„Alt wie die Welt“ – Das größte Gesangsprojekt der DDR

Das Lied „Alt wie die Welt“ wurde 1984 auf Initiative des Musikers Frank Schöbel ins Leben gerufen. Die Komposition stammt von Schöbel selbst, während der Text von Burkhard Lasch, einem renommierten DDR-Liedtexter, verfasst wurde. Ziel des Projekts war es, eine möglichst große Anzahl professioneller Sängerinnen und Sänger der DDR zu vereinen. Insgesamt nahmen über 400 Gesangskünstler mit Berufsausweis daran teil, die unter dem Namen „220 Gesangssolisten unseres Landes“ zusammengefasst wurden. Musikalisch begleitet wurde das Ensemble von der Gruppe A–Z.

Die Live-Aufnahme des Songs fand am 17. März 1984 während der Produktion der beliebten DDR-Fernsehsendung „Wennschon, dennschon“ in Leipzig statt. Das Arrangement übernahm Lothar „Paule“ Kramer. Die Aufnahme gilt als herausragendes Beispiel für die enge Zusammenarbeit der DDR-Künstlerszene und wird oft als unübertroffener Weltrekord betrachtet, da es gelang, nahezu alle professionellen Sänger der DDR für ein gemeinsames Musikprojekt zusammenzubringen.

Das Lied transportierte eine positive, gemeinschaftliche Botschaft und wurde in der DDR als ein Symbol für den Zusammenhalt der Musikszene angesehen. Es ist bis heute ein bemerkenswertes Zeitdokument der DDR-Unterhaltungsmusik.

Mitwirkende u.a.:
Rosemarie Ambe; Peter Albert; Katrin Andreé; Julia Axen; Gudrun Bartels; Ingrid Barthels; Klaus Bässler; Steffi Behrendt; Steffi Bergen; Rosemarie Berger; Gitte Berglund; Gerd Christian; Petra Böttcher; Liane Breeks; Hannelore Breiten; Sabine Bruhns; Adina; Inge Hannemann; Norina Suhle; Carin Caroll; Isa Caufner; Caufner-Schwestern; Günter Derbsch; Rica Deus; Lippi; Klaus Doll; Regine Doreen; Gonda Streibig; Gisela Dressler; Manfred Drews; Rainer Garden; Tera Thaimer; Bärbel Falka; Klaus Fechner; Bettina Kielpinski; Rüdiger Fournee; Alfons Franck; Dagmar Frederic; Marina Frei; Ilka Frey; Eva Fritzsch; Joachim-Hans Fuchs; Evelin Gabriel; Dagmar Gelbke; Brigitte Goldner; Ekkehard Göpelt; Mary Halfkath; Susanne Hartwig; Monika Hauff; Klaus-Dieter Henkler; Rosemarie Heimerdinger; Ernst Heise; Jens Heller; Barbara Herting; Andreas Holm; Gisela Jachmann; Matthias Jahn; Erika Janikova; Max Janssen; Ina-Maria Janssen; Uta Jatzkowski; Uwe Jensen; Jutta & Andy; Sigrid Döring; Erhard Juza; Rosemarie Kaiser; Inge Kapphahn; Karin Karina; Rainer Keck; Christa Keller; Britt Kersten; Wilfried Koplin; Manfred Korth; Silvia Kottas; Eva Kyselka; Aurora Lacasa; Angelika Müller; Thomas Lück; Robby Lind; Rainer Maerz; Anne Mehner; Herbert Mewes-Conti; Gabriele Munk; Miro Fabian; Molly-Sisters; Twins; Hans-Joachim Mendt; Hans-Jürgen Gröschner; Ingo Krähmer; Freddy Kleinert; Anett Navall; Roland Neudert; Magdalena Peschewa; Peter und Paul; Muck; Peter Ehrlicher; Chris Doerk; Bernhard Petrack; Maria Poeck; Ingrid Pollow; James W. Pulley; Doris Reese; Silvia Rhein; Sabine Rotenberg; Norbert Sadler; Duo Sahn; Gerda Seifert; Günter Seifert; Shenja & Matthias; Peter Skodowski; Vera Schneidenbach; Monika Schobert; Frank Schöbel; Paul Schröder; Eva Schröder-Branzke; Michael Schubert; Heinz Schulz; Elke Schuhmann; Detlef Stahlberg; Katrin Steinhöfel; Dina Straat; Sascha Thom; Regina Thoss; Bärbel Wachholz; Thomas Wagner; Siegfried Walendy; Jürgen Walter; Christa Warnecke; Margot Wiczorek; Peter Wieland; Dieter Wiszniewski; Waltraud Witte; Harald Wilk; Manfred Wolf; Dieter Wunderlich; Petra Zeise; Helga Zerrenz; Ines Zielinski; Rolf Zimmermann; Ernst-Barnetz-Chor; Cantus-Chor; Jürgen-Erbe-Chor; Pique 5; Bernd Heinrich; Margit Jaenisch; Edith Kambor; Ljudmila Kulischenko; Michael Matthis; Helga Matthus; Alfred Quiring; Monika Sanders; Gabi Rückert; Duo Rommee; Doris Metzner; H & N; Kirsten Kühnert; Doris Andreas; Gruppe GES; Gunnar Berndt; Michaela Burkhardt; Günter Geißler; Onik Gogonjan; Jenny Greißner; Regina und Walter Könitz; Tanja; Bärbel Lange; Achim Mentzel; Isolde Natusch; Marika Schwarzer-Soyka; Duo Henklein; Werner Sklenitschka; Birgit Schwichtenberg; Gerlinde Schuster; Sieglinde Zeitel; Gerda Bachtig; Monika Bethge; Volker Böhm; Volker Bormann; Christian Burkhardt; Ina-Maria Federowski; Helga Endlich; Martina Mai; Elke Martens; Tina Freyer; Andrea Kießler; Frank Kretschmer; Brigitte Kriesche; Klaus Schaefer; Heidi Kempa; Peter Ludewig; Lothar Manigk; Rita und Dietmar Mejer; Sandra Mo; Frank Müller; Iris Münch; Wilfried Peetz; Petra Reedlich; Ute Rodig; Jan Gregor; Gudrun von Scheidt; Katja Ostrowska; Hans-Jürgen Andersen; Andreas Schwarz; Anne Boerd; Hans-Dieter Wetzel; Peter Förster; Gerda Gabriel; Norbert Gebhardt; Joachim Golinski; Jörg Hindemith; Bernd Ritter; Kersten Weingart; Elisabeth Enders; Sonja Hilse; Kathrin Fischer; Knut Geipel; Rosi Kademann; Jürgen Kerntopf; Ute Seifarth; Martina Penzoldt; Lidia Adam; Hans-Jürgen Beyer; Klaus Eckhoff; Ingolf Keppel; Christel Hannah; Christine Wachholz; Tilo Kobela; Klaus Willkomm; Irene Henning; Costa Dobrev; Lutz Bornmann; Lubomir Danailow; Matthias Kretschmar; Christin Betz; Charly Betz; Günter Lammel; Regine Klee; Ute Seifarth; Iwan Kissimow; Jean Löffler; Martina Mack; Elke Mittank; Gerd Müller; Bianca Piepp; Karl-Heinz Reichert; Klaus Reichl; Sven Simon; Ingrid von Seyditz; Marion Uhlig; Bärbel Walsch;

Beisenherz analysiert Stimmung in Ostdeutschland und politische Folgen

Journalistischer Text - FB Der Blick auf die Berichterstattung über Ostdeutschland offenbart wiederkehrende Muster. Micky Beisenherz kritisiert den medialen Reflex, vor anstehenden Wahlen Reporter in ostdeutsche Bundesländer zu entsenden, um dort gezielt extreme Meinungsbilder einzufangen. Diese Praxis führt oft zu einer verzerrten Darstellung der dortigen Realität und bedient Klischees, anstatt die tieferliegenden Ursachen für den politischen Unmut in der Bevölkerung differenziert zu beleuchten. Ein wesentlicher Aspekt der Analyse ist der Vergleich zwischen dem Ruhrgebiet und ostdeutschen Regionen. Beisenherz stellt fest, dass strukturelle Probleme wie Kaufkraftverlust, drohende Arbeitslosigkeit und der sichtbare Verfall von Innenstädten in westdeutschen Städten wie Gelsenkirchen ebenso präsent sind wie in Teilen Ostdeutschlands. Die Unzufriedenheit der Bürger speist sich in beiden Regionen aus ähnlichen sozioökonomischen Quellen, wird jedoch politisch unterschiedlich kanalisiert. Hinsichtlich der politischen Landschaft in Sachsen-Anhalt oder Thüringen wird die Regierungsbildung als komplexe Herausforderung beschrieben. Die etablierten Parteien stehen vor der Schwierigkeit, stabile Mehrheiten ohne die AfD zu organisieren. Charismatische Kandidaten der Ränder und eine volatile Wählerschaft erschweren Vorhersagen und setzen die Bundesparteien unter erheblichen strategischen Druck, geeignete Antworten auf diese Dynamik zu finden. Für Friedrich Merz ergibt sich daraus eine schwierige Führungssituation gegenüber den östlichen Landesverbänden der CDU. Der Versuch, politische Linien aus der Berliner Parteizentrale vorzugeben, könnte in den Regionen auf signifikanten Widerstand stoßen. Lokale Akteure könnten die Autorität der Parteispitze infrage stellen, wenn deren Vorgaben an der Lebensrealität und den politischen Notwendigkeiten vor Ort vorbeigehen.