Grüner Strom fürs Bücherregal: Neue Solaranlage auf der ThULB Jena

Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) setzt auf Sonnenenergie. Seit Mitte Februar 2026 liefert eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Bibliothek sauberen Strom für den Eigenbedarf. Wer möchte, kann den Klimaschutz live mitverfolgen: Ein Monitor im Foyer zeigt Besuchern aktuelle Werte wie Leistung, Tagesertrag und die erzielte CO2-Einsparung an.

Das Vorhaben verknüpft notwendige Sanierungsarbeiten geschickt mit aktivem Klimaschutz. Weil das Flachdach (Ebene 5) der Bibliothek aufgrund von Undichtigkeiten ohnehin abgedichtet werden musste, wurde auf Basis der Thüringer Klimaschutz-Richtlinien direkt eine PV-Anlage mitgeplant. Auf 550 Quadratmetern installierte eine Jenaer Firma insgesamt 276 südlich ausgerichtete Solarmodule, die raffiniert in das bestehende Gründach integriert wurden. Mit einer Spitzenleistung von 125 Kilowatt-Peak (kWp) liefert die rund 240.000 Euro teure Anlage nun kräftig Energie.

Die Investition, finanziert durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, lohnt sich doppelt: Laut Simulationen fließen beeindruckende 99 Prozent des erzeugten Stroms direkt in das Hausnetz der Bibliothek. Das senkt den Bedarf an teurem Netzstrom drastisch. Schätzungen zufolge spart die Universität so jährlich rund 30.000 Euro an Energiekosten ein, womit sich die Anlage bereits nach acht bis zehn Jahren komplett refinanziert haben dürfte. Gleichzeitig entlastet der Sonnenstrom die Umwelt enorm, denn pro produzierter Kilowattstunde werden 330 bis 360 Gramm CO2 vermieden.

Da moderne Solarmodule eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren haben, wird die Bibliothek nach der schnellen Amortisationszeit noch über Jahrzehnte hinweg nahezu kostenfreien und sauberen Strom erzeugen. Dieses wunderbare Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Weitsicht perfekt vereinen lassen. Eine rundum strahlende Investition, die nicht nur das Budget schont, sondern uns allen mit viel Optimismus den Weg in eine grüne, saubere und nachhaltige Zukunft weist!

Schatten über der Zschopau: Die Stadt und ihr ewiger Gefangener

Teaser 1. Persönlich Gänsehaut am Gartenzaun. Stellen Sie sich vor, Sie trinken Ihren Nachmittagskaffee, und nur wenige Meter entfernt sitzen Sträflinge auf der Mauer und schauen in Ihren Garten. Für Elke Pfeifer ist das Realität in Waldheim. Die Doku zeigt eindrücklich, wie eng das Leben der Bürger mit dem Schicksal der Gefangenen verknüpft ist. Von der Tochter eines kommunistischen Häftlings bis zum Sohn eines Wärters – hier wird Geschichte nicht in Büchern, sondern in Familiendramen geschrieben. 2. Sachlich-Redaktionell 300 Jahre sächsische Justizgeschichte. Die JVA Waldheim ist mehr als ein Gefängnis; sie ist ein Spiegel deutscher Epochen. Von der Gründung durch August den Starken über die Euthanasie-Verbrechen der NS-Zeit und die berüchtigten Waldheimer Prozesse 1950 bis hin zur Zwangsarbeit für IKEA in der DDR. Der Film dokumentiert minutiös den Wandel einer Institution, die als größter Arbeitgeber der Region die Stadt ökonomisch am Leben hält und sie moralisch immer wieder herausfordert. 3. Analytisch und Atmosphärisch Mauern des Schweigens. Es liegt eine bleierne Schwere über dem Zschopautal. Die Dokumentation enthüllt die beklemmende Symbiose zwischen einer idyllischen Kleinstadt und ihrer dunklen Herzkammer. Während die Fassaden der Häuser glänzen, bröckelt der Putz der Verdrängung nur langsam. Ob Nazi-Gräuel oder DDR-Unrecht – der Film seziert die Atmosphäre einer Stadt, die ihre Dämonen lange Zeit lieber hinter dicken Mauern versteckte, als ihnen ins Gesicht zu sehen. Ein Meisterwerk der Aufarbeitung. 6 Überschriften-Vorschläge Der dunkle Nachbar: Leben im Schatten der JVA Waldheim Von Karl May bis IKEA: Die wechselvolle Geschichte eines sächsischen Kerkers Waldheim 1950: Das Trauma der Schnellprozesse Hinter der Idylle: Eine Stadt und ihre 300-jährige Fessel Glaube, Gitter, Gummiknüppel: Die entweihte Kirche von Waldheim Zwangsarbeit und Zuchthaus: Das doppelte Erbe der DDR in Sachsen