Sportstadt Jena nimmt Fahrt auf: Neue Perspektiven für die Sportanlagen im Norden

Die Entwicklung der sportlichen Infrastruktur in Jena schreitet voran. Im Rahmen der im vergangenen Jahr bis 2035 beschlossenen Sportentwicklungsplanung (SEP) rücken nun auch die Anlagen in Jenas Norden stärker in den Fokus. Auf eine gezielte Einwohneranfrage von Michael Schubert vom 4. Februar 2026 gab die Stadtverwaltung nun detaillierte Einblicke in den aktuellen Planungsstand der verankerten Projekte. Auch wenn die Haushaltslage derzeit angespannt ist und der Sport nicht zu den Pflichtaufgaben einer Kommune zählt, zeigt sich die Stadt entschlossen, ihrem Qualitätsanspruch als Sportstadt gerecht zu werden.

Millionen-Investitionen am Carl-Zeiss-Gymnasium
Ein zentrales Vorhaben ist die Weiterentwicklung des Sportgeländes am Carl-Zeiss-Gymnasium, welches in der SEP als Maßnahme 22 definiert ist. Ziel ist eine umfassende inhaltliche und strukturelle Aufwertung des Schulsportstandortes sowie der dazugehörigen Freianlagen. Die geschätzten Investitionskosten für dieses ambitionierte Projekt belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Derzeit befindet sich das Vorhaben in der Phase der vorbereitenden Planung. Da es mit einer mittleren Priorität bewertet wurde, strebt die Stadt eine Umsetzung in einem Zeitraum von drei bis acht Jahren an, stets abhängig von den finanziell verfügbaren Mitteln.

Neue Kunstrasenplätze für ganzjährige Nutzung
Um den klimatischen Veränderungen zu begegnen und eine ganzjährige Bespielbarkeit der Sportstätten zu gewährleisten, plant die Stadt zudem ein weitreichendes, stadtweites Programm zur Erweiterung von Kunstrasenspielfeldern (Maßnahme 12). Bis zu drei Sportplätze sollen nach festgelegten Kriterien saniert oder neu gebaut werden. Pro Platz werden hierfür etwa zwei Millionen Euro inklusive Flutlichtanlage kalkuliert.

Obwohl aktuell noch keine finalen Standorte baulich durchgeplant sind, fällt eine mögliche Anlage für den SV Jena-Zwätzen grundsätzlich in diesen Maßnahmenrahmen. Einer reinen Flächenerweiterung für den SV Jena-Zwätzen wurde im Sinne der Gleichbehandlung aller Vereine jedoch vorerst eine Absage erteilt, da die aktuelle Mannschaftsanzahl die rechnerisch nutzbare Zeit der Anlage noch nicht vollständig auslastet. Die Sportverwaltung steht jedoch gemeinsam mit dem Kommunalen Immobilien Jena (KIJ) in einem regelmäßigen Austausch mit dem Verein, um die zukünftige Entwicklung des Areals bestmöglich zu begleiten.

Konkrete bauliche Schritte in Isserstedt
Besonders greifbar werden die Fortschritte bereits bei der Sportanlage Isserstedt (Maßnahme 15). Das Vorgehen ist hier in zwei Etappen unterteilt. Für die Jahre 2026 und 2027 ist die zwingend notwendige Sanierung des Vereinsgebäudes fest vorgesehen. Die finanziellen Mittel für diesen ersten Schritt sind bei KIJ bereits fest eingeplant und untersetzt. Im Anschluss soll in einem zweiten Schritt ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die gesamte Anlage erarbeitet werden.

Ein positiver Blick nach vorn
Trotz der vielfältigen finanziellen und strukturellen Herausforderungen blickt Dezernent Johannes Schleußner äußerst optimistisch in die Zukunft. Die ersten Resultate sprechen für sich und belegen eindrucksvoll, dass sich die sportliche Weiterentwicklung in Jena auf einem hervorragenden Weg befindet. Diese positiven Impulse und die enge Zusammenarbeit mit den vielen Ehrenamtlichen werden das gesellschaftliche Miteinander und die Vereinslandschaft im gesamten Stadtgebiet in den kommenden Jahren spürbar stärken und bereichern. Die Vorfreude auf die modernen, zukunftsfähigen Sportstätten im Jenaer Norden ist absolut berechtigt.