Neues Angebot in Jena zur Progressiven Muskelentspannung

Die PMR – Progressive Muskelentspannung ist eine Form der Tiefenentspannung, mit deren Übungen ich mich sofort wohl fühlte. Ich fand damit ein Tool, was mich dabei unterstützte, mich erst einmal selbst wieder zu spüren.
Die An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen empfand ich zu Beginn als sehr anstrengend, dafür genoss ich den Teil des Loslassens sehr intensiv.
Diesen Moment, wenn die Anspannung losgelassen und der Entspannung nachgespürt wird, erlebe ich auch heute noch als sehr wohltuend.

Wer bin Ich?

Mein Name ist Manuela Müller und ich lebe in Jena. Ich folge seit seit einigen Jahren einer neuen Berufung. Dem früheren Zustand einer Dauerbelastung konnte mein Körper irgendwann nicht mehr standhalten und er wurde krank! Mit dieser Lebensphase veränderte sich alles. Ich befreite mich aus meinem Hamsterrad und kümmerte mich erst einmal eine Weile um mich selbst.

Heute bin gelernte Entspannung- und Achtsamkeitstrainerin und leite meine Teilnehmer in verschiedenen Kursen dazu an, in ihre gewohnte Ruhe und eine entspannte Haltung zurückzufinden. Ich gebe meine Erfahrungen auch in Präsenzseminaren und Präventionskursen nach § 20 SGB V weiter. Mehr über mich, kannst du in meiner Vita nachlesen. https://allesistinmir.de/ueber-mich/

Für meine Kurskonzepte habe ich von der ZPP (Zentrale Prüfstelle für Prävention) eine
Zertifizierung erworben, zur qualifizierten Kursleiterin für Autogenes Training und
Progressive Muskelentspannung.

Alle gesetzlich Krankenversicherten dürfen
an zwei Präventionskursen im Jahr teilnehmen, die von den Gesetzlichen
Krankenkassen i. d. R. bis zu 80 % bezuschusst werden (Std. 12 / 2020).

Burn-out- oder Tinnitus Patienten, Menschen, die Angehörige pflegen müssen, Studenten, die dem Druck des Lernens nicht standhalten, Menschen mit Angst- und Essstörungen oder
Depressionen finden durch die PMR zum Teil in ein normales Leben zurück.

Was ist PMR?

Die ursprüngliche Form dieser Methode wurde in den Zwanzigerjahren von dem amerikanischen Arzt und Psychologen Edmund Jacobson entwickelt. Sie wird durch An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen erzeugt und auch
Muskelrelaxation genannt (PMR oder PME). PMR ist kein mentales, sondern ein muskuläres Entspannungsverfahren. Jacobson hatte beobachtet, dass Anspannungen der Muskulatur (Fäuste ballen, auf die Zähne beißen, Schultern hochziehen, flach atmen) häufig im
Zusammenhang mit innerer Unruhe, Stress und Angstzuständen auftreten. Somit führt
innere Anspannung auch zu muskulärer Anspannung. Sein Ansatzpunkt bei der
Entwicklung dieser Methode bestand darin, dass auch der umgekehrte Fall funktionieren müsste, nämlich dass mit der Entspannung der Muskulatur auch ein vertieftes körperliches Ruhegefühl und eine seelische Entspannung eintreten und damit eine positive Wirkung auf die Psyche haben.

Ziel von PMR

Der Teilnehmer lernt, körperlich zu entspannen und gleichzeitig gedanklich
abzuschalten, um Belastungen besser zu bewältigen.

Wozu Muskelentspannung?

Durch die Entspannung der Muskulatur können Anzeichen von körperlicher Unruhe
und Erregung wie bspw. Herzklopfen, Zittern oder Schwitzen zurückgehen oder
gar verschwinden. Die Person fühlt sich insgesamt viel ruhiger und gelassener. Die
Muskelentspannung ist eine Technik, mit der man körperliche und seelische
Anspannung und Nervosität verringern und alltäglichen Stresssituationen deutlich
gelassener begegnen kann.

Die Methode

Verschiedene Muskelgruppen des gesamten Körpers werden im Wechsel an-
und nachfolgend entspannt. Der Atem fließt normal weiter. Die Anspannung der
Muskelpartien dauert etwa fünf Sekunden und wird mit dem Ausatmen aufgehoben, was zur Entspannung der jeweiligen Muskelpartie führt. Dieser Entspannungszustand wird für ca. 30 Sekunden gehalten. Dabei konzentriert sich der Teilnehmer nur auf die Entspannung in den jeweiligen Muskelabschnitten. Nach der muskulären Anspannung folgen die
körperliche und damit einhergehend auch die mentale Entspannung. Der Muskeltonus
lässt nach, Herz- und Atemfrequenz beruhigen sich und innere Ruhe und Entspannung setzen ein.

Indikationen

Unruhe, Verspannungen, Schmerzen und Stress, Psychische Beschwerden wie Anspannung,
Angst, Burn-out-Syndrom, Lebenskrisen, Konflikte, Entscheidungsprobleme, Schlafstörungen, Chronische Schmerzen, Bluthochdruck, Essstörungen und Verdauungsprobleme, Asthma, Durchblutungsstörungen, Lernschwierigkeiten, zur Angstbewältigung (Prüfungsängste, Flugangst), zur Herzinfarktnachsorge, zum allgemeinen Wohlbefinden für Ruhe und Gelassenheit

Absolute Kontraindikationen (PMR nicht empfohlen!)

Psychosen (Persönlichkeitsstörung), Hypochondrische Selbstbeobachtung, Akuter Gichtanfall, akuter Rheumaschub, Fieberhafte Entzündungen

Tipp ☼ Du kannst meinen Kurs auch als Audiovariante im MP 3 Format erwerben.
Nähere Informationen zu meinen Kursen erhältst du auf meiner Website:

Buchung

Deine Kursbuchung für den aktuellen Kurs im April nimm bitte hier vor: https://allesistinmir.de/begegnungen/neuer-kurs-termine-progressive-muskelentspannung/

Für die inhaltliche Richtigkeit des Beitrages zeichnet Manuela Müller. Alle Beiträge zum Thema finden Sie unter der Kategorie Manuela Müller oder PMR und Entspannung!

Das System der kollektiven Erziehung in der DDR und seine Folgen

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Wer sich an die eigene Kindheit in der DDR erinnert, hat oft sofort den Geruch von Bohnerwachs in der Nase und das Bild der blauen Halstücher vor Augen. Der Staat war der unsichtbare Dritte am Abendbrottisch, und seine Institutionen prägten den Rhythmus des Alltags lange bevor man das Wort Ideologie buchstabieren konnte. Es war eine Kindheit, die in einem engen Korsett stattfand, das viele als Halt und andere als Fessel empfanden. Die Organisation des Lebens begann nicht erst mit der Schule, sondern bereits in der Krippe, wo der Tagesablauf synchronisiert war und das "Ich" Pause hatte, während das "Wir" den Takt vorgab. Diese Erfahrung einer totalen Verplanung bot eine Sicherheit, die man im Westen so nicht kannte, verlangte aber im Gegenzug eine ständige Anpassung an die Norm. Besonders prägend war das Erlernen einer doppelten Sprache. Kinder verstanden früh, dass es zwei Welten gab: die private Welt der Familie, in der man offen sprach, und die öffentliche Welt der Schule und der Pioniere, in der bestimmte Sätze erwartet wurden. Diese Schizophrenie des Alltags schulte das Gespür für Nuancen und lehrte eine Vorsicht, die tief sitzt. Man funktionierte in den Strukturen, sang die Lieder und stand beim Appell stramm, oft ohne die Inhalte wirklich zu glauben. Es entstand eine Distanz zwischen der offiziellen Fassade und dem inneren Erleben. Wenn man heute auf diese Bildungswege schaut, wird die Ambivalenz deutlich. Die fachliche Bildung war solide, die soziale Durchlässigkeit hoch, doch der Preis war die Unterordnung unter ein militärisch organisiertes Kollektiv, das Abweichung pathologisierte. Die Generation, die in diesen Strukturen groß wurde, ist heute erwachsen und prägt die Gesellschaft mit einer spezifischen Haltung. Sie ist oft pragmatischer, krisenfester, aber auch skeptischer gegenüber Autoritäten, die Gehorsam einfordern. Die Spuren dieser Erziehung sind nicht verschwunden, sondern haben sich in die Biografien eingeschrieben als eine Erfahrung von Grenzen und deren Überschreitung. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Das Bildungssystem der DDR war weit mehr als nur Wissensvermittlung, es war ein durchorganisierter Zugriff auf die Ressource Mensch. Um die Strukturen der DDR-Erziehung zu verstehen, muss man den Blick von der Pädagogik hin zur Ökonomie lenken. Der chronische Arbeitskräftemangel zwang den Staat dazu, Frauen fast vollständig in den Erwerbsprozess zu integrieren, was einen massiven Ausbau der Kinderbetreuung notwendig machte. Diese Notwendigkeit wurde zur Tugend erklärt und bot der Staatsführung die Chance, die nächste Generation ab dem Kleinkindalter im Sinne der sozialistischen Ideologie zu formen. Krippe und Kindergarten waren keine bloßen Verwahranstalten, sondern der Beginn einer gezielten Kaderentwicklung. Die Effizienz dieses Systems zeigte sich in der Standardisierung aller Lebensbereiche. Vom gemeinsamen Topfsitzen in der Krippe bis zur Berufsberatung, die Lücken im Volkswirtschaftsplan füllte, war der Weg vorgezeichnet. Die Schule diente dabei nicht der Entfaltung individueller Talente, sondern der Produktion nützlicher Glieder der Gesellschaft. Wer sich diesem utilitaristischen Ansatz entzog oder politisch auffiel, spürte die Härte des Systems durch verwehrte Bildungschancen. Sicherheit gab es nur für jene, die auf den vorgegebenen Schienen blieben. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Die Synchronisation der körperlichen Bedürfnisse in den DDR-Krippen sparte Zeit, lehrte aber vor allem eine frühe Lektion über das Verhältnis von Individuum und Kollektiv. Was aus heutiger Sicht oft befremdlich wirkt, folgte einer klaren inneren Logik des Systems. Wenn eine Erzieherin für eine große Gruppe von Kleinkindern zuständig war, musste der Tagesablauf wie ein Uhrwerk funktionieren. Das Individuum störte im Betriebsablauf, während die Gruppe die Norm setzte. Diese frühe Gewöhnung an den Rhythmus der anderen war der erste Schritt in eine Gesellschaft, die das "Wir" über alles stellte und das "Ich" oft als bürgerliches Relikt betrachtete. Die Mechanismen dieser Prägung wirken in den sozialen Gewohnheiten vieler Menschen leise nach.