Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz

Erfurt. Rund 75,4 Millionen Euro sind für Neu-, Um- und Erweiterungsbauten der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz (TLFKS) vorgesehen.

Rund 37.000 Einsätze im Jahr: Ob Hilfeleistungs-Einsatz, Brandbekämpfung oder Katastrophenfall: Die 34.000 Thüringer Feuerwehrangehörigen haben rund um die Uhr alle Hände voll zu tun, rund 102 Mal am Tag werden sie zum Einsatz gerufen.

„Feuerwehr und Katastrophenschutz retten Leben – und dafür schaffen wir bestmögliche Lehr- und Ausbildungsbedingungen. Wir erwarten von Feuerwehr und Katastrophenschutz, dass sie im Notfall verlässlich zur Stelle sind. Neben dem häufig ehrenamtlichen Einsatz der Kamerad:innen bedarf es erheblicher Investitionen: Rund 75,4 Millionen Euro für Neu-, Um- und Erweiterungsbauten belegen, dass die Landesregierung die Priorität deutlich auf eine moderne und zeitgemäße TLFKS legt“, sagt Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij anlässlich des Spatenstichs.

Derzeit wird bereits die neue Ausbildungs- und Fahrzeughalle für rund 13,6 Millionen Euro realisiert, die Eisenbahntunnelübungsanlage in Crossen für rund 27 Millionen Euro ist in der Planung.

Die zusätzliche Investition von 75,4 Millionen Euro dient der Erweiterung und der komplexen Sanierung mit dem Ziel: 

  • Schaffung eines modernen Campus‘, einer Lernumgebung, welche pädagogisch und didaktisch auf der Höhe der Zeit ist
  • Kapazitätserweiterung und Modernisierung der Unterbringungsmöglichkeiten und der Mensa
  • Überarbeitung sämtlicher Erschließungen wie Verkehrs-anschlüsse, Elektroanlagen, Wasser, Abwasser, Gas, IT
  • Bau eines Parkhauses und einige Modernisierungen mehr

Hintergrund:

Jährlich werden in der TLFKS in Bad Köstritz rund 4.500 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren, des Katastrophenschutzes, der Werksfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehren in über 60 verschiedenen Lehrgängen beschult. Unterbringung, Mensa, Schulungsgebäude, Fahrzeughalle, Werkstatt, Verwaltung und vieles mehr sind nicht in einem zeitgemäßen baulichen Zustand. Deshalb sind umfangreiche Investitionen notwendig, die die Landesregierung mit Priorität umsetzt.

Die umfangreichen Neu-, Um- und Erweiterungsbauten werden in mehreren Etappen und weitestgehend im laufenden Lehr- und Ausbildungsbetrieb erfolgen. Der Bauabschluss ist für 2034 realistisch.

Zum Spatenstich werden neben Ministerin Susanna Karawanskij und TLFKS-Leiter Jörg Henze Finanzministerin Heike Taubert, Innenminister Georg Maier, die Vizepräsidentin des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr, Dr. Marita Kasper und der Bürgermeisters Oliver Voigt zugegen sein. Die Feuerwehr-Kapelle Wurzbach übernimmt die musikalische Rahmung.

Juli Zeh zwischen den Fronten: Wie Medien Aussagen instrumentalisieren

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Es ist eine Gratwanderung, die viele Ostdeutsche kennen: Man übt Kritik an den bestehenden Verhältnissen und findet sich plötzlich im falschen Applaus wieder. Teaser: Die Schriftstellerin Juli Zeh hat in einem Interview differenziert über ihre Nachbarn in Brandenburg und die Wirkungslosigkeit der sogenannten Brandmauer gesprochen. Eine Analyse zeigt nun, wie schnell aus einer nachdenklichen Bestandsaufnahme in der medialen Weiterverarbeitung eine politische Kampfansage konstruiert wird. Dabei gehen genau jene Zwischentöne verloren, die für das Verständnis der Situation im Osten essenziell wären. Der vollständige Text mit allen Hintergründen steht im Blog. Bildidee: Eine Frau steht in einem ländlichen Innenraum am Fenster und blickt hinaus in eine weite, neblige Landschaft. Das Licht ist weich, die Stimmung nachdenklich und ruhig. Bildprompt: Cinematic shot, medium shot of a woman looking out of a window in an old farmhouse, rural landscape outside, foggy morning, soft natural lighting, contemplative mood, photorealistic, 8k, --ar 1:1 B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Wenn aus einer juristischen Risikoanalyse eine politische Abrechnung wird, leidet die gesellschaftliche Debatte. Teaser: Der Vergleich zwischen dem Original-Interview von Juli Zeh in der taz und der Rezeption in der Jungen Freiheit offenbart die Mechanismen moderner Medienöffentlichkeit. Während im Original das Scheitern der Brandmauer als strategisches Problem der Demokratie diskutiert wird, dient dasselbe Zitat anderswo als Bestätigung für das Scheitern der Altparteien. Eine Einordnung darüber, wie Inhalte ihren Sinn verändern, wenn sie den Kontext wechseln. Der vollständige Text mit allen Hintergründen steht im Blog. Bildidee: Ein hölzerner Schreibtisch, auf dem zwei unterschiedliche Zeitungen liegen, eine Kaffeetasse daneben, Fokus liegt auf dem bedruckten Papier, leicht unscharfer Hintergrund einer Bibliothek. Bildprompt: Still life photography, a wooden desk with two different newspapers lying next to each other, a cup of coffee, focus on the texture of the paper and print, soft depth of field with library in background, realistic, documentary style, --ar 1:1 C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Die Feststellung, dass eine Strategie wirkungslos blieb, ist noch keine Absage an die Prinzipien dahinter. Teaser: Juli Zeh konstatiert das Faktische: Die Brandmauer hat die AfD nicht kleinhalten können. Wer diesen Satz isoliert, unterschlägt jedoch ihre Schlussfolgerung. Es geht nicht um das Aufgeben von Prinzipien, sondern um die Suche nach wirksameren Methoden jenseits der moralischen Empörung. Eine Betrachtung der aktuellen Deutungskämpfe. Der vollständige Text mit allen Hintergründen steht im Blog. Bildidee: Eine Nahaufnahme einer alten Ziegelsteinmauer, an der Efeu hochrankt oder die leichte Risse zeigt. Symbolisch für die "Brandmauer", aber organisch und alt. Bildprompt: Close up detail shot of an old brick wall, weathered texture, some ivy growing on the side, soft sunlight casting shadows, symbol of a barrier, photorealistic, highly detailed, --ar 1:1 Quelle: Eigene Analyse basierend auf taz ("Juli Zeh über Nachbarn, die AfD wählen") und Junge Freiheit ("Bestsellerautorin Juli Zeh rechnet mit Brandmauerpolitik ab").