RUDOLSTADT-FESTIVAL 2024: Dauerkarten und besondere Regelungen für Einheimische

Bändchenumtausch, Passierscheine, Durchfahrtsgenehmigungen und mehr…

Rudolstadt. Auch zum diesjährigen Rudolstadt-Festival erhalten die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt ihre Dauerkarten online oder an den Vorverkaufsstellen in den Tourist- Informationen Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg, sowie in den KomBus-Service-Centern zum Vorzugspreis von 60,00 € bzw. 30,00 € (ermäßigt). Diese Karten gelten jedoch ausschließlich für Bewohner des Landkreises, welche zum Zeitpunkt des Rudolstadt-Festival hier über ihren Hauptwohnsitz verfügen. Besucher des Festivals, welche lediglich einen Nebenwohnsitz im Landkreis angemeldet haben, müssen Karten für „Auswärtige“ erwerben.

Bitte beachten: Es gibt keine Tageskarten. Innenstadtkarten können an der Kasse am Platz der OdF erworben werden.

Während Kinder bis zum vollendetem 6. Lebensjahr freien Zutritt haben, besteht für die Altersgruppe von 7 bis 16 Jahren die Möglichkeit, ermäßigte Karten zu erwerben.

Die Karten können am Donnerstag, 04.07.2024 von 10.00 Uhr bis 24.00 Uhr, am Freitag, 05.07.2024, von 10.00Uhr bis 24.00 Uhr, am Samstag, 06.07.2024, von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr und am Sonntag, 07.07.2024, von 10.00Uhr bis 12.00 Uhr am Stand auf dem Platz der OdF in Bändchen eingetauscht werden. Wir bitten, die nicht berufstätige Bevölkerung, die Vormittagsstunden zum Umtausch zu nutzen.

Am Stand ist die Vorlage des Personalausweises bei Erwachsenen und bei Kindern ein Dokument mit Lichtbild undAdresse zwingend erforderlich. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nur bei einer Legitimation mit diesen Dokumenten ein Eintausch der Karten in Bändchen erfolgen kann. So ist beispielsweise der Eintrag von Kindernim Reisepass der Eltern nicht ausreichend. Sollte kein Lichtbildausweis vorhanden sein, besteht die Möglichkeit eine Meldebescheinigung ausstellen zu lassen. Diese wird ebenfalls akzeptiert.

Des Weiteren achten Sie später bitte darauf, dass eventuell zu eng angelegte Bändchen nur von den zuständigen Mitarbeitern am Bändcheneintauschstand aufgeschnitten und umgetauscht werden können.

Ein Antrag zum Ausstellen von Passierscheinen und Durchfahrtsgenehmigungen kann ab dem 01.06.2024 von der Homepage der Stadt Rudolstadt heruntergeladen werden. Den ausgefüllten Antrag können Sie vorab per Mail an oep@rudolstadt-festival.de senden. Die Ausgabe der Passierscheine erfolgt dann ab Montag, 24.06.2024, bis zum Freitag, 05.07.2024, im Bürgerservice im Rathaus Rudolstadt zu den Öffnungszeiten. Hier können auch Antragsformulare ausgefüllt werden. Bitte beachten Sie, dass außerhalb der Sperrzeiten keine Passierscheine für Anwohner oder dienstlich Beschäftigte notwendig sind. Anwohner benötigen keinen Passierschein. Hier genügt die Vorlage des Personalausweises. Die Anlieferung der Geschäfte sollte außerhalb der Sperrzeiten erfolgen, wie es auch jetzt schon vorgeschrieben ist. Dienstpläne sind dem Veranstalter auf Verlangen vorzulegen. Es werden in diesem Jahr verstärkt Kontrollen zur Notwendigkeit des Erhalts eines Passierscheines durchgeführt.

Die Gartenbesitzer der Gartensparten „Große Wiese“, „Am Pulverturm“ und „Krumme Wiese“ benötigen keinenPassierschein, wenn sie an der Absperrung „Kleiner Damm“ ihren gültigen Gartenausweis (Pacht 2024 muss bezahlt und vermerkt sein) vorweisen können. Das Parken auf dem ehemaligen Jahr-Sport-Platz ist für die Gartenbesitzer in diesem Jahr nur sehr eingeschränkt möglich. Firmen, die die Absperrung „Kleiner Damm“durchfahren wollen, benötigen einen Passierschein.

Alle genannten Maßnahmen dienen dazu, Missbrauch von Vergünstigungen zu verhindern, Vorzugspreise für die einheimische Bevölkerung auch zukünftig zu ermöglichen sowie die Sicherheit der Einwohner und Gäste zu gewährleisten.

Bitte beachten Sie: Die Mitarbeiter der Festival-Security regeln den Durch- bzw. Übergang an der Elisabethbrücke nach eigenem Ermessen, nach Einschätzung der Situation. Kinderwagen, Fahrräder, Bollerwagen etc. werden bei erhöhtem Besucheraufkommen über die „Neue Cumbacher Brücke“ umgeleitet. Es empfiehlt sich den Übergang mit genannten Transportmitteln gänzlich zu meiden.

Für Ihr Verständnis bedanken sich die Organisatoren im Voraus und wünschen viel Spaß beim Rudolstadt-Festival.

Die inoffizielle Hierarchie der DDR-Gesellschaft jenseits der Ideologie

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Es gehört zu den prägenden Erfahrungen vieler Ostdeutscher, dass der berufliche Titel auf dem Klingelschild wenig darüber aussagte, wie es hinter der Wohnungstür tatsächlich aussah. Teaser: Wer sich an die Strukturen der DDR erinnert, stößt schnell auf ein Paradoxon, das den Alltag vieler Familien bestimmte. Da war der Ingenieur, der komplexe Fertigungsanlagen plante, aber am Wochenende hilflos vor einem tropfenden Wasserhahn stand, weil ihm sowohl das Material als auch die Verbindung zum Klempner fehlte. Und da war der Nachbar, der als Fernfahrer im internationalen Verkehr unterwegs war und dessen Wohnzimmer mit Geräten ausgestattet war, die der Ingenieur nur aus dem Westfernsehen kannte. Diese Diskrepanz war kein Zufall, sondern ein systemimmanenter Effekt. Die staatlich verordnete Gleichheit führte nicht zur Abschaffung von Hierarchien, sie verschob sie nur auf andere Ebenen. Nicht mehr der Bildungsabschluss oder die Verantwortung im Beruf waren die primären Währungen für sozialen Aufstieg und materiellen Wohlstand, sondern der Zugriff auf das, was fehlte. In einer Gesellschaft, in der Geld im Überfluss vorhanden, aber Waren knapp waren, verschoben sich die Machtverhältnisse zugunsten derer, die Mangel verwalten oder umgehen konnten. Das führte zu einer schleichenden Entwertung akademischer Biografien und zu einem leisen, aber stetigen Frust bei jenen, die glaubten, Leistung müsse sich lohnen. Die wirkliche Elite bildete sich oft im Verborgenen, in den Netzwerken der "Zweiten Ökonomie" und auf den Raststätten der Transitautobahnen. Es entstand eine Gesellschaft, in der die offizielle Ordnung und die gelebte Wirklichkeit immer weiter auseinanderklafften, bis sie nicht mehr zu vereinbaren waren. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Die soziale Ordnung der DDR folgte einer Logik, die in keinem Lehrbuch für Marxismus-Leninismus zu finden war und die den Alltag dennoch stärker prägte als jeder Parteitagsbeschluss. Teaser: Wenn man heute auf die Gesellschaftsstruktur der DDR blickt, muss man den Begriff der "Klasse" neu definieren. Es ging weniger um den Besitz von Produktionsmitteln als um den Besitz von "Beziehungen" und Devisen. Eine Analyse der Versorgungswege zeigt deutlich, wie sich eine inoffizielle Hierarchie etablierte, die quer zu den staatlichen Zielen lag. Fernfahrer und Handwerker verfügten über ökonomische Hebel, die vielen Ärzten oder Lehrern fehlten. Während die Politik versuchte, die Intelligenz materiell nicht zu stark von der Arbeiterklasse abzuheben, schuf der Mangel eigene Privilegien. Wer Devisen besaß oder eine begehrte Dienstleistung anzubieten hatte, konnte sich aus den Zwängen der Planwirtschaft teilweise befreien. Diese Mechanismen führten zu einer tiefen Fragmentierung der Gesellschaft, in der der offizielle Status oft im Widerspruch zur realen Kaufkraft stand. Das System der Privilegien war dabei so fein austariert, dass jeder genau wusste, wo er in dieser unsichtbaren Rangordnung stand. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Wer im Sozialismus studierte, tat dies selten in der Erwartung, später einmal zu den Großverdienern der Gesellschaft zu gehören. Teaser: Die Nivellierung der Einkommen war politisches Programm, doch sie hatte unbeabsichtigte Nebenwirkungen. Dass ein erfahrener Facharzt oft kaum mehr verdiente als ein Schichtarbeiter und deutlich weniger Möglichkeiten hatte als ein Handwerker im Schwarzarbeits-Sektor, sorgte für eine stille Erosion der Leistungsmotivation. Die Währung der Anerkennung war entkoppelt von der Währung des Konsums. Man lebte in einem System, in dem derjenige am meisten galt, der organisieren konnte, was