingen auf den Grund, neugierig und mit sorgfältiger Recherche. Kontraste deckt Hintergründe auf, erklärt Zusammenhänge und bezieht Stellung. Kontraste steht für seriöse Information des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: investigativ, analytisch, kritisch.

Festival feiert 20 Jahre Adern von Jena

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Jena. Den 20. Jahrestag der „Adern von Jena“ feiern Stadt und Stadtwerke Jena mit einem vielseitigen Festival rund um Jenas künstlerisch gestaltete Fernwärmeleitungen. Herzlich eingeladen sind alle Wegbegleiter und Interessierten, um die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung des Projektes zu würdigen. Die Veranstaltung bietet ein buntes Programm aus Ausstellung, Expertengesprächen und Feierlichkeiten.

Eröffnungsveranstaltung: Am Mittwoch, 12. Juni, beginnt das Festival um 19 Uhr mit der feierlichen Vernissage der Ausstellung „Perspektiv-Wechsel – Best-of-Adern von Jena“. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl der besten Fotografien aus einem Jubiläums-Fotowettbewerb, bei dem lokale Hobbyfotografen ihre Blickwinkel auf die Fernwärmeleitungen zeigen. Die Gäste sind herzlich dazu eingeladen, ihre Lieblingsbilder zu wählen und über die ansprechendsten Orte entlang der Fernwärmerohre abzustimmen.

Fachvorträge und Diskussionen: Der Donnerstag, 13. Juni, steht im Zeichen der zukünftigen Rolle der Fernwärmeversorgung in Jena. Ab 19 Uhr präsentieren Experten der Stadtwerke Jena die Pläne für den Ausbau der Fernwärmeinfrastruktur als Grundpfeiler für eine effiziente und sozial verträgliche Wärmewende. Außerdem werden sowohl die Herausforderungen als auch Lösungsansätze vorgestellt, die die Fernwärmeversorgung der Stadt nachhaltig und klimaneutral gestalten sollen.

Kulturelles Rahmenprogramm und Party: Zum Abschluss des Festivals findet am Freitag, 14. Juni, ab 19 Uhr eine große Abschlussparty statt. Diese feiert die Kreativität und das Engagement aller Beteiligten der letzten 20 Jahre. Mit Live-Musik, Tanz und einer Preisverleihung für die besten Fotobeiträge wird der kulturelle Wert der „Adern von Jena“ zelebriert.

Kostenloser Eintritt und Einladung zur aktiven Teilnahme: Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des Festivals im Stadtlab ist frei. Das Team der Adern von Jena lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv einzubringen und ihre Vorschläge und Visionen zur weiteren Gestaltung und Nutzung der Fernwärmetrasse zu teilen.

Hintergrundinformation: Seit 2004 rücken im Rahmen der Initiative „Adern von Jena“ die Partner Stadtwerke und Stadt Jena sowie JenaKultur den oberirdischen Teil der Jenaer Fernwärmetrasse mit Kunstaktionen, Veranstaltungen und Landschaftsgestaltung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die meist grün gefärbten Rohre erstrecken sich auf 12 Kilometern vom Jenaer Paradies über Winzerla und Göschwitz bis nach Lobeda. Was als studentisches Experiment der Bauhaus-Universität Weimar begann, ist mit inzwischen über 22 sichtbaren Projekten an den Fernwärmeleitungen fester Bestandteil des Jenaer Stadtbildes. Bisher engagiert sich im Rahmen der einzelnen Projekte mehr als 900 Menschen und rund 40 Institutionen an und auf den Fernwärmeleitungen.

Start der Hitzeschutzkampagne 2024 für Potsdam

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Potsdam. In diesem Jahr stehen vor allem die Kinder im Fokus. UV- und Hitze-Schutz spielen gerade beim Nachwuchs eine wichtige Rolle, denn deren Haut ist gegenüber Sonnenstrahlung besonders empfindlich und langhaltende Hitze kann gefährliche Auswirkungen für den kindlichen Körper haben.

Ziel ist es, Kids und Eltern für das Thema zu sensibilisieren. So hat der Öffentliche Gesundheitsdienst unter anderem Infomaterialien erstellt:

👉Hitzi – das coole Hitzeheft für Hitzehelden
👉Wimmelbild zu den Themen Hitze und UV-Strahlung
👉Flyer für Eltern mit Tipps und Hinweisen

Zusätzlich bieten die Kolleginnen und Kollegen vom Kinder- und jugendärtzlichen Dienst Weiterbildungen für Erzieherinnen und Erzieher an.

Im Zusammenarbeit mit dem Nano Potsdam wurden passende Exponate und ein Workshop für Schulklassen und Kitagruppen entwickelt.

❗Tipp: Weitere Infos und alle oben genannten Materialien gibt es zum Download unter www.potsdam.de/hitze.

10. Schreibnacht an der Bauhaus-Universität in Weimar

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Terminhinweis: 13. Juni, von 18 bis 24 Uhr

Weimar. Jährlich im Juni kommen Schreibinteressierte in der Universitätsbibliothek zusammen, um sich gemeinsam mit Expert*innen über die Tiefen der Recherche, Leseerlebnisse oder Schreibblockaden auszutauschen. Mit neuem Namen und frischem Design blickt die »Schreibnacht« nach zehn Jahren und über 300 Angeboten zurück zu den Anfängen des Schreibens.

Unter dem Motto »Rewind« widmet sich die 10. Schreibnacht der Bauhaus-Universität Weimar am 13. Juni, von 18 bis 24 Uhr insbesondere dem Scheitern als Teil des Schreibprozesses. Die Teilnahme an allen Angeboten ist kostenfrei, Universitätsmitglieder wie auch Gäste sind herzlich eingeladen.

Eröffnet durch Universitätspräsident Prof. Peter Benz startet die Nacht mit der vielfach prämierten Schriftstellerin Nancy Hünger, Alumna des Studiengangs Freie Kunst der Bauhaus-Universität Weimar und Leiterin des »Studio Literatur und Theater« der Universität Tübingen. In ihrer Keynote »Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern. Eine Versuchsanordnung« spricht sie über das gewöhnliche, das produktive und das notwendige Scheitern beim Schreiben. Der Vortrag und das anschließende Gespräch von Dr. Manuela Klaut, Professur Kunst und Kulturgeschichte, mit Nancy Hünger werden mittels KI-Technologie live und simultan ins Englische übersetzt.

Passend dazu findet im Anschluss der Slam »Erfolgreich scheitern: Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis« statt. Verschiedene Akteur*innen aus dem universitären Umfeld erzählen mit einem Augenzwinkern von ihren ganz persönlichen Momenten des Scheiterns. Wer mit dabei ist, entnehmen Sie der Webseite: www.uni-weimar.de/schreibnacht

Erstmalig im Programm gibt es Angebote zum Drehbuchschreiben, zum Umgang mit ›falschen Freunden‹ in der englischen und deutschen Sprache oder zur psychedelischen Literatur. Aktiv geschrieben wird unter anderem in der Schreibwerkstatt »Word’s don’t come easy – Künstler*innen schreiben« und bei dem Workshop »Zukünfte schreiben mit KI«, in dem das in der Bauhaus-Forschungswerkstatt entwickelte KI-gestützte Schreibtool »Futuring Machines« zum ersten Mal ausprobiert werden kann. Natürlich muss auf Evergreens wie das »Comma Chameleon« oder die Führung durch die sonst im Verborgenen bleibenden Bibliotheksmagazine nicht verzichtet werden. Die studentische Lesung »Open Mic« präsentiert zu späterer Stunde zum dritten Mal poetische Werke von Studierenden.

Wer mehr über die Ausstellung »Gildenhall 1921–2024: Siedlungskultur am Ruppiner See. Arbeiten Wohnen Leben« erfahren möchte, hat beim Rundgang mit Michael Siebenbrodt letztmalig die Chance dazu. Daneben fehlt es nicht an weiteren Austauschmöglichkeiten, sei es beim PhD meet&greet, bei dem Promovierende und Postdocs über ihre Publikationserfahrungen sprechen oder an den Stationen der »Bauhaus Gamesfabrik«, dem »ILLUMULUS« sowie den beiden studentischen Initiativen »LUCIA Verlag« und »Schreibhaus«.

Die einzigartige Atmosphäre der Schreibnacht wird in diesem Jahr auf eine ganz besondere Art und Weise eingefangen: Im Foyer werden live drei Podcast-Folgen unter anderem mit Nancy Hünger und Dr. Simon Frisch, Vizepräsident für Lehre und Lernen, aufgezeichnet. Weitere Hörstücke gibt es im Audimax, wie das neu überarbeitete und erstmals öffentlich präsentierte Hörspiel »Barbara Millicent Roberts spielt nicht mehr mit«, das im Kulturstadtjahr 1999 von Studierenden produziert wurde.

Für kleine Energie-Nachschübe zwischendurch ist gesorgt. Aufgrund der begrenzten Plätze wird eine Anmeldung für die Workshops empfohlen. Das gesamte Programm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie unter: www.uni-weimar.de/schreibnacht

Schreibnacht

13. Juni 2024 | 18 bis 24 Uhr
Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar
Steubenstraße 6, 99423 Weimar