Trabant 601S vs. 601S Deluxe: Die feinen Unterschiede, die den Luxus ausmachten

Der Trabant 601 war für viele das Fahrzeug der Wahl in der DDR. Doch nicht jeder Trabi war gleich. Ein aktueller Vergleich auf dem YouTube-Kanal „GENEX“ wirft ein Schlaglicht auf die Unterschiede zwischen dem Trabant 601S und dem Trabant 601S Deluxe, Modelle, die sich besonders in ihrer Ausstattung unterschieden und den Begriff „Luxus“ auf DDR-Art neu definierten.

Schon auf den ersten Blick zeigten sich die auffälligsten Differenzen an der Front. Während der normale 601S lackierte Stoßfänger und keine Nebelscheinwerfer besaß, protzte der Deluxe mit Chromstoßstangen und Nebelscheinwerfern. Auch von hinten fielen die Unterschiede ins Auge: Der Deluxe war ebenfalls mit Chromstoßstangen, Nebelscheinwerfern und einem Rückfahrlicht ausgestattet.

Ein typisches Highlight, das viele Käufer des Deluxe begehrten, war die Zweifarblackierung. Diese war beim Deluxe Standard, auch wenn zum Ende der Produktion hin, etwa 1989, wohl auch viele Deluxe-Modelle ohne Zweifarblackierung ausgeliefert wurden. Eine weitere charakteristische Ausstattung des Deluxe war die Antenne für UKW-Radio.

Im Innenraum waren die Unterschiede weniger drastisch, aber vorhanden. Das Armaturenbrett war weitgehend gleich, jedoch verfügte der Deluxe über zusätzliche Schalter für die Nebelscheinwerfer und das Nebelschlusslicht. Ein praktisches Feature, das die letzten Modelle beider Varianten gemein hatten, war eine Kraftstoffmomentanverbrauchsanzeige neben dem Tacho, die beim Spritsparen helfen konnte.

Komfortmerkmale, die beide Modelle aufwiesen, waren die Heckscheibenheizung. Der Deluxe bot darüber hinaus aber auch Klappfenster hinten, was besonders im Sommer vorteilhaft war, da so die Luft besser zirkulieren konnte.

Neben den Serienunterschieden gab es auch Ausstattungsdetails, die nicht bei jedem Modell gleich waren oder vom Besitzer nachgerüstet wurden. So verfügte ein im Vergleich gezeigter Deluxe über ein originales DDR-Glashubdach und einen vom Sattler nachgerüsteten Innenhimmel. Interessant ist auch die Entwicklung bei den Türöffnern: Spätere Modelle mit Schraubenfedern hatten neue Türöffner zum Klappen, während ältere Trabant-Modelle noch Schieber besaßen, um die Tür zu öffnen.

Was beide Modelle verband, war ihr praktischer Nutzen und die Technik unter der Haube. Der Kofferraum bot erstaunlich viel Platz und war auch für längere Reisen, wie z.B. nach Bulgarien, ausreichend. Im Motorraum, der als „Kraft der zwei Kerzen“ bezeichnet wurde, gab es zwischen dem S und dem Deluxe keine Unterschiede.

Der Vergleich zeigt deutlich, dass der Trabant 601S Deluxe seinem Namen gerecht wurde, indem er eine Reihe von zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen bot, die den Komfort und die Optik aufwerteten und ihn zum begehrteren Modell machten.

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