Tradition in Bewegung: Flegeldrusch-Faszination in Markersdorf

Im malerischen Dorfmuseum Markersdorf fand am 2. März 2025 der 29. Internationale Flegeldruschwettbewerb statt – ein Ereignis, das Tradition und Handwerkskunst eindrucksvoll in Szene setzte. Unter dem Motto „Tradition hautnah erleben“ traten regionale und internationale Teams an, um die jahrhundertealte Technik des Flegeldruschs lebendig werden zu lassen. Mit Leidenschaft und handwerklichem Geschick zeigten die Thresher, wie altes Wissen und moderne Präzision harmonisch verschmelzen.

In verschiedenen Disziplinen, wie dem präzisen Dreschen, dem kunstvollen Wenden des Dreschguts und dem stimmigen Zusammenspiel im Team, wurden die Teilnehmer bewertet. Die fachkundige Jury, bestehend aus erfahrenen Landwirten und Traditionsbewahrern, legte großen Wert auf authentische Trachten, gepflegtes Werkzeug und die traditionelle Handhabung der Gerätschaften. Jede Wettkampfrunde bot den Zuschauern spannende Einblicke in Techniken, die über Generationen weitergegeben wurden, und verdeutlichte den unschätzbaren Wert bäuerlicher Traditionen.

Die Organisation lag in den Händen des Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbunds in Kooperation mit der TGG Neisseland und der Gemeinde Markersdorf. Unterstützt von engagierten Ehrenamtlichen, dem Förderverein des Dorfmuseums sowie dem Feuerwehrverein Mengesdorf entwickelte sich der Wettbewerb zu einem regionalen Highlight. Neben den Wettkämpfen lockten traditionelle Handwerksvorführungen, kulinarische Spezialitäten und vielfältige Mitmachaktionen Besucher jeden Alters.

Ein besonderer Moment war die feierliche Verleihung des Wanderpokals. Die drei siegreichen Teams erhielten eine Jahreskarte für den Museumsverbund, die freien Eintritt in fünf kulturell bedeutsame Einrichtungen – darunter das Ackerbürgermuseum in Reichenbach sowie die Schlösser Korbnitz und Königshain – ermöglicht. Mit Blick auf das bevorstehende 30-jährige Jubiläum werden bereits Anmeldungen für das nächste Event entgegengenommen, um diese traditionsreiche Veranstaltung fortzuführen und das Erbe des Flegeldruschs nachhaltig zu bewahren. Ein Tag, der als eindrucksvolles Zeugnis lebendiger Geschichte und regionaler Identität in Erinnerung bleibt.

Der letzte Versuch: Wie aus der Staatspartei die SED-PDS wurde

MASTER-PROMPT HOOK Der Parteitag zur Umbenennung in SED-PDS im Dezember 1989 Am späten Sonntagnachmittag treten die Delegierten in Berlin vor die Öffentlichkeit und präsentieren einen Doppelnamen, der die Brücke zwischen alter Macht und neuer Identität schlagen soll. MASTER-PROMPT Teaser JP Die Suche nach dem dritten Weg Gregor Gysi steht am Rednerpult und beschwört die Gefahr eines politischen Vakuums, während im Saal die Hoffnung auf eine eigenständige DDR noch lebendig ist. Manche glaubten in diesen Tagen des Dezembers 1989 fest daran, dass ein demokratischer Sozialismus jenseits der Profitwirtschaft möglich sei. Am 18.12.1989 verabschiedete der Parteitag unter Gysis Führung ein Statut, das den Erhalt der staatlichen Eigenständigkeit zum obersten Ziel erklärte. MASTER-PROMPT Teaser Coolis Außerordentlicher Parteitag beschließt neuen Namen und Statut Nach intensiven Beratungen entscheiden die Delegierten am 17. Dezember 1989 in Berlin, die Partei künftig unter dem Namen SED-PDS weiterzuführen. Der Vorsitzende Gregor Gysi betont in seinem Referat den Willen zur Regierungsverantwortung und warnt vor einem Erstarken rechter Kräfte. Mit der Verabschiedung eines vorläufigen Statuts positioniert sich die Partei für den beginnenden Wahlkampf und bekennt sich zur Eigenstaatlichkeit der DDR.