Pirna enthüllt den Summstein: Historisches Unikat trifft moderne Sinne

Das Geheimnis ist gelüftet: Vor der Kirche Sankt Kunigunde steht nun der Pirnaer Summstein – ein echtes Unikat und Geschenk der Stadt von dem Sandsteinmetz Gabriel Heimann. Dieser beeindruckende Stein, der in vielerlei Varianten bereits in der Region verwendet wurde, wie zum Beispiel beim Amphitheater an der Elbe oder dem Vitel-Meinenstein auf der Kobitzereite, stellt das dritte Projekt des Sandsteinmetzmeisters dar.

Der Summstein hat eine lange Geschichte und stammt ursprünglich aus der Vorchristlichen Zeit. Solche Steine wurden in Malta und in britischen Klöstern gefunden und dienten sowohl religiösen als auch heilpädagogischen Zwecken. Sie ermöglichten es den Menschen, durch das Summen mit verschiedenen Tonlagen eine spürbare Resonanz im Körper zu erzeugen, was als heilend empfunden wurde.

Heimann wollte mit diesem Werk die Verbindung zwischen dem historischen und dem modernen Pirna herstellen. Der Summstein harmoniert perfekt mit der neogotischen Architektur der Kirche Sankt Kunigunde und spiegelt sich im Maßwerk der Kirche wider, das verschiedene geometrische Grundformen wie Fischblasen und andere feine Details enthält.

Der Stein ist nicht nur ein historisches Relikt, sondern auch ein interaktives Erlebnis. Er dient der Wahrnehmung der Sinne: Das Summen in verschiedenen Tonlagen erzeugt ein spürbares Kribbeln. Besucher sind eingeladen, den Summstein auszuprobieren und seine akustischen Effekte selbst zu erleben.

In den kommenden Tagen wird eine erläuternde Tafel am Summstein aufgestellt, und zusätzlich wird eine Sandsteinbank platziert, um den Pirnaern und Besuchern einen weiteren gemütlichen Aufenthaltsort in der Altstadt zu bieten. Der Summstein bereichert somit die Altstadt von Pirna um einen weiteren kulturellen und erlebnisreichen Ort.

Die Semantik der Eskalation: Warum wir uns im Netz nur noch anschreien

Teaser: Wer heute durch seine Timeline scrollt, blickt oft in einen Abgrund aus unversöhnlichem Hass. Auf der einen Seite fliegt die „Nazi-Keule“, auf der anderen wird alles als „links-grün versifft“ beschimpft. Doch diese Verrohung ist kein Zufall. Eine soziologische Tiefenbohrung zeigt, wie psychologische Ekel-Reflexe und algorithmische Belohnungssysteme unsere Debattenkultur gezielt zerstören.

Generation Gleichschritt: Ein Ostdeutscher rechnet mit der westlichen Moral-Elite ab

Teaser (Social Media / Newsletter) Ralf Schuler wollte eigentlich Regisseur werden, doch die DDR schickte ihn ins Glühlampenwerk. Heute ist er einer der schärfsten Kritiker des westdeutschen Medien-Mainstreams. Im Interview rechnet der NIUS-Politikchef mit der „Generation Gleichschritt“ ab, zieht Parallelen zwischen Woke-Kultur und SED-Propaganda und erklärt, warum er sich noch nie in einem Politiker so getäuscht hat wie in Friedrich Merz. Ein Gespräch über Herkunft, Haltung und den unbestechlichen Blick des Ostens.

Bärbel Bohley und die Entstehung der Opposition in der DDR

Journalistischer Text - Seite (Teaser) Die Entscheidung zur Rückkehr in ein geschlossenes System Ein schmuckloses Dokument und der Wille einer einzelnen Frau standen gegen den Apparat eines ganzen Staates. Ich betrachte diesen Lebensweg und sehe, wie Bärbel Bohley im August 1988 eine Entscheidung traf, die für viele Außenstehende kaum nachvollziehbar war. Anstatt im sicheren Westen zu bleiben, kehrte sie in die DDR zurück, wohlwissend, dass dort erneute Überwachung und Gängelung auf sie warteten. Diese individuelle Haltung, im Land zu bleiben, um es zu verändern, erscheint mir als der eigentliche Kern des späteren Umbruchs. Es fällt auf, dass die Gründung des Neuen Forums im Herbst 1989 kein spontaner Akt war, sondern die Folge dieser beharrlichen Vorarbeit. Wenn ich auf den 9. November blicke, sehe ich nicht nur die jubelnde Masse an der Grenze, sondern auch die Pressekonferenz in einem Hinterhof, bei der Bohley die Legalität der Opposition verkündete. Es waren diese kleinen, fast unsichtbaren Momente der Organisation, die das Fundament für die friedliche Revolution legten.

Der Preis der Freiheit: Von der Grenze nach Bautzen II

HOOK - Profil Fluchtversuch endet im Kugenhagel Zwei Männer verlassen den Campingplatz unter dem Vorwand, Pilze zu suchen, während ihre Frauen zum Einkaufen fahren. Fünfzehn Kilometer später stehen sie im Niemandsland an der tschechischen Grenze, bevor Schüsse die Stille durchbrechen. TEASER JP (Reflektierend) Wenn die Freiheit lebensgefährlich wird Der Plan scheint perfekt durchdacht, die Route über die Grenze sorgfältig gewählt und das Werkzeug bereitgelegt. Doch im entscheidenden Augenblick im September 1983 entscheiden nicht mehr die eigenen Vorbereitungen, sondern die Reaktionen der Grenzposten über Leben und Tod. Gerhard Valdiek erlebt nach einem gescheiterten Fluchtversuch die Härte des DDR-Strafvollzugs in Bautzen II, isoliert in einer engen Zelle. Für manche, die diesen Weg wählten, wurde die Ungewissheit der Haft zur eigentlichen Prüfung, während das Warten auf einen möglichen Freikauf durch den Westen zur einzigen verbleibenden Hoffnung wurde. TEASER Coolis (Neutral) Vom Grenzstreifen in die Isolationshaft Im September 1983 versuchen zwei Männer, über die Tschechoslowakei in den Westen zu gelangen, werden jedoch im Grenzgebiet entdeckt und beschossen. Einer von ihnen ist Gerhard Valdiek, der schwer verletzt festgenommen und an die Staatssicherheit übergeben wird. Nach seiner Verurteilung wegen Republikflucht verbüßt Valdiek eine Haftstrafe im Gefängnis Bautzen II. Dort muss er unter strengen Sicherheitsvorkehrungen Zwangsarbeit im Schichtdienst leisten. Erst im Juni 1984 erfolgt im Rahmen eines Häftlingsfreikaufs durch die Bundesrepublik Deutschland seine Abschiebung in das Notaufnahmelager Gießen, woraufhin wenige Wochen später auch seine Familie ausreisen darf.