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Der Einsturz des Roten Turms in Jena am 7. August 1995

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Der Einsturz des Roten Turms in Jena am  7. August 1995 war ein tragisches und bemerkenswertes Ereignis in der Geschichte der Stadt. Der Rote Turm, ein bedeutendes historisches Bauwerk, wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung errichtet. Mit seiner beeindruckenden Höhe und architektonischen Schönheit war er über Jahrhunderte hinweg ein Wahrzeichen von Jena.

Vorgeschichte und Baugeschichte
Der Rote Turm diente im Mittelalter als Wachturm und später als Gefängnis. Über die Jahrhunderte hinweg wurden verschiedene bauliche Veränderungen und Restaurierungen vorgenommen, um den Turm zu erhalten. Er überstand Kriege und Naturkatastrophen und war ein Symbol der Beständigkeit und Geschichte der Stadt. In den 1990er Jahren jedoch zeigten sich zunehmende strukturelle Probleme, die auf jahrelange Vernachlässigung und unzureichende Wartung zurückzuführen waren.

Der Einsturz
Am 7. August 1995 ereignete sich das Unglück: Der Rote Turm stürzte plötzlich ein. Der Einsturz geschah in den frühen Morgenstunden. Bei diesem Unglück kamen vier Bauarbeiter ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Der Kollaps des Turms war ein großer Schock für die Bürger von Jena und zog eine umfangreiche Diskussion über den Erhalt historischer Bauwerke nach sich.

Ursachen
Die Ursachen des Einsturzes wurden gründlich untersucht. Es stellte sich heraus, dass die jahrzehntelange Vernachlässigung und unzureichende Restaurierungsarbeiten entscheidend zum Verfall des Bauwerks beigetragen hatten. Zudem wurden strukturelle Schwächen in der Bausubstanz festgestellt, die durch die Belastung der Jahrhunderte entstanden waren. Die Kombination aus mangelnder Wartung und baulichen Defiziten führte letztlich zum Zusammenbruch des Turms.

Reaktionen und Folgen
Der Einsturz des Roten Turms führte zu intensiven Debatten über den Denkmalschutz und die Pflege historischer Bauwerke in Jena und darüber hinaus. Viele Bürger waren schockiert und traurig über den Verlust eines so bedeutenden Teils ihrer städtischen Geschichte. In der Folge wurden verstärkte Anstrengungen unternommen, um die verbleibenden historischen Strukturen der Stadt besser zu schützen und zu erhalten.

Wiederaufbaupläne
Nach dem Einsturz gab es zahlreiche Diskussionen und Pläne zum Wiederaufbau des Roten Turms. Verschiedene Ideen und Entwürfe wurden vorgeschlagen, um das historische Erbe des Turms zu bewahren und gleichzeitig moderne Sicherheitsstandards zu gewährleisten. In den Jahren 1999–2000 wurde der Turm mit einem Auftragsvolumen von 1,3 Millionen Euro in historischem Erscheinungsbild wieder aufgebaut.

Bedeutung für die Stadt Jena
Der Rote Turm bleibt trotz seines Einsturzes ein symbolträchtiges Bauwerk in der Erinnerung der Bürger von Jena. Sein Schicksal ist ein eindringliches Beispiel für die Notwendigkeit, historische Bauten sorgfältig zu pflegen und zu schützen. Der Einsturz des Roten Turms hat das Bewusstsein für den Wert und die Fragilität des kulturellen Erbes geschärft und zu verstärkten Bemühungen geführt, die verbliebenen historischen Strukturen der Stadt zu bewahren.

Fazit
Der Einsturz des Roten Turms in Jena im Jahr 1995 war ein tragisches Ereignis, das die Stadt und ihre Bürger tief bewegte. Es zeigte die Bedeutung und zugleich die Fragilität historischer Bauwerke auf und führte zu einer verstärkten Diskussion über Denkmalschutz und Bauwerkserhaltung. Die Geschichte des Roten Turms bleibt ein Mahnmal dafür, wie wichtig es ist, unser kulturelles Erbe zu bewahren und zu schützen.

Franken-Thüringen-Express (FTX) neu auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt

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• DB-Regio-Züge mit 190 Kilometern pro Stunde zwischen Bayern und Thüringen unterwegs
• Mehr Kapazität, besseres Angebot, neue Reisemöglichkeiten nach Nord und Süd

München/Erfurt. Der schnellste länderverbindende Regionalzug Deutschlands nimmt zwischen Bayern und Thüringen Fahrt auf. Der Franken-Thüringen-Express (FTX) der Deutschen Bahn (DB) startet zum kleinen Fahrplanwechsel am 9. Juni auf Bestellung der beiden Freistaaten Bayern und Thüringen mit modernen Siemens-Neufahrzeugen und Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 190 Kilometern pro Stunde auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt. Bisher fahren auf dem Nordabschnitt der VDE 8.1, so die Bezeichnung dieser Neu- und Ausbaustrecke, ausschließlich Fernverkehrszüge.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und Heiko Büttner, der DB-Konzernbevollmächtigte in Bayern, haben gemeinsam mit Karl Blaim, Geschäftsführer Siemens Mobility, heute auf dem Zukunftsbahnhof in Coburg das Startsignal für den schnellen Regio-Zug gegeben und ihn auf seine erste Reise in die thüringische Hauptstadt geschickt. In Erfurt begrüßte die Thüringer Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij den neuen Expresszug.

Die neue Linie RE 29 (Nürnberg – Bamberg – Coburg – Erfurt) ist die erste umsteigefreie Nahverkehrsverbindung zwischen der fränkischen Metropole Nürnberg und der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Die Reisenden gelangen mit der neuen Linie RE 29 in 1 Stunde 53 Minuten von Nürnberg nach Erfurt. Damit sparen sich Nahverkehrsfahrgäste zwischen den beiden Zentren rund die Hälfte der Zeit gegenüber bisher ein.

Noch eindrucksvoller ist der Zeitgewinn für die Fahrgäste zwischen Coburg und Erfurt. Dort beträgt die Fahrzeit nun 36 umsteigefreie Minuten im Regionalverkehr. Bis dato benötigten Fahrgäste im Schienenpersonennahverkehr bei einer Fahrt zwischen diesen beiden Städten etwas mehr als drei Stunden und zwei Umstiege.

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr:
„Das neue Angebot ist ein Kracher und wird sicher klasse ankommen – alleine schon durch die Nutzbarkeit mit den günstigen und einfachen Nahverkehrstarifen wie dem Deutschlandticket. Das freut vom Pendler über den Ausflügler bis sogar hin zum Geschäftsreisenden jeden Fahrgast. Deshalb sind die Mittel der beiden Freistaaten für die neue Linie richtig gut angelegt. Ganz besonders freue ich mich, dass wir damit ein wichtiges Verkehrsprojekt Deutsche Einheit nun noch mehr mit Nahverkehrsleben füllen und sich damit zeigt, dass diese von früheren Bundesregierungen vorangetriebene Hochgeschwindigkeitsstrecke auch für den Nachbarschaftsverkehr und die Standortqualität gerade von Regionen wie Coburg ungemein lohnend ist. Damit wird die VDE 8.1 ein noch besseres Erfolgsmodell!“

Susanna Karawanskij, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft: „Arbeiten in Erfurt, Feierabend in Coburg, zum Wochenende Konzertbesuch in Nürnberg – und alles mit dem Regionalverkehr? Mit dem Start des Franken-Thüringen-Express am 9. Juni ist genau dies möglich, Regionalverkehr ist jetzt fast so schnell wie der ICE. In 36 Minuten fahren die neuen Züge von Erfurt nach Coburg, in knapp zwei Stunden nach Nürnberg – und das zu günstigen Preisen, sogar auch mit dem Deutschlandticket. Komfortables, umweltfreundliches und preiswertes Reisen ohne Stau wird mehr und mehr Wirklichkeit, WLAN, modernste Fahrgastinformationen und reichlich Fahrradstellplätze inklusive. Durch den Franken-Thüringen-Express rücken unsere Regionen enger zusammen, zählen fast zur Heimat, auch Südthüringen profitiert von den schnelleren Verbindungen – und dafür danke ich ganz besonders der Bayerischen Eisenbahngesellschaft für das starke Engagement.“

Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern:
„Mit dem Start des Franken-Thüringen-Express auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt beginnt ein neues Kapitel im länderübergreifenden Schienenpersonennahverkehr zwischen Bayern und Thüringen. Die erste direkte Verbindung im Nahverkehr zwischen Nürnberg/Coburg bis Erfurt ist ein Quantensprung. Die neuen sechsteiligen Fahrzeuge bieten jeden Tag 3.000 Sitzplätze mehr. Auf der reisestarken Strecke Nürnberg-Bamberg profitieren unsere Fahrgäste davon besonders. Den Menschen in Nordfranken können wir nun ein noch besseres und deutlich erweitertes Angebot im Nahverkehr bieten – mit vielen Reisemöglichkeiten nach Nord und Süd.“

Karl Blaim, Geschäftsführer, Siemens Mobility: „Wir freuen uns sehr, der Deutschen Bahn zum Fahrplanwechsel unsere sechsteiligen Desiro-HC-Züge zu übergeben. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 190km/h gehören sie zu den schnellsten Regionalzügen Deutschlands. Sie fahren nicht nur sicher mit modernem European Train Control System (ETCS), sie bieten auch höchsten Komfort z.B. durch Hochfrequenzscheiben für besseren Mobilfunkempfang, ein modernes Fahrgastinformationssystem und Platz für bis zu 60 Fahrrädern.“

Der neue Desiro-HC: Mit Highspeed auf der VDE 8.1

Siemens Mobility hat eigens für den Einsatz auf der VDE 8.1 acht sechsteilige Desiro-HC-Doppelzüge neu konstruiert. Die Neufahrzeuge flitzen mit Highspeed über die Strecke, sie sind druckdicht für Zugbegegnungen im Tunnel und verfügen über das moderne European Train Control System (ETCS), die Zukunft der Leit- und Sicherungstechnik auf Deutschlands Schienen. Wie die 18 vierteiligen Desiro-HC-Fahrzeuge, die für den FTX bereits im Dezember an den Start gegangen sind, verfügen die neuen Sechsteiler über WLAN, Infodisplays, große Mehrzweckräume und mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben. 634 Fahrgäste und bis zu 60 Fahrräder finden in den neuen Zügen Platz.

Öfter und schneller – neue Reisewege, auch mit dem Deutschland-Ticket
Mit dem kleinen Fahrplanwechsel profitieren die Menschen in Nordbayern von weiteren Verbesserungen – vor allem im Raum Coburg. So fahren nun doppelt so viele schnelle Züge ohne Umstieg von Coburg und Sonneberg nach Nürnberg (RE 19), zwischen Coburg und Nürnberg sind somit täglich 16 Züge je Richtung unterwegs. Dadurch ergeben sich schnellere Reisewege, zum Beispiel von Coburg in die Landeshauptstadt München. Die fünf Zugpaare der Linie RE 29 ergänzen die ICE-Anbindung Coburgs zu einem Zweistundentakt nordwärts. Reisende kommen so öfter und schneller zum Beispiel nach Berlin oder Frankfurt.

Zum letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2023 hatte die DB bereits 18 vierteilige Desiro-HC-Züge beim Franken-Thüringen-Express in Betrieb genommen und damit täglich einen durchgehenden Halbstundentakt zwischen Nürnberg und Bamberg ermöglicht.

5 Millionen Euro Euro für den Katastrophenschutz in MV

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Schwerin. Das Land stärkt den Katastrophenschutz in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir werden die Katastrophenschutzbehörden dabei unterstützen, in der Krisenbewältigung noch besser zu werden. Ich bin dem Landtag dankbar, dass dieser im Nachtragshaushalt 2023 für diesen Bereich fünf Millionen Euro im Härtefallfonds zugestimmt hat“, sagt Landesinnenminister Christian Pegel in Schwerin und:

„Ein leistungsfähiger Katastrophenschutz ist das Fundament, um die kritische Infrastruktur zu sichern und Bürgerinnen und Bürger im Krisenfall zu schützen. Daher haben wir uns in enger Abstimmung mit allen im Katastrophenschutz verantwortlichen Akteuren entschieden, allein eine Million Euro zur Verbesserung der Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzbedingungen für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bereitzustellen.“

Beschlossen wurde dies gemeinsam mit den unteren Katastrophenschutzbehörden (Landkreise und kreisfreien Städte) sowie den im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst. Darüber hinaus sollen in vielfältigen Szenarien einsetzbare Gerätewagen für die Verpflegung beschafft werden.

„Wir haben in den unterschiedlichsten Krisen und Katastrophen, wie dem Waldbrand bei Lübtheen oder der Coronavirus-Pandemie, erlebt, dass die Unterstützung unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte unersetzlich ist. Mit dieser Unterstützung wollen wir als Land unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen und dieses enorm wichtige Ehrenamt weiter fördern und damit letztlich auch die personelle Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutzes sicherstellen“, so Christian Pegel.

Mit der Unterzeichnung einer die genauen Beschaffungen enthaltenen Vereinbarung durch den Innenminister sowie die gesetzlichen Vertreter der Landkreise und kreisfreien Städte wurde nunmehr die Grundlage für die Auszahlung der entsprechenden Zuwendungen geschaffen. Da wirksamer Bevölkerungsschutz nur durch Kooperation aller staatlichen Ebenen und Institutionen zu erreichen ist, wird – wie schon beim Sirenenprogramm des Bundes – eine Verwaltungsvereinbarung, anstelle der sonst üblichen Förderbescheide für die Auszahlung veröffentlicht.

Kontrollen an allen deutschen Grenzen wegen Fußball-EM ab sofort

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Berlin.  Ab heute kann die Bundespolizei die vorübergehenden Kontrollen an allen deutschen Grenzen vornehmen, die Bundesinnenministerin Nancy Faeser aufgrund der hohen Sicherheitsvorkehrungen für die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland angeordnet hat. Diese Kontrollen erfolgen auch an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich und den Benelux-Staaten, an denen bisher keine Grenzkontrollen stattfanden. Außerdem können Reisende aus dem Schengen-Raum auch im Flugverkehr und in Häfen kontrolliert werden. Diese Kontrollen finden lageabhängig und flexibel statt.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Wir freuen uns sehr auf die Fußball-Europameisterschaft bei uns in Deutschland. Die Sicherheit hat dabei höchste Priorität. Wir wappnen uns mit maximalem Einsatz der Sicherheitsbehörden gegenüber allen denkbaren Gefahren. Unser Fokus reicht von der Bedrohung durch islamistischen Terror, über Hooligans bis hin zu Cyberangriffen. Die Bundespolizei wird die deutschen Grenzen, Flughäfen und den Bahnverkehr schützen. Ab heute kann die Bundespolizei Grenzkontrollen an allen deutschen Grenzen vornehmen. Damit wollen wir vor allem Gewalttäter früh erkennen und stoppen. Der Bundespolizei bin ich für den großen Kraftakt sehr dankbar. Unsere flexiblen und vorübergehenden Kontrollen werden dabei den Reiseverkehr und Pendlerinnen und Pendler so wenig wie möglich belasten. Wir konzentrieren uns auf die Kontrollen, die für die Sicherheit erforderlich sind.“

Die vorübergehenden Binnengrenzkontrollen sind ein Bestandteil der umfassenden Sicherheitsvorkehrungen der Polizeien des Bundes und der Länder, um etwaige aus dem Ausland wirkende Gefahren abzuwehren. Insbesondere sollen möglicherweise anreisende Gewalttäter früh erkannt und gestoppt werden. Vorübergehende Grenzkontrollen sind dafür ein effektives Mittel.

Die temporären Kontrollen an allen deutschen Schengen-Binnengrenzen sind auf EU-Ebene bis zum 19. Juli 2024 notifiziert. Sie werden sich insbesondere an Lageerkenntnissen und grenzpolizeilicher Erfahrung orientieren. Umfang und Intensität werden lageabhängig, d.h. auch räumlich und zeitlich flexibel, sein und sich auf das für die Sicherheit notwendige Maß beschränken. Beeinträchtigungen für den grenzüberschreitenden Verkehr werden nicht über das für die Sicherheit erforderliche Maß hinausgehen. Alle Reisenden werden gebeten, gültige Reisedokumente beim Grenzübertritt mitzuführen.

Weitere Informationen zum Thema Sicherheit bei der Fußball Europameisterschaft:

Die deutschen Sicherheitsbehörden bereiten sich seit Jahren vor, um die Sicherheit zu gewährleisten. Ein internationales Großereignis wie die UEFA EURO 2024 geht mit einer Vielzahl möglicher Bedrohungen einher. Dies betrifft Allgemeinkriminalität wie Taschendiebstähle, aber auch Gewaltdelikte, Cyberangriffe, Desinformation und extremistische und terroristische Bedrohungen.

Neben einem Nationalen Sicherheitskonzept, das die Sicherheitsmaßnahmen auf staatlicher Ebene sowie der Veranstalter im Vorfeld und während des Turniers beschreibt, findet eine intensive Kooperation mit den Sicherheitsbehörden der potenziellen Teilnehmer-, Anrainer- und möglichen Transitstaaten statt. Während des Turniers werden etwa 580 ausländische Polizeikräfte in Deutschland eingesetzt, sowohl im internationalen Polizeikooperationszentrum (siehe unten), als auch bei gemeinsamen Streifen in den Ausrichterstädten sowie im Aufgabenbereich der Bundespolizei, insbesondere im Bahnverkehr.

Das International Police Cooperation Center (IPCC) in Neuss (NRW) bildet das Herzstück der nationalen und internationalen Zusammenarbeit. Hier laufen Informationen zusammen und wird der Einsatz der internationalen Polizeikräfte aus ganz Europa koordiniert.

Neben der Polizei werden tausende Rettungs- und sonstige Einsatzkräfte im Einsatz sein. Die Vorbereitungen erstrecken sich auf unterschiedliche Szenarien wie etwa Hitzewellen, Starkregen oder sonstige Wetterereignisse, aber auch das Zusammenspiel bei allen denkbaren Großschadenslagen. Auf Bundesseite sind sowohl das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) als auch die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ein verlässlicher Partner der polizeilichen und nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr.

Entdecke die majestätische Veste Heldburg in Thüringen

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Die Veste Heldburg, oft auch als „Fränkische Leuchte“ bezeichnet, ist eine beeindruckende Höhenburg im Süden Thüringens, nahe der Grenze zu Bayern. Erbaut auf einem 403 Meter hohen Bergsporn, thront die Burg majestätisch über der Stadt Heldburg und bietet einen atemberaubenden Blick über die umliegenden Landschaften des Heldburger Landes.

Die Geschichte der Veste Heldburg reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, wobei ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1153 datiert ist. Die Burg diente ursprünglich als Schutz- und Verwaltungszentrum und war im Besitz verschiedener Adelsgeschlechter. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach erweitert und umgebaut, insbesondere im 16. Jahrhundert unter den Herzögen von Sachsen. In dieser Zeit entstand der beeindruckende Renaissancebau, der der Burg ihr heutiges Erscheinungsbild verleiht.

Im 19. Jahrhundert erfuhr die Veste Heldburg unter Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen eine weitere bedeutende Umgestaltung. Der Herzog ließ die Burg im Stil des Historismus renovieren und nutzte sie als Sommersitz. Diese Umbauten verliehen der Veste ihr malerisches Aussehen und betonten ihre historische Bedeutung.

Heute beherbergt die Veste Heldburg das Deutsche Burgenmuseum, das im Jahr 2016 eröffnet wurde. Das Museum bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte, Architektur und Kultur der Burgen in Deutschland. Es zeigt die Entwicklung von Burgen von der Frühzeit bis zur Neuzeit und beleuchtet das Leben auf einer Burg aus verschiedenen Perspektiven, darunter Aspekte des Alltagslebens, der Verteidigung und der Repräsentation.

Die Ausstellungen im Deutschen Burgenmuseum sind interaktiv und multimedial gestaltet, was sie sowohl für Erwachsene als auch für Kinder spannend macht. Besucher können historische Rüstungen und Waffen bewundern, architektonische Modelle von Burgen betrachten und an verschiedenen Mitmach-Stationen selbst aktiv werden. Die Veste Heldburg selbst ist ein beeindruckendes Exponat und veranschaulicht die Entwicklung und den Wandel einer mittelalterlichen Festung zu einem repräsentativen Schloss.

Neben dem Museum bietet die Veste Heldburg auch eine beeindruckende Naturkulisse und zahlreiche Wanderwege, die durch die malerischen Wälder und Felder der Umgebung führen. Die Kombination aus historischer Architektur, kulturhistorischen Ausstellungen und landschaftlicher Schönheit macht die Veste Heldburg zu einem beliebten Ausflugsziel für Touristen und Geschichtsinteressierte.

Insgesamt ist die Veste Heldburg ein lebendiges Zeugnis der deutschen Burgenkultur und ein Symbol für die bewegte Geschichte Thüringens. Sie vereint Geschichte, Kultur und Natur auf eindrucksvolle Weise und bietet einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit und die architektonische Pracht vergangener Jahrhunderte.

Anlässlich der Ausstellung „Die Veste Heldburg im Wandel der Zeit. 30 Jahre Wiedervereinigung“ berichten Mitglieder des Fördervereins Veste Heldburg e. V. von dem Brand der Burg, der deutsch-deutschen Wiedervereinigung, der Gründung des Vereins bis zum Wiederaufbau der Burg und der Eröffnung des Deutschen Burgenmuseums.

Neuer Wissenschaftscampus in der Jenaer Innenstadt entsteht

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Blick auf das Gebäude der ehemaligen Frauenklinik in der Bachstraße in Jena. Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Blick auf das Gebäude der ehemaligen Frauenklinik in der Bachstraße in Jena. Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Blick auf das Gebäude der ehemaligen Frauenklinik in der Bachstraße in Jena. Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Blick auf das Gebäude der ehemaligen Frauenklinik in der Bachstraße in Jena.
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)

Freistaat Thüringen baut und saniert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Areal Bachstraße Gebäude für die Forschung

Jena. Mit ersten Untersuchungen an der Bausubstanz des Gebäudes der ehemaligen Frauenklinik ist die Umbauphase des Bachstraßen-Areals in Jena zu einem innerstädtischen Wissenschaftscampus gestartet. Künftig sollen hier vor allem Fachbereiche wie Pharmazie und Ernährungswissenschaften angesiedelt werden. Die eigentlichen Bauarbeiten werden – nach Bestätigung der Bauanmeldung und Vorliegen des Bebauungsplans – voraussichtlich Ende 2025 beginnen. Bis Ende 2029 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Das Bachstraßen-Areal liegt in unmittelbarer Nähe zum Jenaer Stadtzentrum. Auf ihm finden sich große, stadtbildprägende Gebäude aus verschiedenen Epochen. Die meisten davon – einschließlich zweier „Hochbunker“ – wurden speziell für medizinische Zwecke errichtet und bisher überwiegend durch das Universitätsklinikum Jena (UKJ) genutzt. In der Nähe befinden sich Wohngebiete, zahlreiche universitäre Einrichtungen (z. B. der Campus Ernst-Abbe-Platz), verschiedene Bildungs- und Kulturstätten sowie Gastronomie. Das Gebiet hat eine Größe von 39.000 Quadratmetern, die sich überwiegend (26.000 Quadratmeter) im Eigentum des Landes, zum Teil im Körperschaftseigentum des UKJ (13.000 Quadratmeter) sowie zu einem geringen Teil im Eigentum der Ernst-Abbe-Stiftung befinden (z. B. die ehemaligen „Handwerkerhöfe“ an der Carl-Zeiss-Straße).

Mit dem Neubau des Universitätsklinikums in Jena-Lobeda erfolgte suzkzessive der Freizug des Geländes durch das UKJ. „Entgegen ursprünglicher Planungen, die den Verkauf dieser landeseigenen Liegenschaft vorsahen, stellt das Land den Standort für eine wissenschaftliche Nachnutzung bereit“, sagt Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. „Die zusammenhängende Fläche in unmittelbarer Nähe zur Stadt und anderen Universitätsstandorten bietet hervorragende Entwicklungspotentiale als größter biomedizinischer Hochschulcampus in Mitteldeutschland.“

Studierende profitieren von neuem Campus
Für die Finanzierung des Vorhabens stellt das Land im Zeitraum bis 2029 insgesamt 54,3 Millionen Euro EFRE- und 27,2 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung. Zehn Prozent der geplanten Gesamtausgaben bringen die Friedrich-Schiller-Universität Jena und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als künftige Nutzer in die Finanzierung des Vorhabens ein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 90,6 Millionen Euro.

Mit der modernen und funktionalen Lehr- und Forschungsinfrastruktur auf dem neuen Campus werde die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ihres Forschungsnetzwerks deutlich gestärkt, sagt Prof. Dr. Georg Pohnert, kommissarischer Leiter der Universität. „Von dem neuen Wissenschaftscampus profitieren besonders die Studierenden, die in den neu gestalteten Gebäuden neben Laboren, Seminarräumen und Hörsälen auch Bereiche für studentisches Arbeiten und Kommunikation nutzen können. Hervorragende Studienbedingungen sind insbesondere für die Ausbildung von Pharmazeutinnen und Pharmazeuten in Thüringen von höchster Relevanz, zumal diese derzeit in nicht mehr funktionalen und beengten räumlichen Verhältnissen stattfinden muss.“

Die geplante Baumaßnahme umfasst einen Neubau und die Sanierung des Bestandsgebäudes der ehemaligen Frauenklinik für die Universität sowie einen Neubau für das DLR. Insgesamt sollen 8.575 Quadratmeter Nutzfläche entstehen: 6.065 Quadratmeter für das Institut für Pharmazie und Teilbereiche des Institutes für Ernährungswissenschaften der Universität sowie 2.511 Quadratmeter für das Institut für Datenwissenschaften des DLR.

Egon Krenz über – Konzernmacht und erodierende Demokratie – in Deutschland

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In einem über einstündigen Gespräch mit dem Publizisten Ramon Schack teilt Egon Krenz offen seine Erinnerungen und Ansichten. Er spricht Klartext zur Russland-Politik des Westens und kritisiert die USA und die NATO für ihren fehlenden Friedenswillen.

Besonders spannend wird es, wenn der 87-Jährige von seinen Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Gorbatschow oder Deng Xiaoping erzählt. Er reflektiert über seine Fehleinschätzungen vor 1989 und diskutiert, ob Pekings Wirtschaftsmodell erfolgreicher war als das der sozialistischen Bruderstaaten. Krenz fragt sich, ob mehr Reformbereitschaft die DDR hätte retten können und ob Erich Honecker schon an der Sowjetunion vorbei plante.

Krenz’ Blick auf das heutige Deutschland und die EU ist kritisch: Er sieht Konzernmacht und eine erodierende Demokratie – das Gegenteil dessen, was die Bürger 1989 wollten. Der überzeugte Kommunist teilt seine Perspektive auf die Deutungshoheit der DDR-Geschichte und betont, warum das Verständnis für Ostdeutschland noch wachsen muss.

Wir besprechen diese und viele weitere Themen mit unserem Gast. Freuen Sie sich auf einzigartige Einblicke hinter die Kulissen der Ost-West-Beziehungen durch eine der bedeutendsten Figuren der jüngeren deutschen Geschichte.

Die Person Egon Krenz
Egon Krenz war ein deutscher Politiker und der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR. Geboren am 19. März 1937 in Kolberg, war er Mitglied der SED und spielte eine zentrale Rolle im DDR-Staat. Krenz folgte Erich Honecker im Oktober 1989 als Staats- und Parteichef, in einer Zeit, die durch massive politische Umwälzungen und den Zusammenbruch des sozialistischen Regimes geprägt war. Seine Amtszeit war jedoch kurz; im Dezember 1989 trat er zurück. Nach der Wende wurde er wegen seiner Rolle im SED-Regime verurteilt und verbrachte einige Jahre im Gefängnis.

Trotz seiner umstrittenen Vergangenheit und der Haftstrafe in den späten 1990er Jahren bleibt Krenz ein überzeugter Verteidiger des Marxismus-Leninismus. Er plädiert für eine diplomatische Lösung von Konflikten und die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, um die wirtschaftlichen Härten in Europa zu lindern. Er spricht sich auch gegen die negativen Folgen der Wiedervereinigung und den Rückgang der industriellen Produktion in der ehemaligen DDR aus.

Krenz‘ jüngste Aktivitäten und Aussagen spiegeln seinen anhaltenden Glauben an den Sozialismus wider und seine Kritik an westlichen Politiken, wodurch er weiterhin eine bedeutende Figur in Diskussionen über zeitgenössische politische Fragen und historische Erinnerung bleibt​

Bürgerdialog in Chemnitz zum Planungsprozess für die Straßenbahnnetzerweiterung in Richtung Zeisigwald und Reichenbrand

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Chemnitz. Am Donnerstag, dem 13. Juni, von 19 Uhr bis 21 Uhr sind Interessierte zum Bürgerdialog ins Stadtbad Chemnitz, Mühlenstraße 27, Veranstaltungsraum im Obergeschoss, eingeladen.
Vorgestellt werden das Konzept des straßenbündigen Bahnkörpers sowie der Planungsprozess für die Straßenbahnnetzerweiterung in Richtung Zeisigwald und Reichenbrand.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Chemnitz, der Chemnitzer Verkehrs-AG und dem Projektteam NUMIC (Neues Urbanes Mobilitätsbewusstsein in Chemnitz, Forschungsprojekt des BMBF) organisiert. Ein barrierefreier Zugang ist vorhanden.

Wer an der Veranstaltung unter dem Titel „Straße gemeinsam nutzen – Bürgerdialog zum straßenbündigen Bahnkörper“ teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 11. Juni über das Beteiligungsportal der Stadt Chemnitz unter https://mitdenken.sachsen.de/1041553 anzumelden.


Der Chemnitzer Stadtrat hatte im März 2022 beschlossen, das Straßenbahnnetz in Chemnitz zu erweitern (B-283/2021) und damit den Grundstein für das Vorhaben gelegt. Die Planungen der Straßenbahnerweiterung in Richtung Zeisigwald und Reichenbrand werden von der Chemnitzer Verkehrs-AG beauftragt. Damit werden zwei große Projekte in Richtung Mobilität von morgen angestoßen. Die Planungen zur Straßenbahnstrecke Zeisigwald haben bereits begonnen, die für Reichenbrand sollen voraussichtlich Ende dieses Jahres starten.

Zum Bürgerdialog wird zum einen das Prinzip des straßenbündigen Bahnkörpers erläutert sowie der Planungsprozess für die Straßenbahnnetzerweiterung in Richtung Zeisigwald und damit das grundsätzliche Vorgehen bei einer solchen Planungen vorgestellt. Neben Vorträgen im Veranstaltungssaal wird es ein Begleitprogramm im Foyer geben. Die Teilnehmenden sind eingeladen, Fragen an Expert:innen des Verkehrs- und Tiefbauamtes und der Chemnitzer Verkehrs-AG zu richten.

Darüber hinaus besteht an dem Abend die Möglichkeit, an einer Befragung zum Thema Bürgerbeteiligung im Rahmen des Projektes NUMIC teilzunehmen, sich an einem Modell selbst als Verkehrsplaner:in zu versuchen sowie den Planungsprozess mit einer Virtual Reality Technologie (VR-Brille) zu erleben. Die Lots* Gesellschaft für verändernde Kommunikation mbH wird durch das Programm leiten und die Diskussion moderierend begleiten.

www.chemnitz.de/numic

Wahlen 2024 in Thüringen im Internet abrufbar

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Erfurt. Das Internetangebot des Landeswahlleiters unter der Internetadresse https://wahlen.thueringen.de bietet allen Interessierten einen Überblick über die durchgeführten und durchzuführenden Wahlen. Am 9. Juni, dem Wahltag zur Europawahl und den Stichwahlen zur Kommunalwahl in Thüringen, wird das Internetangebot durch die Präsentation der Wahlbeteiligung (12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr) sowie der Zwischenergebnisse erweitert.

Das vorläufige amtliche Ergebnis für die Europawahl 2024 wird nach der Auszählung aller Wahlbezirke bereitgestellt.

Das vorläufige Gesamtergebnis der Stichwahlen der Kommunalwahlen wird, sobald es dem Thüringer Landesamt für Statistik gemeldet wurde, verfügbar sein. Eine Terminierung für ein Landesergebnis hängt auch von der Auszählung durch die Wahlvorstände ab. Ob die Auszählung der Kommunalwahlergebnisse unterbrochen wird, kann die Gemeinde in kommunaler Selbstverwaltung noch in der Wahlnacht entscheiden.

Das Thüringer Landesamt für Statistik veröffentlicht am Wahlabend auf unterschiedlichen Plattformen Ergebnisse und Zwischenstände zur Kommunal- und Europawahl. Neben der Homepage des Landeswahlleiters (https://wahlen.thueringen.de) und der Website des Thüringer Landesamtes für Statistik (https://statistik.thueringen.de/) sind wir ebenfalls auf X (@statistik_tls) und auf Mastodon (@Statistik_TLS) aktiv.

Petition fordert Entfall von Feinstaubplaketten für E-Autos

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Berlin. Die Pflicht zur Anbringung einer Feinstaubplakette sollte aus Sicht des Petitionsausschusses bei reinen Elektrofahrzeugen entfallen. In seiner Sitzung am Donnerstag verabschiedete der Ausschuss mit breiter Mehrheit die Beschlussempfehlung an den Bundestag, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz mit dem zweithöchsten Votum „zur Erwägung“ zu überweisen. Lediglich die AfD-Fraktion stimmte dem nicht zu. Der Petitionsausschuss ergänzte sein Votum um die Klarstellung, dass es sich dabei um reine Elektrofahrzeuge handeln müsse.

Da Elektrofahrzeuge verpflichtend mit einem „E-Kennzeichen“ zu versehen seien, sei die zusätzliche Anbringung einer Feinstaubplakette eigentlich überflüssig, heißt es in der öffentlichen Petition (ID 140977). Dies spare dem Besitzer Geld für die Plakette und zugleich Ressourcen für die Herstellung und den Vertrieb derselben. Die Kontrolleure des ruhenden Verkehrs und die Polizei würden schließlich die Berechtigung des Fahrzeuges innerhalb der Umweltzonen sofort anhand des Kennzeichens erkennen, schreibt die Petentin.

In der Begründung zur Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses wird darauf verwiesen, dass nach derzeitiger Rechtslage Fahrzeuge zur Einfahrt in eine Umweltzone – soweit sie nicht durch die Verordnung oder durch Allgemeinverfügungen ausgenommen sind – über die entsprechende Plakette nach der 35. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung) verfügen müssten. Elektrofahrzeuge würden die Anforderungen für eine solche Plakette erfüllen, die die Halter üblicherweise bei der An- oder Ummeldung nach dem Kauf des Fahrzeugs bei den örtlichen Zulassungsbehörden bekommen könnten.

Einer Verwaltungsvereinfachung für diese Fahrzeuge stehe der Ausschuss positiv gegenüber, heißt es in der Vorlage. Obgleich die Bundesregierung derzeit keine Änderung der 35. BImSchV anstrebe, könne das Anliegen bei einer späteren Novellierung mit aufgegriffen werden. Nichtsdestoweniger sei es im Ermessen der Vollzugsbehörden der Länder, „ob bereits kurzfristig zugunsten einer Verwaltungsvereinfachung für die Fahrzeughalter vor Ort im Rahmen einer Ausnahmeregelung für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen von dem Erfordernis einer grünen Plakette zur Einfahrt in eine Umweltzone abgesehen werden kann“, heißt es in der Vorlage.

Die Forderung der Petentin hält der Ausschuss daher für „grundsätzlich berechtigt“ und empfiehlt die Erwägungsüberweisung, „um das Anliegen noch einmal zu überprüfen und nach Möglichkeiten der Abhilfe zu suchen“.