Tag der offenen Tür des Thüringer Landtags wird wegen Unwetterwarnung verschoben


Neuer Termin für den Tag der offenen Tür wird noch abgestimmt

Erfurt. Für das Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst für Thüringen starken Dauerregen angesagt und eine Unwetterwarnung mit Hochwassergefahr herausgegeben. Der Thüringer Landtag hat deswegen entschieden, den Tag der offenen Tür zu verschieben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Tag der offenen Tür sollte an diesem Samstag im Landtag und im Beethovenpark stattfinden.

„Mit Sorge schaut der Thüringer Landtag auf die Wetterentwicklung in diesen Tagen. Für den Tag der offenen Tür am 1. Juni bedeutet dies in diesem Jahr, dass wir ihn leider verschieben müssen. Gemeinsam mit den Fraktionen und der parlamentarischen Gruppe haben wir dies mehrheitlich entschieden“, sagt Landtagspräsidentin Birgit Pommer. „Wir dürfen kein Risiko eingehen. Im Landtag können wir uns kein Fest vorstellen, wenn in Thüringen Gefahren durch ein Unwetter drohen“, so Pommer. „Viele Menschen haben sich auf das Treffen mit der Politik und dem Parlament im Landtag schon gefreut. Diesen Tag nun verschieben zu müssen, fällt uns schwer. Aber die Sicherheit der Menschen hat Vorrang. Ich hoffe sehr, dass alle Menschen in Thüringen sowie Einsatz- und Rettungskräfte das Unwetter wohlbehalten überstehen.“

Das Echo des Ostens: Warum die DDR im Kopf nicht verschwindet

Drei Teaser 1. Persönlich Graue Plattenbauten, der Geruch von Braunkohle in der Erinnerung und ein Gefühl, das einfach nicht verschwinden will. Friedrich Gottlieb sitzt in Halle und zählt seine Cent-Stücke. Früher, sagt er, war das Leben berechenbar. Heute ist es ein Kampf. Warum tragen Enkel plötzlich wieder T-Shirts mit dem DDR-Wappen? Warum klingt die Diktatur in den Erzählungen am Abendbrotstisch wie ein verlorenes Paradies? Es ist die Geschichte einer tiefen Kränkung und der Suche nach Heimat in einer Welt, die keine Pausen kennt. Eine Reise in die wunden Seelen des Ostens. 2. Sachlich-Redaktionell Statistiken belegen einen Trend, der die Politik alarmiert: Die Zustimmung zur DDR wächst. Mehr als die Hälfte der Ostdeutschen bewertet das Leben im Sozialismus rückblickend positiv. Doch es ist keine reine „Ostalgie“ der Rentnergeneration. Soziologische Beobachtungen zeigen, dass sich das Phänomen auf die Jugend überträgt und sich in Konsumverhalten sowie Wahlentscheidungen niederschlägt. Dieser Beitrag analysiert die strukturellen Ursachen – von der Treuhand-Politik bis zu aktuellen Lohngefällen – und erklärt, warum die soziale Unsicherheit der Gegenwart die Vergangenheit verklärt. 3. Analytisch und Atmosphärisch Schatten der Vergangenheit liegen über den sanierten Fassaden von Leipzig und Dresden. Was wie harmlose Nostalgie aussieht – die Rückkehr der Club Cola, die vollen „Ost-Partys“ –, ist das Symptom einer gescheiterten emotionalen Einheit. Die DDR dient heute als Projektionsfläche für alles, was der moderne Kapitalismus nicht liefert: Sicherheit, Ordnung, Gemeinschaft. Wir blicken hinter die Kulissen einer Gesellschaft, die ihre Identität aus dem Trotz gegen die westliche Deutungshoheit formt. Eine Analyse darüber, warum die mentale Mauer nicht fällt, sondern durch neue Krisen zementiert wird.