Der VT 18.16: Ein Schnellzug, der die Schienen der Welt eroberte

Geboren beim VEB Waggonbau-Görlitz, erblickten die eleganten Triebzüge vom Typ VT 18.16 das Licht der Welt. In einem Film der Deutschen Reichsbahn wurde der erste Zug, der VT 16.18.01 (Anmerkung: Das Video nennt hier eine leicht abweichende Nummerierung im Vergleich zum Haupttyp VT 18.16), vorgestellt. Alte Aufnahmen zeugen von einem beeindruckenden Zug.

Der VT 18.16, auch bekannt als SVT im internationalen Fahrplan, wie zum Beispiel als „Neptun“ auf der Strecke zwischen Kopenhagen und Berlin, ist heute auf internationalen Strecken, wie hier an der Eisenbahnfähre in Warnemünde, ein vertrautes Bild. Er verkörpert die Ambitionen der Eisenbahnen der sozialistischen Länder, das Programm der Dieseltraktion vorrangig zu verwirklichen. Denn die Diesel-Traktion ermöglicht nicht nur Wirtschaftlichkeit, sondern auch schnelles und bequemes Reisen und ist gleichzeitig günstig für die Luftqualität, besonders in Großstädten.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern sind selbst große Entfernungen kein Problem mehr. Dabei rollt der Schnelltriebwagen so weich und ruhig über die Strecke, dass der Fahrgast kaum etwas vom hohen Tempo spürt. Die geräumigen Abteile bieten hohen Reisekomfort und einen angenehmen Aufenthalt. Man könnte fast sagen, der SVT gleicht einem Hotel auf Rädern. Für eine gute Aussicht während der Fahrt sorgen die großen, breiten Fenster des Triebzuges.

Technisch ist der Zug fortschrittlich ausgestattet. Die zurückgesetzte Führerkabine bietet dem Triebwagenpersonal größere Sicherheit, während die Anordnung des Führerstandes gleichzeitig gute Sichtmöglichkeiten gewährleistet. Eine Sicherheitsfahrschaltung überwacht ständig die Dienstbereitschaft des Personals. Die pneumatische Hochleistungsbremse des Triebwagenzuges wird noch durch eine Magnetschienenbremse unterstützt. Alle Funktionen der Aggregate werden automatisch angezeigt, sodass der Zugführer mit ungeteilter Aufmerksamkeit die Strecke beobachten kann.

Eine Einheit des fast 100 Meter langen Triebzuges besteht standardmäßig aus zwei Triebwagen und zwei Mittelwagen. Auf Wunsch kann der Zug auch mit drei Mittelwagen zu einer fünf Waggon langen Einheit konfiguriert werden. Die Wagen sind durch scharfe Kurzkupplungen und geschützte Übergänge eng miteinander verbunden. Dank automatischer Betriebskupplungen ist es sogar möglich, zwei gleichartige Triebzüge von einem Fahrstand aus gesteuert im Verbund fahren zu lassen.

Der Siegeszug des Motors war auch auf den Schienenwegen nicht mehr aufzuhalten. Die Dieselfahrzeuge aus dem DDR Schienenfahrzeugbau, wie die V 15, die V 60 für den Rangierverkehr, die V 100 im leichten Streckendienst, die V 180 für den Reise- und Güterverkehr und die modernen Schnelltriebzüge, haben den guten Ruf der Werke in alle Kontinente getragen. Der VT 18.16 und seine Vorgänger finden überall, wo sie eingesetzt werden, achtungsvolle Anerkennung. Geliefert wurden sie vom Deutschen Innen- und Außenhandel Transportmaschinen Berlin in alle Welt.

Die Realität der sowjetischen Truppenpräsenz in der DDR

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Wer in bestimmten Regionen der DDR aufwuchs, für den gehörte das ferne Grollen der Übungsplätze oder das Vibrieren der Fensterscheiben beim Durchbruch der Schallmauer zum Alltag. Teaser: Eine halbe Million sowjetische Bürger lebten zeitweise in der DDR – und doch blieben sie für die meisten Menschen seltsam unsichtbar. Sie existierten in einer Parallelwelt hinter Mauern und Zäunen, in hermetisch abgeriegelten Garnisonsstädten wie Wünsdorf, wo die Uhren nach Moskauer Zeit gingen. Die offizielle Lesart sprach von unverbrüchlicher Freundschaft und Waffenbrüderschaft. Doch die Realität war oft eine pragmatische Zweckgemeinschaft. Man arrangierte sich. An den Zäunen der Kasernen blühte ein stiller Tauschhandel: Diesel gegen Jeans, Uniformteile gegen Unterhaltungselektronik. Es waren Begegnungen aus dem Mangel heraus, die oft mehr über die tatsächlichen Verhältnisse aussagten als die ritualisierten Festakte der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. Dass diese massive militärische Präsenz, die über Jahrzehnte als Garantie der SED-Macht galt, am Ende tatenlos blieb, ist eine der entscheidenden Wendungen der Geschichte. Als die Panzer 1989 in den Kasernen blieben, endete eine Ära, die den Osten Deutschlands tief geprägt hat. Zurück blieben riesige Areale, ökologische Altlasten und eine ambivalente Erinnerung an Nachbarn, die man kaum kannte. Die verlassenen Liegenschaften erzählen heute noch schweigend von dieser Zeit. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Es ist eine der großen historischen Ironien, dass die DDR-Führung am Ende ausgerechnet die Zeitschrift ihres engsten Verbündeten verbot. Teaser: Das Verhältnis zwischen der DDR und der Sowjetunion war über vier Jahrzehnte ein komplexes Geflecht aus Abhängigkeit, Ausbeutung und strategischer Partnerschaft. Was als Besatzungsregime begann, das unter anderem durch den Uranabbau der Wismut enorme Ressourcen abzog, wandelte sich später zu einer wirtschaftlichen Symbiose. Das billige Erdöl aus dem Osten hielt die DDR-Industrie lange am Laufen, während ostdeutsche Maschinenbauprodukte in die UdSSR flossen. Doch als Michail Gorbatschow in Moskau Reformen einleitete, wurde der große Bruder für die alten Männer in Ost-Berlin plötzlich zum politischen Risiko. Die Schutzmacht, die 1953 den Aufstand noch niedergeschlagen hatte, entzog dem Regime 1989 die Unterstützung. Die Geschichte dieser Beziehung ist nicht nur eine Militärgeschichte, sondern eine Parabel über den Aufstieg und Fall eines ganzen politischen Systems. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Abzug der Westgruppe der Truppen war die größte friedliche Truppenverlegung der Geschichte. Teaser: Über Jahre rollten die Züge gen Osten, beladen mit Material, Menschen und der Erinnerung an fast ein halbes Jahrhundert Präsenz. Für die Soldaten war es oft kein triumphaler Heimweg, sondern eine Reise in die Ungewissheit eines zerfallenden Reiches. Was in Ostdeutschland blieb, waren nicht nur leere Kasernen und sanierungsbedürftige Böden, sondern auch das Bewusstsein, dass eine Ära unwiderruflich vorbei war. Die Spuren dieser Zeit verblassen langsam in der Landschaft.