USA stoppen Zuschüsse für Uni Rostock – Hochschule sucht nach Alternativen

Rostock/Washington – Die Universität Rostock steht vor einer finanziellen Herausforderung: Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat mit sofortiger Wirkung die Zuschüsse für das deutsch-amerikanische Institut der Hochschule gestrichen. Damit fehlen jährlich 70.000 Euro, die bislang für wissenschaftlichen Austausch und Forschungskooperationen genutzt wurden.

In einem offiziellen Schreiben des US-Außenministeriums heißt es, die Finanzierung sei aufgrund eines politischen Kurswechsels beendet worden. Besonders betroffen ist die Rektorin der Universität Rostock, Elisabeth Brommer, selbst US-Amerikanerin, die sich auf Media- und Genderstudien spezialisiert hat – Forschungsfelder, die unter der aktuellen US-Administration nicht im Fokus stehen.

Akute finanzielle Lücken
Ein Teil der bereits zugesagten Mittel – rund 20.000 Euro – wurde eingefroren. Die Universität will die Lücke mit Eigenmitteln schließen, um geplante Projekte wie eine Winterschule mit Wissenschaftlern von Harvard und der Brown University dennoch durchzuführen. „Wir werden alles tun, um den transatlantischen Dialog aufrechtzuerhalten“, betont Brommer.

Die künftige Finanzierung bleibt jedoch ungewiss. Sollte es nicht gelingen, alternative Geldquellen zu erschließen, dürfte dies langfristig Auswirkungen auf den wissenschaftlichen Austausch haben: weniger Gastdozenten, weniger gemeinsame Forschungsprojekte und ein insgesamt reduzierter transatlantischer Dialog.

Politische und wissenschaftliche Folgen
Die US-Botschaft in Berlin versicherte zwar, dass die Beziehungen weiterhin wichtig seien, doch auch Programme wie die Fulbright-Stipendien stehen offenbar vor massiven Kürzungen. Der Druck auf transatlantische Wissenschaftskooperationen steigt.

„Wissenschaft lebt von Austausch und Kooperation“, betont Brommer. „Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Partnerschaften einschlafen.“ Die Universität sucht nun aktiv nach Alternativen, um die fehlenden Mittel zu kompensieren. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Entscheidung aus Washington hat nachhaltige Spuren hinterlassen.

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