Havelland: Verheerender Brand zerstört Lieferflotte

Schönwalde-Glien (Havelland). Ein verheerender Brand hat in der Nacht zu heute auf einem Gewerbegebiet in Schönwalde-Glien die Fahrzeugflotte eines Logistikunternehmers weitgehend zerstört und einen wirtschaftlichen Albtraum verursacht. Insgesamt 14 Liefertransporter, von denen das Unternehmen seit 2011 auch für Amazon fährt, brannten aus und sind nun nur noch Schrott. Der Sachschaden wird derzeit auf rund 800.000 Euro geschätzt.

Feuerwehrmann Sven Kraatz, der in der Brandnacht vor Ort war, beschreibt das Ausmaß der Zerstörung: „Hier haben 14 Transporter gebrannt. Die stehen sehr dicht nebeneinander. Demzufolge war die Ausbreitung immens“. Die Bekämpfung der Flammen war eine Herausforderung: „Es gab zwischendurch Explosionen von Reifen, von Motoren, sodass man dort auch Adrenalin spürt, um dann doch mit gewissem Abstand mit Wasser die Flammen niederzuschlagen“. Die „Flammenwand“ sei enorm gewesen, und nur mit „viel Mühe“ gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen auf einen benachbarten Fuhrpark und Lagerhallen zu verhindern. Die „Hitzeauswirkungen“ waren auch an Fahrzeugen sichtbar, die nicht direkt brannten, wo aber „viele Plastikteile verschmort“ waren, was die immense Hitzeentwicklung am Brandort verdeutlichte.

Der Bürgermeister zeigte sich schockiert über das Geschehene und vermutet einen Brandanschlag. „Wie kommt jemand auf so eine Idee, dass solche Schäden hier entstehen können? Das war keine Selbstentzündung. Da bin ich mir so sicher wie das Amen in der Kirche“, so der Bürgermeister. Er betonte, dass der Schaden nicht nur das betroffene Unternehmen und den Unternehmer treffe, sondern letztendlich auch dem gesamten Standort schade.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen. Fragen wie „War es wirklich Brandstiftung? Hat hier jemand etwas gegen Amazon?“ stehen im Raum. Brisant ist zudem, dass es in der letzten Nacht in Schöneweide einen ähnlichen Vorfall gab, bei dem 23 Fahrzeuge mittels Brand beschädigt wurden. Es soll zwar ein Bekennerschreiben geben, dies ist jedoch noch nicht bestätigt. Am Nachmittag schaltete sich der Staatsschutz in die Ermittlungen ein, was die mögliche politische Dimension oder eine Serie von Brandstiftungen unterstreicht.

Aufstand gegen Hermann Kant: Berliner Autoren fordern Wandel

Im Klub der Kulturschaffenden herrscht dichte Rauchluft, als vierundzwanzig Schriftsteller an diesem grauen Tag ihre Unterschrift unter ein Papier setzen, das den endgültigen Bruch besiegelt. Es ist Mitte Dezember in Berlin, die Mauer ist offen, und die Geduld mit den alten, verknöcherten Strukturen ist bei den Anwesenden endgültig aufgebraucht. Am 15. Dezember 1989 erklären Berliner Autoren um Helga Schubert und Joachim Walther ihren Austritt aus der Bevormundung durch den Verbandspräsidenten Hermann Kant. Sie verweigern der Führung die Gefolgschaft, nachdem diese Reformen blockierte, und fordern in einem scharfen historischen Dokument eine sofortige Neugründung ihres Berufsverbandes.