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Bad Salzungen wird erneut als „Staatlich anerkanntes Soleheilbad“ zertifiziert

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Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee übergibt der Stadt die Anerkennungsurkunde

Erfurt. Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat Bad Salzungen erneut den Status als „Staatlich anerkanntes Soleheilbad“ ausgesprochen. Hierfür übergab Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute die entsprechende Urkunde an Bürgermeister Klaus Bohl.

„Die Verleihung des Prädikats `Staatlich anerkanntes Soleheilbad` unterstreicht Bad Salzungens lange Kurtradition sowie die wichtige Rolle im Gesundheitstourismus. Die natürlichen Heilmittel der Stadt, insbesondere die hochwertige Sole in Kombination mit medizinischen Vorsorgeleistungen, gewährleisten die herausragende Positionierung des Kurortes. Daher freut es mich, dass ich der Stadt diese Anerkennung erneut verleihen kann“, sagte Tiefensee.

Die Anerkennung erfolgt auf der Grundlage des Thüringer Kurortegesetzes und der entsprechenden Verordnungen. Die Stadt Bad Salzungen hat alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, um dieses Prädikat zu erhalten. Ein umfassendes Prüfverfahren, das unter anderem eine Ortsbereisung durch den Landesfachausschuss für Kur- und Bäderwesen sowie ein bioklimatisches Gutachten beinhaltete, wurde erfolgreich durchlaufen.

Bad Salzungen ist damit weiterhin eins von insgesamt 18 Kurorten in Thüringen. Der Begriff „Kurort“ ist dabei als Sammelbegriff zu verstehen, hierunter fallen neben dem Soleheilbad beispielsweise auch Luftkurorte oder Orte mit einem Heilstollenkurbetrieb.

Mit über 200.000 Übernachtungen pro Jahr zählt Bad Salzungen zu den zehn stärksten Tourismusorten Thüringens. Die Stadt bietet eine Vielzahl von touristischen Attraktionen und Gesundheitseinrichtungen, darunter die SOLEWELT und das Gradierwerk.

Landesregierung MV will Aufbau eines Kinderhospizes unterstützen

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Schwerin. Einmal im Jahr lädt die Stiftung „Betroffen“ zur Windflüchter Charity-Gala nach Stralsund. Die Stiftung unterstützt Krebserkrankte und ihre Angehörigen in der Region Vorpommern-Rügen bei der Krankheits- und Alltagsbewältigung. Wie schon in den Vorjahren wurde die Spendengala durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eröffnet.

„Die Diagnose und die Behandlung selbst sind für krebskranke Menschen schon schwierig genug. Aber für viele stellen sich noch ganz andere Fragen: Wo finde ich die beste Behandlung? Wie komme ich dahin? Wie kommen wir klar, wenn das Einkommen wegfällt? Wo bekomme ich Unterstützung? Die Stiftung „Betroffen“ unterstützt Tumorerkrankte und deren Angehörige in der Region Vorpommern-Rügen unkompliziert und unbürokratisch, mit Beratung, Hilfe und auch mit Geld. Und sie informiert über den Krebs. Auch heute ist der offene Umgang mit der Erkrankung noch nicht selbstverständlich. Ich habe deshalb auch in diesem Jahr sehr gern die Schirmherrschaft über die Windflüchter-Gala übernommen“, erklärte die Ministerpräsidentin, die selbst an Krebs erkrankt war.

Schwesig kündigte auf der Gala an, dass die Landesregierung den Aufbau eines Kinderhospizes in Stralsund durch den Förderverein Kinder- und Jugendhospiz Leuchtturm e.V. mit 1 Million Euro unterstützen will. „Wenn ein Kind unheilbar erkrankt, ist das schrecklich. Ich bin sehr dankbar dafür, dass der Förderverein Leuchtturm das erste Kinder- und Jugendhospiz aufbauen will. Kinder und Jugendliche sollen dort die bestmögliche Versorgung und ihre Eltern eine optimale Betreuung in schwersten Zeiten erhalten. Wir als Landesregierung unterstützen dieses Vorhaben gern.“

Zur Verbesserung der Krebsbehandlungen im Land sei im vergangenen Jahr das „Comprehensive Cancer Center“ der Universitätsmedizinen Rostock und Greifswald gegründet worden. „Das CCC-MV soll erkrankten Menschen im Land eine individuell zugeschnittene Behandlung nach dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft ermöglichen. Gleichzeitig wollen wir mit dem Zentrum die Forschung und Ausbildung von Spezialisten verbessern“, erläuterte Schwesig

Neuer Veranstaltungskalender für Tanz und Performance in Dresden

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Dresden. Ab Mai gibt der TanzNetzDresden e. V. monatlich einen neuen Kalender heraus, der Tanz- und Performance-Veranstaltungen im Großraum Dresden bündelt. Der Tanzkalender Dresden erscheint online auf der Internetseite des Vereins und in gedruckter Form als Plakat, welches an Spielorten und Tanzschulen in der Stadt aushängt. Veröffentlicht werden die Vorstellungstermine der am Tanzkalender beteiligten Spielstätten, Institutionen und Künstlerinnen und Künstler: Semperoper Dresden, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Staatsschauspiel Dresden, Societaetstheater, Staatsoperette Dresden, Projekttheater, Landesbühnen Sachsen, TanzNetzDresden, villa/wigman und Yenidze Theater.

„Die Einführung eines Tanzkalenders für Dresden als Stadt des Tanzes ist eine wunderbare Ergänzung, um den Tanz als besonderen Teil unseres kulturellen Erbes wie der zeitgenössischen performativen Kunst noch mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Zudem bietet er Companies sowie Künstlerinnen und Künstlern eine weitere mediale Plattform, um neues Publikum und Unterstützer zu gewinnen.“

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch

„Der Tanzkalender ist ein Versuch, Tanz in all seinen Facetten in Dresden abzubilden.“

Susan Schubert vom Vorstand des TanzNetzDresden e. V.

Mit dem Tanzkalender möchte der TanzNetzDresden e. V. Tanz und Performance in Dresden institutionsübergreifend aufzeigen und den Zugang zu diesen künstlerischen Spielarten erleichtern. Der Verein lädt am Welttanztag, Montag, 29. April 2024, zu einer öffentlichen Veranstaltung anlässlich der Einführung des Tanzkalenders ein. Das kostenfreie Programm beginnt 15 Uhr mit einer Performance auf dem Theaterplatz. Es folgt ein öffentlicher Spaziergang mit Dance-Walk-Performances über die Augustusbrücke und entlang der Hauptstraße zum Societaetstheater. Bei einem Fest ab 17 Uhr im Kräutergarten des Theaters spricht Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch ein Grußwort.

Die Landeshauptstadt Dresden und SAX – Das Dresdner Stadtmagazin unterstützen und begleiten die Präsentation des Tanzkalenders. www.tanznetzdresden.de

Neue Förderrichtlinie zur nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung in MV tritt in Kraft

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Schwerin. Am Montag tritt die „Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen der nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung (StadtentwFöRL M-V)“ in Kraft. Sie wurde auf Grundlage des Programms für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021-2027 erarbeitet. Ziel der Förderrichtlinie ist, die städtische Infrastruktur in den Bereichen Bildung und Soziales sowie die Energieeffizienz in diesen beiden Bereichen zu verbessern.

„Die Europäische Union unterstützt Themen der Stadtentwicklung unter anderem mit Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung. Wir in Mecklenburg-Vorpommern nutzen diese Möglichkeit, um die Attraktivität unserer 23 Mittel- und Oberzentren als Wirtschafts- und Wohnstandort zu steigern und dem Aspekt der Zentralörtlichkeit Rechnung zu tragen. Attraktive Innenstädte, lebenswerte Stadtteilzentren und Ortskerne haben herausragende Bedeutung für alle, die dort wohnen und arbeiten, aber auch für Gäste. Das Programm EFRE Mecklenburg-Vorpommern 2021-2027 wurde im August 2022 durch die EU-Kommission genehmigt. Mit der neuen Richtlinie können die Mittel nun zielgerichtet für Investitionen in Bildung und soziale Infrastruktur eingesetzt werden“, sagt Landesbauminister Christian Pegel.

Insgesamt stehen 113 Millionen Euro EFRE-Mittel – davon 90 Millionen Euro für Maßnahmen der Stadtentwicklung und 23 Millionen Euro für Maßnahmen der Energieeffizienz – zur Verfügung.

Beispiele für zuwendungsfähige Vorhaben sind die Errichtung und Sanierung von allgemeinbildenden Schulen, Kindertageseinrichtungen, Horten, Sportstätten, Begegnungsstätten und Grünflächen sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung und Verminderung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen von Gemeinbedarfseinrichtungen.

Antragsberechtigt sind Ober- und Mittelzentren, die über ein positiv bewertetes Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) verfügen. Die Zuwendung wird als Zuschuss bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten ausgereicht. Der nächste Antragsstichtag ist der 27. Mai 2024, danach der 30. Juni und der 31. Dezember eines jeden Jahres. Anträge sind an das Landesförderinstitut (LFI) Mecklenburg-Vorpommern zu richten. Ein Auswahlgremium bestehend aus den zuständigen Ministerien wird diese anhand von Kriterien bewerten. Die Auswahlkriterien werden gesondert auf den Webseiten des LFI veröffentlicht.

Die Richtlinie erscheint im Amtsblatt Nr. 18 am 29. April 2024.

Hintergrund

In der vergangenen Förderperiode 2014-2020 konnten in Mecklenburg-Vorpommern knapp 252 Millionen Euro aus dem EFRE kombiniert mit Landesmitteln eingesetzt werden. Im Bildungsbereich gehören neben Schulen auch Kindertageseinrichtungen wie Krippe, Kindergarten, Hort sowie schulische Sportstätten zur Förderung. Dafür wurden rund 160 Millionen Euro bereitgestellt. Allein für Schulen wurden in den letzten Jahren rund 130 Millionen Euro als Zuwendung gewährt.

Angst, Macht, Gedenken – Die Stasi-Zentrale in Dresden

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Dresden. Die Stasi-Zentrale in Dresden war ein bedeutender Standort des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der DDR. Diese Einrichtung spielte eine zentrale Rolle in der Überwachung und Repression der Bevölkerung im Bezirk Dresden. Das MfS war für seine umfassenden Überwachungsmaßnahmen bekannt, und die Zentrale in Dresden war keine Ausnahme.

Die Stasi-Zentrale in Dresden befand sich in der Bautzner Straße, in einem großen Gebäudekomplex, der als Bezirksverwaltung für Staatssicherheit (BVfS) diente. Dieser Komplex war einer von 15 Bezirksverwaltungen, die das MfS in der gesamten DDR unterhielt, um eine flächendeckende Überwachung und Kontrolle zu gewährleisten.

Die Hauptaufgaben der Stasi in Dresden umfassten die Überwachung der Bevölkerung, die Repression und Zersetzung von Oppositionellen sowie Spionage. Die Stasi sammelte Informationen über Bürger, die als potenzielle Gegner des sozialistischen Systems galten. Dazu gehörten politische Dissidenten, Mitglieder der Kirche, Künstler und andere Personen, die von der offiziellen Linie abwichen. Die Stasi setzte gezielt Maßnahmen ein, um das Leben von Oppositionellen zu zerstören, durch psychologische Zersetzung, soziale Isolation und berufliche Diskriminierung. Neben der inneren Überwachung betrieb die Stasi auch Auslandsspionage, insbesondere in Westdeutschland. Dresden spielte dabei eine wichtige Rolle als Standort für Agenten und Informanten.

Die Stasi in Dresden nutzte eine Vielzahl von Überwachungsmethoden, darunter Telefonüberwachung, Abhörgeräte, Postkontrolle und ein dichtes Netz von Inoffiziellen Mitarbeitern (IMs). Diese IMs waren oft normale Bürger, die von der Stasi rekrutiert wurden, um Informationen über ihre Mitmenschen zu sammeln. Die Überwachung war allgegenwärtig und betraf nahezu alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens.

Ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Stasi-Zentrale in Dresden war die Besetzung durch Bürgerrechtler im Herbst 1989. Am 5. Dezember 1989, im Zuge der politischen Umbrüche und der friedlichen Revolution in der DDR, drangen Bürger in die Stasi-Zentrale ein, um die Vernichtung von Akten zu verhindern. Dieser Akt war Teil eines landesweiten Prozesses, bei dem Bürgerrechtler die Kontrolle über Stasi-Dienststellen übernahmen, um die Unterlagen des MfS zu sichern und die Aufarbeitung der Stasi-Verbrechen zu ermöglichen.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Stasi-Zentrale in Dresden geschlossen, und die Gebäude wurden teilweise für andere Zwecke genutzt. Heute beherbergt der Komplex ein Dokumentationszentrum, das an die Tätigkeit der Stasi erinnert und die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit fördert. Das Dokumentationszentrum und die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden bieten Ausstellungen und Veranstaltungen an, die über die Arbeit der Stasi und die Repression in der DDR informieren.

Die Stasi-Zentrale in Dresden ist somit ein wichtiger Ort der Erinnerung und Aufarbeitung. Sie steht als Symbol für die allgegenwärtige Überwachung und Repression, die viele Menschen in der DDR erleiden mussten. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stasi ist ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur und der Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Mecklenburg-Vorpommern tritt „Bündnis gegen Sexismus“ bei

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Schwerin. „Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz ist dem ->Bündnis gegen Sexismus beigetreten. Dieser Schritt ist aus meiner Sicht eine Selbstverständlichkeit, denn Sexismus und sexuelle Belästigung haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen. Doch egal, wohin man schaut, Sexismus ist gerade gegenüber Frauen noch immer verbreitet. Es ist daher gut, dass sich ein breites Bündnis aus Behörden, Vereinen, Politik und der Bevölkerung dagegenstellt. Gemeinsam mit 620 weiteren Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern ist nun auch das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz vertreten“, erklärt Ministerin Jacqueline Bernhardt.

„Wer Sexismus nicht bekämpft, fördert gesellschaftliche Folgen. Denn sexuelle Belästigung und Sexismus sind ein Fundament für Gewalt und Chancenungleichheit. Außerdem drohen bei den Opfern Krankheit und Fehlzeiten, ganz zu schweigen von Angstzuständen. Wir wollen öffentliche Räume, in denen sich alle sicher fühlen können, unabhängig vom Geschlecht, von Ort und Uhrzeit. Ich setze mich dafür ein, dass sich Frauen und Männer an ihren Arbeitsplätzen sicher fühlen. Als Gleichstellungsministerin und als rot-rote Landesregierung ist Chancengleichheit erklärtes Ziel unserer Arbeit. Wenn alle, egal ob Führungskräfte oder Mitarbeitende, sich gegen Sexismus und sexuelle Belästigung stellen, sind alle geschützt. Niemand darf ausgegrenzt oder erniedrigt werden. Alle müssen den gleichen Zugang zur Teilhabe am Berufs- und Alltagsleben haben“, so Gleichstellungsministerin Bernhardt.

„Die Präventionsarbeit des Bündnisses ist äußerst wichtig. Über die Formen von Sexismus, sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt muss umfassend aufgeklärt werden. Ich begrüße es auch sehr, dass die Erklärung in diesem Jahr erweitert wurde. Sie umfasst nun die Bekämpfung von Sexismus und sexueller Belästigung in all ihren Erscheinungsformen, auch sexistische Mehrfachdiskriminierungen bzw. intersektionale Diskriminierungen. Ich werbe dafür, dass weitere Unterzeichnerinnen und Unterzeichner hinzukommen. In der Konferenz der Gleichstellungsministerinnen und –minister, kurz GFMK, haben wir uns ebenfalls mehrfach dafür ausgesprochen, den Sexismus in allen Formen zu ächten, zuletzt auf der GFMK im vergangenen Jahr“, sagt Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Intersektionalität beschreibt die Verwobenheit verschiedener Diskriminierungen, wie z.B. aus Gründen des Geschlechts und der sexuellen Identität, der ethnischen Herkunft, der Hautfarbe, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung oder des Alters.

4 Jahre Männerhilfetelefon: Mehr Männer brechen ihr Schweigen

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Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg, das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern und das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz teilen mit:

Auch Männer werden Opfer von häuslicher Gewalt. Deshalb wurde das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ am 22. April 2020 in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern ins Leben gerufen. Durch die Beteiligung der Bundesländer Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und zuletzt Rheinland-Pfalz konnte das kostenlose und anonyme Beratungsangebot für von Gewalt betroffene Männer breiter ausgebaut werden. Anlässlich des vierjährigen Bestehens des Männerhilfetelefons ist die Internetseite aktualisiert worden, um Betroffene sowie Helferinnen und Helfer besser zu erreichen. ->www.maennerhilfetelefon.de

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 3.311 Beratungen. Mit 67,6 Prozent meldeten sich überwiegend selbst von Gewalt Betroffene. Unterstützende machten 11,2 Prozent der Beratungen aus, Fachkräfte 15,1 Prozent. Zu 3,3 Prozent waren Presseanfragen und zu 2,7 Prozent sonstige Kontakte zu verzeichnen.

Die nordrhein-westfälische Gleichstellungsministerin Josefine Paul: „Die Zahlen für das Berichtsjahr 2023 zeigen, dass das Hilfetelefon eine wichtige Ergänzung des Gewalthilfesystems und eine zentrale erste Anlaufstelle für betroffene Männer ist. Davon habe ich mich heute auch im Gespräch mit dem nordrhein-westfälischen Projektträger vor Ort überzeugen können. Gewalt an Männern darf kein Tabuthema sein. Wir arbeiten weiterhin daran, dass das Thema in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und Betroffene Unterstützung erhalten.“

Die Mehrheit der Anrufenden hat von Gewalterfahrungen im Erwachsenenalter berichtet. Hierbei wurden am häufigsten psychische und körperliche Gewaltwiderfahrnisse beschrieben. Die häufigsten Anliegen mit denen sich Betroffene an das Hilfetelefon gewandt haben, waren der Wunsch nach psychosozialer Beratung und der Schutz vor weiterer Gewalt.

Mecklenburg-Vorpommerns Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Es ist ein sehr wichtiges bundesweites Angebot. Denn aus Gleichstellungssicht ist es unverzichtbar, dass auch Männern, die Gewalt erleben, jedwede Hilfe geboten wird. Daher war es für Mecklenburg-Vorpommern vor nunmehr über zwei Jahren selbstverständlich, sich zu beteiligen. Ich hoffe, dass weitere Bundesländer sich anschließen.“

Die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Von Gewalt betroffen zu sein geht oftmals mit Scham, Angst und Schuldgefühlen einher. Es ist ein wichtiger und richtiger Schritt, dass sich mehr Menschen an die Beratungs- und Schutzeinrichtungen wenden. Trotzdem ist Gewalt weiterhin ein Tabuthema und das Dunkelfeld zu groß. Wenn betroffene Menschen sich trauen, Hilfe zu holen, müssen sie diese möglichst unkompliziert und schnell erhalten. Mir ist es wichtig, die Beratungsstrukturen und Schutzräume weiterhin zu stärken und auszubauen.“

Seit dem letzten Jahr ist das Hilfetelefon Gewalt an Männern auch mit einem Instagram-Kanal in den Sozialen Medien vertreten, um die schwer erreichbare Betroffenengruppe der jungen Männer durch zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit anzusprechen. Anlässlich des vierjährigen Bestehens ist die überarbeitete Internetseite des ->Hilfetelefons Gewalt an Männern kürzlich online gegangen. Dadurch werden Hemmschwellen auf dem Weg zur Inanspruchnahme des Beratungsangebotes abgebaut und Betroffene, Unterstützerinnen, Unterstützer und Fachkräfte besser informiert.

Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha: „Ich freue mich sehr, dass die Internetseite jetzt adressatenorientierter und barrierefrei gestaltet ist. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, von Gewalt betroffenen Männern zu helfen. Gerade auch Männer mit Behinderungen müssen sich – u.a. in leichter Sprache und Gebärdensprache – über das Angebot des Hilfetelefons und über Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort informieren können.“

Damit noch mehr Männer den Weg zum Hilfetelefon Gewalt an Männern finden, wird das Angebot kontinuierlich durch verschiedene Kampagnen und Öffentlichkeitsmaterialien in die breite Öffentlichkeit getragen. Die am Modellprojekt beteiligten Ministerien nutzen ihre Reichweite, um über die Presse und die sozialen Medien Aufklärung zum Thema zu betreiben, Männer zu ermutigen, sich Hilfe zu holen und ein Zeichen im Kampf gegen Gewalt an Männern zu setzen.

Das Angebot des Hilfetelefons wird auch über die Grenzen der beteiligten Bundesländer hinaus von Betroffenen genutzt.

„Ich würde mir daher sehr wünschen, dass noch mehr Bundesländer dieses Angebot unterstützen. Die finanzielle Unterstützung des Männerhilfetelefons durch weitere Bundesländer ist notwendig, um dieses wichtige Angebot möglichst vielen gewaltbetroffenen Männern zugänglich zu machen“, so Janosch Littig, Staatsekretär im Ministerium für Familien, Frauen, Kultur und Integration in Rheinland-Pfalz.

Das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ ist bundesweit das erste Beratungsangebot, das unter der Nummer 0800 123 99 00 ratsuchenden Männern Unterstützung anbietet. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Modellprojekts findet durch das Institut für empirische Soziologie (IfeS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg statt. Der Bericht zur Evaluation beim Aufbau eines Hilfetelefons und einer Onlineberatung für von Gewalt betroffene Männer ist auf der Internetseite www.maennerhilfetelefon.de abrufbar.

Thüringen fördert „Lernort Bauernhof“, um Wissen über Landwirtschaft in der Gesellschaft zu erhöhen

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Erfurt. Am 26.04.2024 erhielten im Agrarbetrieb TZG Ernstroda in Friedrichroda 15 Landwirtinnen ihre Zertifikate zur erfolgreichen Teilnahme am zweiten ostdeutschen Seminar zur Bauernhofpädagogik. „Wir fördern das Projekt Lernort Bauernhof, damit Kinder und Jugendliche früh lernen, wie wichtig die Landwirtschaft für unsere Gesellschaft ist. Es vermittelt Wissen, woher unser Essen kommt, wie viel Arbeit und Leidenschaft damit verbunden und wie wichtig regionale Produktion ist. Sie erfahren, dass Landwirtschaft auch Landschaftspflege und Umweltschutz bedeutet sowie klimafreundliche Energie produziert. Bauernhofpädagogik ist ein wichtiger Baustein, das Landwirtschaft und Gesellschaft wieder enger zusammenwachsen“, sagt Agrarstaatssekretär Torsten Weil.

Das Seminar „Bauernhofpädagogik“ wurde bereits zum zweiten Mal in Thüringen durchgeführt und ist das Einzige seiner Art in den neuen Bundesländern. Es fand von 2023 bis 2024 an zehn Schulungstagen statt. Das Seminar ist Teil des Projektes „Lernort Bauernhof Thüringen 2022-2024“ und eines von vier Bildungsbausteinen. Es wird vom TMIL über die Richtlinie „Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst-und Ernährungswirtschaft“ mit 152.000 Euro gefördert, davon 75 % ELER- und 25 % Landesmittel. Die Projektkoordination erfolgt durch Landvolkbildung Thüringen e.V. und Thüringer Ökoherz e.V. Weitere Kooperationspartner sind die Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V., Thüringer Bauernverband e.V., Rittergut Schwanditz, Landwirtschaft Körner, Gut Sambach gGmbH, Zukunftsfähiges Thüringen e. V., Bauernhoferlebnisse Marie Scharf.

Ziel des Seminars „Bauernhofpädagogik“ ist es, rechtliche und pädagogische Grundlagen für Landwirtinnen und Landwirte sowie Interessierte für das „Lernen am anderen Ort“ für Schulen u.a. Kindereinrichtungen zu vermitteln. „Der Lernort Bauernhof bietet Kindern und Jugendlichen die Chance praxisnahes Wissen über die moderne Landwirtschaft zu erwerben. Für die Landwirtschaft ist es eine gute Möglichkeit, die Branche attraktiv zu präsentieren und Nachwuchsarbeit zu leisten“, so Staatssekretär Weil.

zur Webseite des „Lernort Bauernhof Thüringen

FCC und Stadtwerke Jena starten am 6. Mai „TOUR DURCH DIE REGION“

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Jena. So wie unser FC Carl Zeiss Jena #MehrAlsFussball ist und sich in der Region über den Sport hinaus sozial und gesellschaftlich engagiert, so setzen sich auch die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck in der Region für viele gesellschaftliche, soziale und kulturelle Projekte ein. Und da darf natürlich auch der Sport nicht fehlen.

Ines Eckert, Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation, erklärt, warum die Stadtwerke die Tour unterstützen: „Die Förderung des Leistungs-, Breiten- und Nachwuchssports vor Ort ist ein wichtiger Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Schon seit über 25 Jahren sind wir daher ununterbrochen Partner des FCC.“

Ralph Grillitsch, FCC-Präsident: „Der FC Carl Zeiss Jena ist fest in der Region verwurzelt, aus der Woche für Woche die Menschen kommen, um den FCC bei seinen Spielen zu unterstützen. Wir wissen, wie sehr sie sich freuen, wenn dann umgekehrt der FC Carl Zeiss Jena zu ihnen kommt. Und genau dies wollen wir nun noch häufiger und intensiver mit der „Tour durch die Region“ tun.“

Nun möchten der FCC und die Stadtwerke Jena mit einer gemeinsamen „Tour durch die Region“ einen weiteren Schritt gehen und bei den Menschen in der Region, in Schulen, Vereinen und Städten, präsent sein.

So soll im Rahmen der „Tour durch die Region“ an Schulen ein sportliches  Programm für Kinder angeboten werden. Dazu gehört neben verschiedenen Fußball-Challenges gegen die FCC-Profis auch eine Station der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck.

Zu den Höhepunkten der „Tour durch die Region“ gehören Testspiele des FCC gegen Teams der Region aus unteren Ligen – zum Beispiel im Rahmen von Vereinsfesten. Neben den Spielen darf natürlich der „FCC zum Anfassen“ nicht fehlen, weshalb es rund um die Testspiele jede Menge Aktivitäten mit dem FC Carl Zeiss Jena geben wird.

Darüber hinaus wird die Tour auch Halt in verschiedenen Städten machen, um auf Wochenmärkten, Stadtfesten o.ä. präsent zu sein.

Den Auftakt der „Tour durch die Region“ bildet der Besuch der Staatlichen Grundschule „Herzog Christian“ in Eisenberg.

„Mit dem Tourauftakt am 6. Mai in Eisenberg wird ein schon lang von uns gehegter Wunsch Wirklichkeit: Unsere Zusammenarbeit damit auch außerhalb der Stadtgrenzen Jenas noch sichtbarer zu machen und unsere Begeisterung für Sport zu teilen“, freut sich Ines Eckert über den Start der Tour.

Bereits jetzt feststehende Haltepunkte der „Tour durch die Region“ werden „Dein Tag im Paradies“ (25. Mai in Jena), das Testspiel in Rothenstein (22. Juni) sowie das Stadtfest in Pößneck (8. September) sein – und weitere werden folgen.

Alle Infos hierzu finden sich auf Tour durch die Region auf dieser Website. Dort könnt Ihr Euch übrigens mit dem dortigen Formular als Tour-Stopp bewerben.

Intendanzwechsel am Deutschen Nationaltheater Weimar ab Spielzeit 2025/2026

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Intendanz-Trio zur neuen künstlerischen Geschäftsführung berufen

Weimar. Diese Entscheidung folgt auf einen intensiven Auswahlprozess, der in den vergangenen fünf Monaten von einer Findungskommission durchgeführt und mit einer einmütig getragenen Empfehlung an den Aufsichtsrat abgeschlossen wurde.

Auf die Ausschreibung der ab Sommer 2025 vakanten Stelle der Generalintendanz / künstlerischen Geschäftsführung der Deutschen Nationaltheater und Staatskapelle Weimar GmbH gingen fristgerecht bis zum 16. Februar 2024 insgesamt 36 Bewerbungen ein.

Die Mitglieder der Findungskommission verständigten sich darauf, insgesamt acht Bewerbungen in die engere Wahl zu ziehen und die dahinterstehenden Personen zu einem ersten Vorstellungsgespräch am 5. bzw. 6. April 2024 einzuladen. Grundlage dieser Gespräche bildete ein von der Kommission bestätigter Fragenkatalog. Zudem wurden die Bewerberinnen und Bewerber aufgefordert, ein Konzeptpapier einzureichen, das u. a. den Umgang mit der sanierungsbedingten Schließzeit des Haupthauses von mindestens vier Jahren, Überlegungen zu den künftigen Entwicklungen der einzelnen vier Sparten (einschließlich des Kunstfestes) thematisieren sollte.

Im Ergebnis der ersten Gesprächsrunde verständigte sich die Findungskommission darauf, mit drei Bewerbenden, darunter auch zwei Teams, die jeweils aus drei Personen bestanden, ein vertiefendes zweites Gespräch am 15. April 2024 zu führen. In dieser zweiten Gesprächsrunde standen Wirtschafts- und Spielplanung, Führungskompetenzen sowie der Umgang mit den Herausforderungen der bevorstehenden Generalsanierung des DNT im Vordergrund.

Die Findungskommission empfahl dem Aufsichtsrat die erstmalige Berufung einer Team-Intendanz am Deutschen Nationaltheater. Das Team besteht aus Valentin Schwarz, Dorian Dreher und Timon Jansen als Co-Intendanten. Die Berufung der Team-Intendanz erfolgt zunächst für die Dauer von fünf Jahren.

Die Aufgabenverteilung innerhalb des Teams ist so geplant, dass Valentin Schwarz die Funktion des Chefregisseurs und künstlerischen Geschäftsführers übernimmt. Er wird zwei Inszenierungen im Musiktheater pro Spielzeit vornehmen. Dorian Dreher wird die Funktion des Spartenleiters Oper (Operndirektor) ausüben und Timon Jansen die Aufgabe des Spartenleiters Schauspiel (Schauspieldirektor). Sabine Rühl nimmt weiterhin die kaufmännische Geschäftsführung der DNT GmbH wahr und komplettiert damit das Leitungsteam.

Aus Sicht der Findungskommission legte das Team ein ambitioniertes und zugleich inhaltlich wie strategisch sehr durchdachtes Strategiepapier insbesondere für die künstlerische Entwicklung des DNT im Zuge der Generalsanierung vor. Dabei prägen die folgenden fünf Prinzipien die Arbeit des Teams:

1. Ensemblepflege mit einem gesicherten Beschäftigungsanspruch für die Beschäftigten des DNT,

2. modulare Produktionen für das gesamte Repertoire und die geplanten Veranstaltungen,

3. Sicherung eines Repertoirebetriebs (vorrangig in der Redoute) über den gesamten Sanierungszeitraum,

4. Neuentdeckung der Örtlichkeiten – in der Stadt Weimar,

5. Kooperationspflege und -initiierung mit neuen Partnerinnen und Partnern.

Dieser Eindruck wurde durch die Gespräche der Findungskommission mit dem Team bestätigt und verstärkt.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Thüringer Kulturminister und Aufsichtsratsvorsitzender: „Die Findungskommission, in die Vertreter:innen der Belegschaft institutionell einbezogen waren, schlug dem Aufsichtsrat ein Team vor, das sich im Findungsprozess und gegenüber dem Aufsichtsrat als innovativ und kreativ präsentierte. Das vergleichsweise junge Team mit reichhaltiger Erfahrung machte überzeugend deutlich, dass es einen modernen, wertebasierten Führungsstil nicht nur verspricht, sondern auch lebt. Die Zusammenarbeit mit der versierten kaufmännischen Geschäftsführerin, Frau Rühl, verspricht Kontinuität und Erneuerung, die in Übereinstimmung mit der Findungskommission ein hohes künstlerisches Entwicklungspotenzial erwarten lässt. Die Programmplanung für die erste Interimsspielzeit ist ambitioniert und trägt dem Anspruch Rechnung, ein Team mit einem hohen Maß an Kreativität und einem künstlerisch hervorragenden Konzept zu verpflichten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit diesem neuen Leitungsteam.“

Weimars Oberbürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Peter Kleine, ergänzt: „Das professionelle, kreative und junge Team hat eine überzeugende Konzeption für die künstlerische Weiterentwicklung des DNT einschließlich des Kunstfestes und der Staatskapelle vorgelegt. Dies gilt insbesondere unter den Bedingungen der bevorstehenden Generalsanierung. Wir haben mit der neuen Leitung außerdem die Möglichkeit, neue Wege in der Führung des bedeutenden Theaters zu beschreiten. Die Stadt Weimar steht diesem Veränderungsprozess mit großer Offenheit und Neugier gegenüber.“

Das Team plant, eine Reihe von Neuerungen einzuführen, darunter modulare Produktionen und ein neuartiges Format, um das Theater während der Sanierungsphase sowohl nach innen als nach außen lebendig und engagiert zu halten.

„Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns der Aufsichtsrat und die Findungskommission mit unserer Berufung entgegenbringen. Als Team-Intendanz wollen wir aufbauend auf die wertvolle Arbeit von Hasko Weber die anstehende Generalsanierung zum Anlass nehmen, das Nationaltheater mit herausragender künstlerischer Qualität und wertschätzendem Spirit zu neuen Ufern zu führen. Mit großer Neugier wollen wir mit allen Beschäftigten herausfinden, welche Wege und Erzählungen wir für Weimar im Hier und Jetzt entdecken. Wir freuen uns immens darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitenden des DNT, der Staatskapelle, dem Kunstfest und der Stadtgesellschaft die Zukunft des Nationaltheaters zu gestalten“, ergänzen Valentin Schwarz, Dorian Dreher und Timon Jansen.

Kurzbiografien von Valentin Schwarz, Dorian Dreher und Timo Jansen:

Der vielfach ausgezeichnete österreichische Bühnen- und Filmregisseur Valentin Schwarz, geboren 1989 in Österreich, studierte Musiktheater-Regie, Volkswirtschaftslehre und Philosophie in Wien. 2017 gewann er beim internationalen Regiewettbewerb „RingAward“ den ersten Preis. Daraufhin inszenierte er erfolgreich u. a. an der Oper Köln, der Staatsoper Stuttgart, der Opéra Montpellier und zuletzt bei den Bayreuther Festspielen den neuen „Ring des Nibelungen“, von der „New York Times“ benannt als eine der „Best Classical Music Performances of 2022“.

Der 1985 in Berlin geborene Regisseur Dorian Dreher studierte an der Freien Universität Berlin Theaterwissenschaft sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Musiktheater-Regie. Seine langjährige Theaterarbeit führte ihn an zahlreiche Bühnen im In- und Ausland wie die Opera Vlaanderen, die Opéra du Rhin Strasbourg, die Komische Oper Berlin sowie das Slowakische Nationaltheater Bratislava. Unter seinen Regiearbeiten verdienen die mit dem Studiopreis der Götz-Friedrich-Stiftung ausgezeichnete Inszenierung von „Schwanengesang“ am Nationaltheater Mannheim, „Tristan und Isolde“ an der Deutschen Oper am Rhein sowie „Rodelinda“ anlässlich des 100jährigen Bestehens der „Internationalen Händelfestspiele Göttingen“ besondere Erwähnung.

Timon Jansen, 1990 am Niederrhein geboren, studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Theaterregie in Zürich. Seine Abschlussinszenierung „Sommergäste“ nach Maxim Gorki war zum Körber Studio Junge Regie sowie zum Schauspielschultreffen eingeladen. Als Stipendiat des Nürnberger Autorenstipendiums und in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk schrieb er sein erstes Drehbuch. Seit 2022 arbeitete er als Dramaturg am Theater Basel.