Superteam belebt Kulturgarten Tressow in Mecklenburg-Vorpommern neu

Tressow – Mecklenburg-Vorpommern, ein Landstrich geprägt von uralter Kultur und einer tiefen Verbindung zu Wald, Pflanze und Tier. Rund 500.000 Hektar sind auch heute noch bewaldet und bieten nicht nur wertvollen Rohstoff, sondern sind auch unverzichtbarer Lebensraum für unzählige Arten. Der Wald gilt als Inbegriff der Natur, und sein Schutz sowie die Bewahrung der lebendigen Vielfalt sind wichtige gesellschaftliche Ziele, denn wir Menschen sind auf intakte Waldökosysteme angewiesen.

Dieses alte und neue Wissen über Wälder, ihre Pflanzen und Gärten zu erhalten, ist das zentrale Ziel des Kulturgarten Tressow. Unweit der Hansestadt Wismar bewirtschaftet ein engagierter Verein ein weitläufiges Gelände. Hier finden zahlreiche Aktivitäten statt, die den Wert der Natur und die Verbundenheit zu ihr in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehören Seminare und praktische Arbeiten rund um Kräuter, Blumen und Naturmaterialien. Der Verein hat sich die Förderung dieses uralten Kulturguts auf die Fahne geschrieben und versteht sich als Organisation für Nachhaltigkeit. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Förderung der Kleingärtnerei und Pflanzenzucht.

Doch der Kulturgarten Tressow ist mehr als nur ein Ort für Pflanzenliebhaber. Er spielt auch eine wichtige soziale Rolle in der Region. Um ältere Bewohner der Umgebung aus der Isolation zu holen und die Gemeinschaft zu stärken, werden kreative Angebote, Gesellschaftsspiele, Lesungen sowie gemeinschaftliches Kaffeetrinken und Singen angeboten. Der Kulturgarten leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Belebung des ländlichen Raumes.

Obwohl der Kulturgarten heute so lebendig erscheint, waren die Zeiten nicht immer einfach. Das Team um Silvia Alex und ihre Mitstreiter stand vor etwa vier Jahren vor dem Aus. Doch durch die Unterstützung eines Schweizer Vereins konnte der Garten wieder zum Leben erweckt werden. „Wir haben gesagt, das muss hier weitergehen, das muss hier vorwärts gehen“, so die Verantwortlichen. Dieser Neuanfang war nur dank eines super Teams möglich, denn „alleine der Vereinsvorstand kann gar nichts erreichen, wenn nicht ein tolles Team hinter ihm steht“. Die Aufgaben im Team sind vielfältig: Während einige gärtnern, sind andere kreativ oder kümmern sich um den Flohmarkt – hier ist immer irgendwas los.

Damit all die geplanten Projekte umgesetzt werden können, benötigt der Verein jedoch auch finanzielle Unterstützung. Kürzlich konnte sich der Kulturgarten Tressow über eine besondere Geste freuen: Die Caritas war zu Besuch, um eine Spende zu überreichen. Diese Zuwendung ist dringend nötig, da der Verein noch sehr, sehr viel vorhat, insbesondere für die Kinder. Geplant sind unter anderem die Entstehung eines Lehrpfades durch den Kulturgarten sowie die Fertigstellung von Tastboxen. „Es sind so viele Sachen, die noch gemacht werden müssen, und da fehlt einfach noch so das nötige Kleingeld“, erklären die Organisatoren, die sich freuen, heute zumindest einen Teil davon erhalten zu haben.

Die Bedeutung der Förderung des ländlichen Raumes und des bürgerschaftlichen Engagements ist mittlerweile auch in der Politik erkannt worden. Viele Aktivitäten im Lebensumfeld der Menschen beruhen auf dem Einsatz derer, die mehr tun als das, was das tägliche Leben abverlangt. Besonders im ländlichen Raum findet dieses Engagement selten im Rampenlicht statt. Der Kulturgarten Tressow ist ein leuchtendes Beispiel für solches Engagement, das Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsgeist vereint.

Die Inszenierung von Mobilität im Fernsehen der DDR

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Ein Blick zurück in eine Zeit, in der Werbung eine andere Funktion hatte. Teaser: Wenn man sich heute die alten Fernsehspots für Fahrzeuge aus der DDR ansieht, fällt eine Besonderheit sofort ins Auge. Es ging oft gar nicht darum, das Produkt zu verkaufen, denn die Nachfrage überstieg das Angebot ohnehin um ein Vielfaches. Vielmehr ging es um eine Art technische Volksbildung. Besonders eindrücklich zeigt sich das bei den Einspielern zum Trabant. Anstatt nur landschaftliche Schönheit und Fahrspaß zu zeigen, verwandelt sich der Werbespot plötzlich in einen Werkstattkurs. Der Zuschauer lernt, wie man die Hauptdüse des Vergasers reinigt oder den Keilriemen prüft. Das erzählt viel über den Alltag im Osten. Weil Werkstätten überlastet und Ersatzteile rar waren, wurde das Auto zur Chefsache des Besitzers erklärt. Die Werbung diente hier nicht der Verführung, sondern der Anleitung zur Langlebigkeit. Wer sein Auto pflegte, der sicherte seine eigene Mobilität. Gleichzeitig transportieren die Bilder von Wartburg und Simson einen unübersehbaren Stolz auf die eigene Ingenieursleistung, egal wie klein die Fortschritte im internationalen Vergleich auch gewesen sein mögen. Das neue Lenkrad oder die LED-Anzeige für den Tankinhalt wurden als große Errungenschaften präsentiert. Es war der Versuch, Normalität und Fortschritt in einem System zu inszenieren, das stets am Limit seiner Möglichkeiten arbeitete. Die Bilder wirken heute seltsam vertraut und doch wie aus einer völlig anderen Welt. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Werbung in einer Mangelwirtschaft scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Teaser: Die historischen Filmaufnahmen von Robur, Wartburg und Trabant offenbaren jedoch, dass die Inszenierung von Mobilität im DDR-Fernsehen ganz eigenen Regeln folgte. Da der Absatz der Fahrzeuge durch lange Wartelisten ohnehin gesichert war, erfüllten diese Sendungen vor allem zwei Funktionen: Binnenkommunikation und Exportförderung. Zum einen sollte der Bevölkerung demonstriert werden, dass die heimische Industrie durchaus in der Lage war, technisch komplexe Produkte herzustellen. Wenn beim Robur-Bus die Vorverlegung des Motors um exakt 440 Millimeter betont wurde, dann war das ein Signal für ingenieurstechnische Präzision. Zum anderen fungierten die Spots als Erziehungsmaßnahme. Der ausführliche Exkurs zur Wartung des Trabant, vom Zündkerzenabstand bis zur Pflege der Gummiteile, zeigt die Notwendigkeit der Eigenleistung in der DDR. Das Auto war kein Wegwerfprodukt, sondern eine Investition fürs Leben, die durch den Halter geschützt werden musste. Die Werbung übernahm hier die Aufgabe der Mangelverwaltung, indem sie die Verantwortung für den Zustand des Wagens auf den Bürger übertrug. Betrachtet man diese Dokumente heute, sieht man weniger eine Produktanpreisung als vielmehr den Spiegel einer Gesellschaft, die den Erhalt von Werten über den schnellen Konsum stellen musste. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Werterhaltung war im DDR-Fernsehen wichtiger als der reine Verkaufsimpuls. Teaser: Es ist faszinierend zu beobachten, wie detailliert die Pflegehinweise in den Werbeblöcken für den Trabant waren. Dass ein Fernsehspot erklärt, wie man einen Vergaser reinigt, wäre in einer gesättigten Marktwirtschaft undenkbar. In der DDR war dies jedoch eine Notwendigkeit. Die Bilder von glücklichen Campern mit dem IFA-Anhänger oder stolzen Wartburg-Fahrern erzählen dabei immer auch die Geschichte dessen, was nicht gesagt wurde. Die Wartezeiten, die Ersatzteilknappheit, die Improvisationskunst. Die kleinen Verbesserungen, wie eine Kraftstoffanzeige mittels LED, wurden als große Schritte der Sicherheit verkauft. Es zeigt eine Industrie, die sich an kleinen Details festhielt, um den Anschluss an die Moderne zu simulieren. Diese Spots sind ein Archiv der Hoffnungen und der Realitäten, die oft weit auseinanderklafften. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=oRPbeBcnKo8 (Nostalgie Garage Sachsen)