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„Wahlarena Mittelstand Ostthüringen“ zur Landtagswahl 2024 Thüringen

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Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen veranstaltete die IHK Ostthüringen zu Gera die „Wahlarena Mittelstand Ostthüringen“ in Kooperation mit der Handwerkskammer für Ostthüringen, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (Der Mittelstand. BVMW e.V.), dem Verband DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V. sowie den Wirtschaftsjunioren Gera e.V.

Folgende Landtagskandidaten (alphabetisch geordnet) stellten sich der Podiumsdiskussion und den Fragen der Unternehmen:

· Thomas L. Kemmerich FDP
· Jörg Prophet AfD
· Peter Schmidt Werteunion
· Andreas Schubert Die Linke
· Steffen Schütz Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)
· Bernhard Stengele BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
· Heike Taubert SPD
· Prof. Dr. Mario Voigt CDU

Ankündigung – Festwochenende 950 Jahre Oppurg im Saale-Orla-Kreis in Thüringen

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Die Gothaer Bahn in Jena – Eine Fahrt in die Vergangenheit

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Stell dir vor, du stehst an einer Haltestelle in Jena und wartest auf die Straßenbahn. Plötzlich ertönt das vertraute Scheppern und eine kantige, blaue Straßenbahn gleitet heran. Für viele Jenaer war dieser Anblick bis vor wenigen Jahrzehnten alltäglich. Die Gothaer Bahnen, benannt nach ihrem Hersteller in Thüringen, prägten lange Zeit das Stadtbild.

Die Waggonfabrik Gotha lieferte in den 50er und 60er Jahren zahlreiche Straßenbahnen nach Jena. Die GT4-Triebwagen, mit ihrer charakteristischen Frontpartie und den großen Fenstern, waren besonders beliebt. Ihre robuste Bauweise und ihre Zuverlässigkeit machten sie zu idealen Begleitern durch den Alltag. Ob zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen – die Gothaer Bahn war für viele Jenaer ein vertrautes Verkehrsmittel.

Die Straßenbahnen boten nicht nur eine bequeme Verbindung durch die Stadt, sondern waren auch ein Stück Lebensgefühl. Man traf sich an der Haltestelle, tauschte Neuigkeiten aus und beobachtete das Treiben in der Stadt. Die Fahrten mit der Straßenbahn waren oft auch ein kleines Abenteuer, besonders für Kinder.

Doch die Zeit stand nicht still. Die alten Gothaer Bahnen wurden nach und nach durch moderne Niederflurfahrzeuge ersetzt, die barrierefrei und umweltfreundlicher waren. Für viele Jenaer war das Ende einer Ära. Die Erinnerung an die alten Straßenbahnen bleibt jedoch lebendig.

Warum waren die Gothaer Bahnen so beliebt?

Robustheit: Die Fahrzeuge waren äußerst robust und hielten auch widrigen Bedingungen stand.
Zuverlässigkeit: Die Gothaer Bahnen waren bekannt für ihre Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
Charakter: Ihr kantiges Design und der charakteristische Klang machten sie unverwechselbar.

Warum wurden sie durch neue Fahrzeuge ersetzt?

Barrierefreiheit: Die alten Fahrzeuge waren nicht barrierefrei und entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Umweltfreundlichkeit: Moderne Straßenbahnen sind wesentlich umweltfreundlicher und energieeffizienter.
Komfort: Die Fahrgäste schätzten den höheren Komfort der neuen Fahrzeuge.

Heute sind die Gothaer Bahnen in Jena Geschichte. Doch ihre Spuren sind noch immer sichtbar. Viele Jenaer erinnern sich gerne an die Zeit, als sie regelmäßig mit diesen charakteristischen Fahrzeugen durch die Stadt gefahren sind. Und auch wenn die neuen Straßenbahnen moderner und komfortabler sind, so haben sie doch einen Teil ihres Charmes verloren.

Tragischer Brand in Neubrudersdorf: Mann stirbt bei mutmaßlicher Selbstentzündung

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Ein schrecklicher Vorfall erschütterte am frühen Morgen des 17. August die Gemeinde Neubrudersdorf. Ein Wohnhaus geriet aus bisher ungeklärter Ursache in Brand. Der Bewohner des Hauses, ein Mann mittleren Alters, verstarb trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Gegen 7 Uhr morgens wurden die ersten Feuerwehrkräfte alarmiert. Beim Eintreffen stand das Haus bereits in Vollbrand. Die Flammen hatten sich rasch auf zwei im Carport abgestellte Fahrzeuge ausgebreitet und griffen auch auf den Dachstuhl über. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr und der nachalarmierten Unterstützungskräfte konnte das Haus nicht mehr gerettet werden.

Die Ermittlungen der Polizei deuten auf ein vorsätzliches Handeln des Hausbesitzers hin. Es wird vermutet, dass er das Feuer an mehreren Stellen im Haus gelegt hat. Die genaue Ursache für sein Handeln ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Ehefrau des Mannes und ihr Hund blieben unverletzt.

Die Nachricht von dem tragischen Ereignis hat die Bewohner von Neubrudersdorf tief erschüttert. Die Nachbarschaft steht unter Schock und versucht, das Geschehen zu verarbeiten. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, die Hinweise zu den Hintergründen der Tat geben können. Während des Feuerwehreinsatzes musste die Hauptverkehrsstraße durch den Ort gesperrt werden. Das Ausmaß des Sachschadens ist noch nicht abschließend beziffert.

Das Bauhausfest Dessau 2024 – Ein Fest der Kreativität und des Designs

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Das Bauhausfest in Dessau ist ein jährliches Highlight für Design- und Kunstliebhaber. Hier ist ein ausführlicher Text über das Bauhausfest 2024, der die wichtigsten Aspekte beleuchtet und dich in die faszinierende Welt des Bauhauses entführt. Jedes Jahr im September verwandelt sich Dessau in einen Treffpunkt für Kunst- und Designbegeisterte aus aller Welt. Das Bauhausfest, das 2024 wieder zahlreiche Besucher anzieht, ist ein Fest der Kreativität und ein würdiges Gedenken an die Ideen und das Erbe des Bauhauses.

Eintauchen in die Welt des Bauhauses

Das Bauhaus, eine der bedeutendsten Kunstschulen des 20. Jahrhunderts, prägte maßgeblich die Architektur, das Design und die Kunst ihrer Zeit. Das Bauhausfest bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Ideen und Prinzipien des Bauhauses hautnah zu erleben. Besucher können an zahlreichen Workshops, Vorträgen und Ausstellungen teilnehmen, die sich mit den verschiedenen Facetten des Bauhauses beschäftigen.

Vielfältiges Programm für jeden Geschmack

Das Programm des Bauhausfestes ist so vielfältig wie das Bauhaus selbst. Neben klassischen Ausstellungen und Führungen durch die Bauhausgebäude gibt es auch zahlreiche Workshops, bei denen Besucher selbst aktiv werden können. Ob beim Töpfern, Weben oder experimentellen Design – für jeden ist etwas dabei. Live-Musik, Tanzveranstaltungen und kulinarische Genüsse runden das Programm ab.

Ein Fest für die ganze Familie

Das Bauhausfest richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern auch an Kinder und Jugendliche. Für den Nachwuchs gibt es spezielle Workshops und Mitmachaktionen, bei denen sie spielerisch die Welt des Bauhauses entdecken können. So wird das Bauhausfest zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Die Bedeutung des Bauhausfestes

Das Bauhausfest hat eine große Bedeutung für die Stadt Dessau und die Region. Es trägt dazu bei, das Erbe des Bauhauses lebendig zu halten und die Stadt als Zentrum für Design und Kunst zu positionieren. Zudem stärkt es den Tourismus und die lokale Wirtschaft.

Warum Sie das Bauhausfest besuchen sollten:

  • Eintauchen in die Geschichte: Erleben Sie die Geschichte des Bauhauses hautnah und entdecken Sie die Werke der Bauhausmeister.
  • Kreativität ausleben: Nehmen Sie an Workshops teil und lassen Sie Ihrer eigenen Kreativität freien Lauf.
  • Inspiration finden: Lassen Sie sich von den innovativen Ideen und Designs inspirieren.
  • Ein Fest für die ganze Familie: Genießen Sie gemeinsam mit Ihrer Familie ein Wochenende voller Kunst und Kultur.
  • Dessau entdecken: Entdecken Sie die schöne Stadt Dessau und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Das Bauhausfest in Dessau ist ein einzigartiges Ereignis, das Sie nicht verpassen sollten. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die Ideen und das Erbe des Bauhauses zu feiern und sich von der Kreativität und dem Einfallsreichtum der Bauhausmeister inspirieren zu lassen.

Weitere Informationen:

  • Veranstaltungsort: Dessau, Sachsen-Anhalt
  • Termine: 06.-07.09.2024
  • Programm: Bauhausfest 2024

Familienziel Oskarshausen in Sachsen bekommt eine neue Alpenachterbahn

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Oskarshausen, ein beliebtes Familienziel in Sachsen, wird durch den Bau einer neuen Alpenachterbahn noch attraktiver. Am 14. August erfolgte der erste Spatenstich für diese aufregende neue Attraktion, an dem die sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, und der Geschäftsführer von Oskarshausen, Steffen Prahl, teilnahmen.

Die Alpenachterbahn, eine 864 Meter lange Strecke mit sowohl Bergauf- als auch Bergab-Abschnitten, wird voraussichtlich ein großer Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische sein. Das Projekt wird durch einen Zuschuss von 500.000 Euro vom Sächsischen Tourismusministerium gefördert, was die Bedeutung des Tourismus für die regionale Wirtschaft unterstreicht.

„Der Tourismus ist für uns ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagte Ministerin Klepsch. „Wir möchten, dass sich Gäste das ganze Jahr über in Sachsen wohlfühlen. Diese neue Achterbahn wird uns dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen und die touristische Saison in Oskarshausen zu verlängern.“

Prahl bedankte sich für die Unterstützung und sprach über die Herausforderungen während der Planungsphase, einschließlich steigender Kosten und Lieferkettenproblemen. Trotz dieser Hindernisse ist das Team von Oskarshausen zuversichtlich, dass die Alpenachterbahn ein großer Erfolg wird.

„Wir glauben, dass diese Achterbahn ein großer Anziehungspunkt für Familien und Nervenkitzelsuchende sein wird“, sagte Prahl. „Es ist eine sichere und aufregende Attraktion, die von Menschen jeden Alters genossen werden kann.“

Die Fertigstellung der Achterbahn ist für den Sommer 2024 geplant und sie wird über modernste Sicherheitsmerkmale verfügen. Mit ihrer malerischen Lage und den aufregenden Fahrten wird die Alpenachterbahn zu einem Muss für Besucher Sachsens.

7. Stadtgespräch in Cottbus – Kommunale Betriebe: Gemeinwohl oder Profit?

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Eine Gruppe freier Cottbuser hat sich unter dem Namen “Bürgerforum” zusammen getan, um aktiv etwas gegen die zunehmende Verengung des öffentlichen Debattenraumes zu tun. Die Geschehnisse der jüngsten Geschichte, sei es die Flüchtlingskrise 2015, die Corona-Maßnahmen, der Russland-Ukraine-Krieg oder die Energiepolitik der Ampelregierung haben das eigentlich breite gesellschaftliche Meinungsspektrum sehr weit eingeschränkt. Schwarz oder weiß, links oder rechts, gut oder böse – Standpunkte dazwischen scheinen nicht mehr zu existieren. Mainstreammedien, staatliche Institutionen, Parteien sind unserer Ansicht nach jeweils in ihrer eigenen Sichtweise gefangen oder zumindest stark eingeschränkt. Das zeigt sich beispielsweise in Parteiprogrammen, Agenden, Satzungen, Brandmauern und noch einigem mehr.

Unser Weg aus dieser festgefahrenen Situation ist eine aktive Zivilgesellschaft. Darum haben wir uns in der Initiative “Bürgerforum” zusammen getan. Wir halten unsere eigenen Strukturen bewusst auf einem Minimum. Bei uns gibt keine offizielle Mitgliedschaft, keinen Vorstand und keine Satzung. Projekte bewältigen wir durch die Initiativkraft unserer Mitwirkenden, jeder bringt sich mit seinen individuellen Fähigkeiten in effektivster Form ein: “Eine natürliche Ordnung, jeder nach seinen Möglichkeiten.”
Vielleicht ist dies ein Experiment innerhalb einer Initiative, das in seiner Theorie chaotische Ausmaße erahnen lässt. In der Realität hat es sich bisher durchaus bewährt. Neben dem Format “Stadtgespräch” sind in fernerer Zukunft Podiumsdiskussionen, Vortragsabende und Veranstaltungen geplant.

Wir sind selbst gespannt, wie sich unsere Projekte und Ideen entwickeln.
Wenn du bei uns mitwirken möchtest, besuch uns einfach bei unserer nächsten Veranstaltung und sprich uns an. Wir sind immer auf der Suche nach motivierten Mitstreitern.

weitere Informationen unter: Bürgerforum Cottbus

Strategien russischer Propaganda in Ostdeutschland

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In ihrem Vortrag beim Zukunftsforum Dresden widmete sich die DDR-Bürgerrechtlerin Grit Friedrich der Frage, warum in Ostdeutschland eine vermeintlich starke Russland-Affinität vorherrscht, während andere ehemalige Ostblockstaaten ein deutlich kritischeres Bild von Russland entwickelt haben. Ausgangspunkt für den Vortrag war die Resonanz auf Diskussionen in den sozialen Medien, insbesondere auf X/Twitter, bei denen Bürger aus Ost- und Westdeutschland starkes Interesse und Betroffenheit zeigten.

Friedrich führt diese Affinität in Ostdeutschland auf unverarbeitete traumatische Erfahrungen der Nachkriegszeit zurück, die sich über Generationen hinweg fortgesetzt haben. Diese Erfahrungen beinhalten den Schrecken und die Schuld des Zweiten Weltkriegs, die Gräueltaten während der sowjetischen Besatzung, die Repressionen und Sprachverbote der DDR-Diktatur sowie die tiefgreifenden Umbrüche während der Wendezeit und der Wiedervereinigung. Laut Friedrich konnten diese Traumata oft nicht verarbeitet werden, was dazu führte, dass sich diese unverarbeiteten Ängste und Erinnerungsmuster auf die heutige Wahrnehmung Russlands übertragen haben.

Besonders betont Friedrich die Rolle der Sowjetunion in der DDR, die dort als eine Art „Lehrmeister“ und „Übervater“ wahrgenommen wurde. Diese Beziehung zur UdSSR sei geprägt gewesen von einem Gefühl der Schuld und einer unausgesprochenen Angst, die sich nach 1991 auf das heutige Russland übertrug. Friedrich warnt zudem, dass Russland diese unterbewussten Erinnerungsmuster heute gezielt für Propaganda-Narrative wie „Russland ist unbesiegbar und sollte nicht provoziert werden“ ausnutzen könnte.

Ein zentraler Punkt in Friedrichs Vortrag ist die Notwendigkeit der Selbstreflexion. Sie sieht es als problematisch an, dass viele Bürger der ehemaligen DDR sich nach der Wende nie intensiv mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Sie fordert daher eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit der Geschichte, um die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen besser bewältigen zu können. Für viele Ostdeutsche, so Friedrich, sei die Frage nach der eigenen nationalen Identität durch die Wiedervereinigung nicht befriedigend beantwortet worden, was auch zu einem Gefühl der Entwurzelung geführt habe.

Die anschließende Diskussion zeigte eine breite Palette von Sichtweisen. Teilnehmer hoben die starke Dominanz der russischen Kultur in der DDR hervor, insbesondere durch das Erlernen der russischen Sprache in der Schule. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in Ostdeutschland nicht allein durch Traumatisierungen zu erklären sei. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Migration rechtsextremer Gruppen aus Westdeutschland in den „rechtsfreien Raum“ der Nachwendezeit, um in Ostdeutschland Fuß zu fassen.

Zum Abschluss betonte Friedrich, dass ein offenes Zuhören der gegenseitigen Lebensgeschichten in Ost und West dazu beitragen könnte, mehr Verständnis für das Erlebte zu schaffen und eine gemeinsame deutsche Identität zu fördern. Ein Vorbild dafür könnte die Freiheitsbewegung in Mittel- und Osteuropa sein, bei der Freiheit als Selbstbestimmung und nicht nur als Wohlstand verstanden wird.

Bundesverwaltungsgericht setzt Sofortvollzug des COMPACT-Verbots teilweise aus

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Dem Antrag der COMPACT-Magazin GmbH, die aufschiebende Wirkung ihrer Klage gegen die Verbotsverfügung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) wiederherzustellen, hat das Bundesverwaltungsgericht heute mit bestimmten Maßgaben stattgegeben. Demgegenüber hat das Gericht die Anträge weiterer Antragsteller abgelehnt.

Mit Verbotsverfügung vom 5. Juni 2024 – vollzogen am 16. Juli 2024 – stellte das BMI unter Berufung auf § 3 Abs. 1 Satz 1 Var. 2, § 17 Nr. 1 Var. 1 VereinsG i. V. m. Art. 9 Abs. 2 Var. 2 GG fest, dass die Antragstellerin zu 1 – die COMPACT-Magazin GmbH – und ihre Teilorganisation, die Antragstellerin zu 2, sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung richteten, deshalb verboten würden und aufgelöst seien. Die Antragsteller zu 3 bis 10 werden in der Verbotsverfügung als Mitglieder genannt. Zur Begründung führte das BMI an, die Vereinigung lehne die verfassungsmäßige Ordnung nach ihren Zwecken und ihrer Tätigkeit ab und weise eine verfassungsfeindliche Grundhaltung auf. Dies komme u. a. in zahlreichen Beiträgen des monatlich erscheinenden „COMPACT-Magazin für Souveränität“ zum Ausdruck. Hiergegen haben die Antragsteller zu 1 bis 10 am 24. Juli 2024 Klage erhoben, über die der Senat noch nicht entschieden hat. Zugleich haben sie jeweils Anträge auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gestellt, die vor allem darauf abzielen, den Betrieb als Presse- und Medienunternehmen während der Dauer des anhängigen Klageverfahrens fortführen zu können.

Bei der im Eilverfahren gebotenen summarischen Prüfung der Verbotsverfügung erweisen sich die Erfolgsaussichten der Klage der Antragstellerin zu 1 als offen. Zwar bestehen keine Bedenken gegen die Anwendbarkeit des Vereinsgesetzes auf die in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung organisierte und als Presse- und Medienunternehmen tätige Antragstellerin zu 1. Alles spricht auch dafür, dass die Verbotsverfügung formell rechtmäßig ist. In materieller Hinsicht gibt es keine Zweifel daran, dass es sich bei der Antragstellerin zu 1 um einen Verein i.S.d. § 2 Abs. 1 VereinsG handelt, der sich die Aktivitäten der Antragstellerin zu 2 als seiner Teilorganisation zurechnen lassen muss. Ob diese Vereinigung aber den – wie alle Gründe des § 3 Abs. 1 Satz 1 VereinsG, Art. 9 Abs. 2 GG eng auszulegenden – Verbotsgrund des Sichrichtens gegen die verfassungsmäßige Ordnung erfüllt, kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden.

Einzelne Ausführungen in den von der Antragstellerin zu 1 verbreiteten Print- und Online-Publikationen lassen zwar Anhaltspunkte insbesondere für eine Verletzung der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) erkennen. Es deutet auch Überwiegendes darauf hin, dass die Antragstellerin zu 1 mit der ihr eigenen Rhetorik in vielen Beiträgen eine kämpferisch-aggressive Haltung gegenüber elementaren Verfassungsgrundsätzen einnimmt. Zweifel bestehen jedoch, ob angesichts der mit Blick auf die Meinungs- und Pressefreiheit in weiten Teilen nicht zu beanstandenden Beiträge in den Ausgaben des „COMPACT-Magazin für Souveränität“ die Art. 1 Abs. 1 GG verletzenden Passagen für die Ausrichtung der Vereinigung insgesamt derart prägend sind, dass das Verbot unter Verhältnismäßigkeitspunkten gerechtfertigt ist. Denn als mögliche mildere Mittel sind presse- und medienrechtliche Maßnahmen, Veranstaltungsverbote, orts- und veranstaltungsbezogene Äußerungsverbote sowie Einschränkungen und Verbote von Versammlungen in den Blick zu nehmen.

Bei der dem Bundesverwaltungsgericht im Eilverfahren obliegenden Abwägung überwiegt das Aussetzungsinteresse der Antragstellerin zu 1 das öffentliche Interesse an der sofortigen Vollziehung. Da die Vollziehung des Vereinsverbots zu der sofortigen Einstellung des gesamten Print- und Onlineangebots führt, das den Schwerpunkt der Tätigkeit der Antragstellerin zu 1 ausmacht, kommt ihrem Interesse an der aufschiebenden Wirkung ihrer Klage im Hinblick auf die Grundrechte der Meinungs- und Pressefreiheit aus Art. 5 Abs. 1 GG ein besonderes Gewicht zu. Dem Anliegen der Antragsgegnerin, die Fortsetzung der Tätigkeiten der Vereinigung auf Dauer zu unterbinden, kann in ausreichendem Maße durch die in dem Beschluss näher bezeichneten Maßgaben Rechnung getragen werden. Diese dienen vor allem der weiteren Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel für das anhängige Hauptsacheverfahren.

Im Unterschied hierzu haben die Klagen der weiteren Antragsteller zu 2 bis 10 voraussichtlich keinen Erfolg. Ihre Eilanträge waren daher abzulehnen.

BVerwG 6 VR 1.24 – Beschluss vom 14. August 2024

Leipzig gibt regionale Ziele für Natur- und Klimaschutz auf der ehemaligen Deponie Seehausen auf

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Auf der ehemaligen Deponie Seehausen plant die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV) eine große Freiflächenphotovoltaikanlage, die die wertvolle Naturausstattung, die sich hier in den letzten 30 Jahren entwickelt hat, größtenteils zerstören würde. So würden mindestens 7 Hektar Eichen-Hainbuchenwald zerstört werden. Außerdem würden gefährdete und ökologisch anspruchsvolle Arten wie Grauammer, Neuntöter, Sperbergrasmücke oder Wendehals zahlreiche Brutreviere verlieren. Ein individuenstarkes Vorkommen der Orchideenart Purpur-Knabenkraut würde ausgelöscht.

Die Planung der Photovoltaikanlage widerspricht mehreren Stadtratsbeschlüssen, so der Ausrufung des Klimanotstandes und dem Waldmehrungsbeschluss „Lasst Bäume wachsen“ vom Juli 2022, sowie dem Regionalplan Westsachsen, der für die ehemalige Deponie die Vorranggebiete „Kulturlandschaftsschutz – landschaftsprägender Höhenrücken“ und „Walderhalt“ festgesetzt hat. Die Stadt-Klimanalyse, die die Stadt Leipzig zur Umsetzung des Klimaschutzes im Klimanotstand erarbeitet hat, weist für die ehemalige Deponie eine hohe bis sehr hohe klimaökologische Funktion aus.

Gründe genug, um diese Planung, die man nur als Schildbürgerstreich bezeichnen kann, aus Gründen des Natur- und Klimaschutzes zu stoppen! Eigentlich…

Die Landesdirektion Sachsen hat jedoch jetzt ein sogenanntes „Zielabweichungsverfahren“ eingeleitet, um diese wichtigen Ziele der Regionalplanung aushebeln zu können.

Im nachfolgenden Video werten wir die Redebeiträge der umweltpolitischen Sprecher der Fraktionen Bündnis 90 / Die Grünen und Die Linke in der Ratsversammlung am 15. Juni 2023 aus. Wir kommentieren, erklären die Hintergründe (siehe auch unser Video zur Zielabweichung, abrufbar über die Homepage der Initiative Stadtnatur Leipzig) und kommen zu einem erschütternden Fazit (die letzten Sätze sind bewusst pointiert formuliert und verlassen ein wenig den Boden realistischer Forderungen 😉) …

Ein Beitrag der Initiative Stadtnatur Leipzig über das Bauvorhaben “Energieberg Seehausen”