Der Beirat für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung (Klimaschutz-Beirat) der Stadt Jena hat seinen Bericht für das Jahr 2025 vorgelegt. Im vergangenen Jahr trat das Fachgremium, das als Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik, Stadtverwaltung und lokaler Wirtschaft agiert , zu sieben Webmeetings und zwei Präsenzsitzungen zusammen.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der detaillierten Diskussionen zu Klimaschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit umfassten die Umsetzung und das Monitoring des Klima-Aktionsplans (KAP), die Begleitung der kommunalen Klimaschutzagentur sowie das Monitoring der Treibhausgas- und Energiebilanz für das Jahr 2024. Darüber hinaus befasste sich der Beirat intensiv mit der kommunalen Wärmeplanung , dem Stadtklimakonzept samt Klimaanpassung und Hitzeaktionsplan sowie den Themen Stadtgrün und Reduzierung des Kfz-Bestands in Jena.
Im Jahresverlauf fand eine satzungsgemäße Neuberufung der 20 Mitglieder statt, woraus sich auch ein Wechsel im Sprecher-Team ergab , dessen aktueller Sprecher Pascal Zillmann ist. Die Zusammensetzung des Gremiums beinhaltet neun Vertreter des Stadtrates, drei des Runden Tisches Klima und Umwelt, drei Fachexperten, drei Vertreter des Agenda-Vereins sowie zwei Vertreter aus den Bereichen Globale Verantwortung und Kommunale Entwicklungspolitik. Beschlussentwürfe und Stellungnahmen werden häufig direkt aus der Zivilgesellschaft in den Beirat eingebracht.
Während die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den städtischen Eigenbetrieben KIJ und KSJ durch themenbezogene Teilnahmen an den Sitzungen gut etabliert ist und der Beirat bedarfsbezogen eigene Entwürfe in Ausschüssen vorstellt, wird im Bericht die mangelnde Präsenz der Lokalpolitik sachlich thematisiert. Da Vertreter einiger Stadtratsfraktionen regelmäßig oder nie an den Sitzungen teilnahmen , sieht der Beirat seine Funktion als Bindeglied zur Kommunalpolitik beeinträchtigt. Eine stärkere Beteiligung der Fraktionen würde es stattdessen ermöglichen, Beschlussvorlagen bereits vorab konstruktiv vorzuberaten.
Nach der personellen Neufindung, der Diskussion künftiger thematischer Ausrichtungen und durch die ständige Vertretung im Mobilitätsbeirat sowie im Aufsichtsrat der neu gegründeten Klimaschutzagentur verfügt das Gremium nun über eine gefestigte Struktur, um die anstehenden Aufgaben und die weitere nachhaltige Entwicklung der Stadt konstruktiv und zielgerichtet zu begleiten.


In der öffentlichen Debatte dominiert oft das Klischee einer veränderungsmüden deutschen Gesellschaft. Doch aktuelle Daten aus dem Jahr 2026 widerlegen diesen Mythos eindrucksvoll: Die Bevölkerung ist mehrheitlich bereit für notwendige gesellschaftliche Transformationen. Interessanterweise gibt es in dieser grundsätzlichen Bereitschaft kaum signifikante Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Lediglich rund ein Viertel der Befragten steht dem Wandel prinzipiell kritisch gegenüber und assoziiert ihn primär mit Risiken.
Die Heimat verlassen oder bleiben? Ein Blick auf eine Generation, die Freiräume in Ostdeutschland neu entdeckt.
Mitten in Berlin, nur einen Steinwurf vom belebten Alexanderplatz entfernt, verbarg sich jahrzehntelang ein Ort, der vielen Menschen in der DDR das Blut in den Adern gefrieren ließ. Heute öffnet das ehemalige Untersuchungshaftgefängnis im Präsidium der Volkspolizei in der Keibelstraße seine Türen – nicht mehr zum Wegsperren, sondern zum Aufklären.
Fünfunddreißig Jahre nach der Wiedervereinigung offenbart sich in den ostdeutschen Bundesländern eine besorgniserregende politische Paradoxie. Auf der einen Seite ist die prinzipielle und normative Unterstützung für die Demokratie ungebrochen hoch: 88 Prozent der Menschen, wie aktuelle Erhebungen aus Thüringen belegen, halten die Demokratie nach wie vor für die beste aller Staatsformen. Auf der anderen Seite kollabiert die Zufriedenheit mit der tatsächlichen Umsetzung dieser Demokratie in der Praxis. Nur noch 43 Prozent sind mit dem Funktionieren des demokratischen Systems im bundesdeutschen Alltag zufrieden – ein dramatischer Tiefstwert in einem kontinuierlichen Abwärtstrend. Das Vertrauen in die Bundesregierung in Berlin liegt regional sogar bei katastrophalen 19 Prozent.
Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) setzt auf Sonnenenergie. Seit Mitte Februar 2026 liefert eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Bibliothek sauberen Strom für den Eigenbedarf. Wer möchte, kann den Klimaschutz live mitverfolgen: Ein Monitor im Foyer zeigt Besuchern aktuelle Werte wie Leistung, Tagesertrag und die erzielte CO2-Einsparung an.
Die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2026 steht vor einer fundamentalen Herausforderung, die weniger an den politischen Rändern, sondern tief im Maschinenraum der staatlichen Verwaltung ihren Ursprung hat. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Handlungsfähigkeit des Staates schwindet rasant. Eine aktuelle Untersuchung offenbart ein dramatisches Bild: Fast drei Viertel der Bevölkerung (73 Prozent) halten den Staat angesichts der zahlreichen gesellschaftlichen Herausforderungen schlichtweg für überfordert. Lediglich ein Bruchteil glaubt noch daran, dass der öffentliche Dienst seine Kernaufgaben adäquat erfüllen kann.

Heute vor genau 70 Jahren, am 1. März 1956, trat die Nationale Volksarmee auf die weltpolitische Bühne. Eine Armee, die für viele junge Männer im Osten Deutschlands prägende, oft zermürbende und manchmal absurde Monate bedeutete. Politischer Drill, der strenge Alltag in der Kaserne und die ständige Mahnung vor dem westlichen „Klassenfeind“ gehörten zum Standardprogramm einer ganzen Generation.
„Neonlicht spiegelt sich auf den Kacheln der Kaufhalle. Vor der Warenausgabe bildet sich eine Schlange, noch bevor klar ist, was genau geliefert wurde. In den typischen Einkaufsnetzen ruhen Brot und Milch, während der Blick der Wartenden routiniert die halb leeren Regale nach unerwarteter Bückware abtastet.“