52. Sitzung des Stadtrates der Stadt Hoyerswerda

Hoyerswerda. Die 52. (ordentliche) Sitzung des Stadtrates der Stadt Hoyerswerda wird am 28.05.2024 ab 17 Uhr live übertragen.

Kapitel:

0:00 Begrüßung durch Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh
3:05 Fragestunde der Einwohner
25:15 Vortrag zum Sachstand des GeREHKs
1:20:36 Nationale Projekte des Städtebaus
1:23:13 Grundsatzbeschlüsse Planungsleistungen Westufer des Scheibe-See
1:24:25 Teilnahme am Projekt „Global Nachhaltige Kommune Sachsen 2024“
1:25:29 Bebauungsplan Nr. 35 „Gerhard-von-Scharnhorst-Straße“
1:28:13 Genehmigung überplanmäßiger Aufwendungen im Haushaltsjahr 2024
1:30:24 Einwohnerversammlung zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept
1:32:06 Neufassung der Satzung der Stadt Hoyerswerda über die Erhebung von Verwaltungsgebühren
1:34:16 Anwendung der Fachkräfte-Richtlinie für IT-Beschäftigte der Stadt Hoyerswerda 1:35:43 Anfragen und Mitteilungen

Die offizielle Tagesordnung finden Sie auch im öffentlichen Ratsinformationssystem unter https://www.hoyerswerda.de/rathaus/po…

Ein Stadtrat ist ein zentrales Organ der kommunalen Selbstverwaltung in Städten und Gemeinden. Er setzt sich aus gewählten Vertretern der Bevölkerung zusammen und spielt eine entscheidende Rolle in der lokalen Politik und Verwaltung. Die genaue Bezeichnung und Struktur des Stadtrats können je nach Bundesland und Stadt variieren, doch seine Hauptfunktionen sind weitgehend ähnlich.

Zusammensetzung und Wahl
Der Stadtrat besteht aus den gewählten Mitgliedern, die in regelmäßigen Abständen, meist alle fünf Jahre, durch die Bürger der Stadt gewählt werden. Die Anzahl der Stadtratsmitglieder richtet sich nach der Einwohnerzahl der jeweiligen Stadt. In vielen Städten ist der Bürgermeister oder Oberbürgermeister zugleich Vorsitzender des Stadtrats.

Hauptfunktionen des Stadtrats

1. Gesetzgebung auf kommunaler Ebene
Der Stadtrat verabschiedet Satzungen und Verordnungen, die das Zusammenleben in der Stadt regeln. Dazu gehören Bebauungspläne, die Nutzung öffentlicher Flächen, Gebührenordnungen und Regelungen zur Abfallentsorgung.

2. Haushaltsplanung und -kontrolle
Eine der wichtigsten Aufgaben des Stadtrats ist die Verabschiedung des städtischen Haushaltsplans. Der Rat entscheidet über Einnahmen und Ausgaben, Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Kultur und soziale Einrichtungen. Zudem überwacht er die Einhaltung des Haushalts und die effiziente Verwendung öffentlicher Gelder.

3. Bürgerbeteiligung und Transparenz
Der Stadtrat fördert die Beteiligung der Bürger an der kommunalen Politik. Öffentliche Sitzungen, Bürgerfragestunden und Beteiligungsprozesse zu wichtigen Projekten sind Beispiele dafür, wie der Stadtrat Transparenz schafft und die Meinung der Bevölkerung berücksichtigt.

4. Kontrolle der Verwaltung
Der Stadtrat überwacht die Arbeit der städtischen Verwaltung und stellt sicher, dass die Beschlüsse des Rates umgesetzt werden. Dies umfasst die Kontrolle der städtischen Betriebe und Einrichtungen sowie die Überprüfung der Verwaltungsprozesse auf Effizienz und Rechtskonformität.

5. Entscheidungen zu städtischen Projekten
Der Stadtrat entscheidet über wichtige städtische Projekte, wie den Bau von Schulen, Straßen und öffentlichen Einrichtungen. Er genehmigt größere Bauvorhaben und Entwicklungsprojekte, die das Stadtbild und die Infrastruktur betreffen.

6. Vertretung der Stadt nach außen
Der Stadtrat repräsentiert die Stadt in überregionalen und internationalen Angelegenheiten. Dies kann die Teilnahme an Städtepartnerschaften, regionalen Kooperationen und nationalen Verbänden umfassen.

Ausschüsse und Arbeitsgruppen
Zur effektiven Erfüllung seiner Aufgaben bildet der Stadtrat verschiedene Ausschüsse, die sich auf bestimmte Themengebiete spezialisieren, wie Finanzen, Bauwesen, Bildung, Kultur oder Umwelt. Diese Ausschüsse bereiten Beschlüsse vor und beraten den Stadtrat.

Der Stadtrat ist ein zentrales Element der kommunalen Demokratie. Durch seine vielfältigen Funktionen in der Gesetzgebung, Haushaltsplanung, Bürgerbeteiligung und Kontrolle der Verwaltung trägt er maßgeblich zur Gestaltung des öffentlichen Lebens und zur Sicherstellung der kommunalen Daseinsvorsorge bei. Seine Arbeit hat direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Bürger und die Entwicklung der Stadt.

Steinernes Schweigen und politische Wende: Das Ehrenmal Treptow 1989

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Es gibt Orte, die speichern Geschichte nicht nur, sie atmen sie aus. Wenn man heute durch den Treptower Park läuft, zwischen den riesigen Pappelreihen und dem roten Granit, spürt man eine seltsame Ruhe. Aber 1989 war dieser Ort alles andere als ruhig. Er war ein Brennglas. Ich habe mir noch einmal angesehen, was in diesem einen Jahr dort alles passiert ist. Im Mai standen dort noch die alten Männer in ihren Mänteln und feierten eine Wahl, die keine war. Im Oktober stand dort Gorbatschow, und alle Blicke ruhten auf ihm, voller Hoffnung, dass sich endlich etwas bewegt. Und im Dezember, als die Mauer schon offen war, kippte die Stimmung in Wut und Farbe. Es ist faszinierend, wie schnell sich die Bedeutung von Symbolen ändern kann, wenn die Gesellschaft drumherum aufwacht. Steine verändern sich nicht, aber unser Blick auf sie wandelt sich jeden Tag. B) SEITE 1 (Kontext) Das Sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow gilt oft als zeitloser Ort des Gedenkens. Doch ein Blick in die Chronik des Jahres 1989 zeigt, wie sehr das Monument in die politischen Kämpfe der Wendezeit verstrickt war. Innerhalb weniger Monate wandelte sich die Funktion der Anlage radikal. Im Mai 1989 diente es noch der SED-Führung zur Inszenierung ihrer Macht nach den gefälschten Kommunalwahlen. Im Oktober wurde es durch den Besuch Michail Gorbatschows zur Kulisse für das Ende der alten Doktrinen. Ende Dezember schließlich markierten Schmierereien mit Parolen wie "Besatzer raus" das endgültige Ende der staatlich verordneten Unantastbarkeit. Die darauf folgende Instrumentalisierung der Vorfälle durch die PDS zeigt, wie sehr Geschichte gerade in Umbruchzeiten als politische Waffe dient. Ein Lehrstück über Deutungshoheit. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Der "Befreier" aus Bronze blickt seit 1949 über Berlin. Aber wen oder was er beschützt, das definierte das Jahr 1989 neu. Erst war er der Garant der SED-Herrschaft, dann im Oktober die Kulisse für Gorbatschows Reformversprechen, und im Dezember plötzlich Zielscheibe von Wut und Vandalismus. Symbole bleiben nur so lange stabil, wie die Macht, die sie stützt. Wenn diese Macht zerfällt, werden aus Denkmälern Fragen.