Freibadsaison im Jenaer Ostbad gestartet

Jena. So langsam werden ja auch die Temperaturen wieder etwas sommerlicher… Passend dazu startet am Mittwoch, 15. Mai die Freibadsaison im Jenaer Ostbad. Pünktlich um 10 Uhr öffnen sich die Pforten für die Besucher.

Das Traditionsbad am Fuße des Jenzig verfügt u.a. über ein 50-Meter-Schwimmerbecken, einen großen Nichtschwimmerbereich mit Breitrutsche, ein Kinderplanschbecken, großzügige Liegewiesen und einen Kinderspielplatz.

Geöffnet ist im Mai täglich von 10 bis 18 Uhr. Im Juni, Juli und August sind die Badegäste sogar von 9 bis 20 Uhr willkommen. Im September bis zum traditionellen Saisonschluss am 15. September ist dann wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Erweitertes Angebot: Frühschwimmen im Ostbad und im Schwimmparadies
Natürlich gibt es auch in dieser Saison wieder das beliebte Frühschwimmen im Ostbad: Dienstags und donnerstags ist das Freibad dafür bereits von 7 bis 9 Uhr geöffnet. Und wem das als morgendliches Schwimmangebot noch nicht ausreicht, dem sei ergänzend das Schwimmparadies Jena empfohlen: Dort geht in diesem Jahr das Frühschwimmen auch während der Freibadsaison weiter. Montags, mittwochs und freitags ist die Sportschwimmhalle in Lobeda-West dafür von 6:30 bis 8 Uhr geöffnet. Das Angebot pausiert nur während der Thüringer Sommerferien vom 20. Juni bis zum 1. August. Somit finden die Frühaufsteher unter den Wassersportlern nun an fünf Tagen der Woche ein entsprechendes Angebot.

Kioske in neuem Design und mit erweitertem Angebot 

Wer es eher gemütlich und lecker mag, der kann sich auf die neu gestalteten Kioske in den Jenaer Freibädern freuen. Die Imbisse im Ostbad und auch im Südbad wurden rundum modernisiert und laden nun mit einem neuen Design und einer erweiterten Speisekarte zum Schlemmen ein. Neben den sommerlichen Freibadklassikern Limo, Eis und Pommes erwarten die Gäste nun auch gesündere Alternativen, wie vegetarische Speisen, Salate und Fisch.

Neue Eintrittspreise
Ab dieser Saison gelten für die Jenaer Freibäder neue Eintrittspreise: Die Tageskarte für Erwachsene kostet 5 Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen 3,50 Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen 2,50 Euro, Kinder bis vier Jahre baden kostenfrei. Sparen lässt sich mit dem Kauf von 10er-Karten, Familien- oder Saisonkarten. Detaillierte Informationen dazu gibt es hier. 

Südbad und Strandschleicher bereits seit dem 1. Mai geöffnet
Neben dem Ostbad lädt auch das zweite Jenaer Freibad zum Planschen und Schwimmen ein: Das Südbad im Jenaer Paradies ist seit dem 1. Mai bereits geöffnet. Es gelten die gleichen Öffnungszeiten und Eintrittspreise wie für das Ostbad. Das Südbad ist ein Naturbad mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, Kinderplanschbecken, großzügiger Liegewiese, FKK-Bereich und Kinderspielplatz. Zudem bietet dort die Strandbar „Strandschleicher“ Cocktails und Musik sowie die beliebten Beachvolleyball-Plätze.

Die unsichtbaren Klassen: Luxus und Lüge im DDR-Sozialismus

Teaser Gleichheit? Von wegen! Während du morgens für ranzige Butter anstandest, ließen „die da oben“ in ihren abgeschirmten Villen die Korken knallen. Wusstest du, dass der Sozialismus zwei Gesichter hatte? Eines für die Plakate und eines für die Speisekammern der Macht. Wir blicken hinter die grauen Fassaden der DDR und zeigen dir das geheime Netzwerk aus Luxusläden, Sonderkonten und purer Dekadenz, mit dem sich die Parteibonzen ihre Loyalität erkauften. Ein System, gebaut auf Lügen und Ananas aus der Dose.

Staatliche Repression und ihre Folgen für zwei Ost-Biografien

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal entscheidet ein einziger Tag darüber, ob man Opfer oder Täter wird, wenn ein Staat beschließt, dass man nicht mehr dazugehört. Teaser: Nadja Klier war 15 Jahre alt, als sie ihre Heimat verlor. Nicht freiwillig, sondern durch staatlichen Zwang. Als Tochter der Bürgerrechtlerin Freya Klier wurde sie 1988 über Nacht aus ihrem Leben in Ost-Berlin gerissen und in den Westen abgeschoben. Was politisch wie eine Lösung aussah, war für die Jugendliche ein traumatischer Bruch: keine Freunde mehr, keine vertraute Umgebung, nur Fremde. Zur gleichen Zeit saß Ingo Hasselbach in einem DDR-Gefängnis. Er war als „Rowdy“ verhaftet worden, weil er gegen sein linientreues Elternhaus rebellierte. Doch statt ihn zu brechen, formte ihn der Knast neu. In den Zellen traf er auf Alt-Nazis, die den jungen Mann radikalisierten. Der Hass auf den SED-Staat wurde zum Motor für eine neue, rechtsextreme Ideologie. Während Nadja im Westen versuchte, Boden unter den Füßen zu bekommen, bereitete sich Hasselbach darauf vor, im Machtvakuum der Wendezeit Neonazi-Strukturen aufzubauen. Es sind zwei Geschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch denselben Ursprung haben. Sie erzählen von der Unbarmherzigkeit eines Systems, das keine Abweichung duldete, und von den langen Schatten, die diese Erziehungsmethoden bis heute werfen. Die Narben bleiben sichtbar, auch wenn die Mauern längst gefallen sind. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Dass Gefängnisse in der DDR oft als Brutstätten für Rechtsextremismus fungierten, widersprach der offiziellen Staatsdoktrin, war aber bittere Realität. Teaser: Die Biografien von Nadja Klier und Ingo Hasselbach stehen exemplarisch für das Versagen der DDR-Pädagogik und die Härte des staatlichen Zugriffes. Während Klier als Jugendliche 1988 zwangsausgesiedelt wurde, weil ihre Mutter Freya Klier Reformen forderte, durchlief Hasselbach eine Radikalisierung im Strafvollzug. Historisch interessant ist hierbei der Mechanismus der Haftanstalten. Hasselbach, ursprünglich wegen unpolitischer Delikte („Rowdy“) inhaftiert, kam dort in Kontakt mit NS-Kriegsverbrechern. Der staatlich verordnete Antifaschismus verhinderte eine offene Auseinandersetzung mit diesem Phänomen; stattdessen wuchs im Verborgenen eine Szene heran, die nach 1989 gewaltbereit das öffentliche Bild dominierte. Hasselbachs Weg vom Häftling zum Anführer der „Nationalen Alternative“ und sein späterer Ausstieg über EXIT-Deutschland zeichnen diese Entwicklung präzise nach. Es zeigt sich, wie staatliche Repression Dynamiken freisetzen kann, die später kaum noch kontrollierbar sind. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Eine Abschiebung ist kein Umzug, und ein Gefängnis ist keine Schule – beides sind Orte, an denen Biografien brechen. Teaser: Wir sprechen oft über die Wende als Moment der Befreiung. Für Nadja Klier war das Jahr 1988 bereits das Ende ihrer Kindheit, erzwungen durch die Ausbürgerung aus der DDR. Für Ingo Hasselbach waren die Wendejahre der Startschuss für organisierte Gewalt. Diese Gleichzeitigkeit von Verlust und Radikalisierung wirft Fragen auf. Wie geht eine Gesellschaft damit um, dass der Staat manche Kinder vertrieb und andere zu Extremisten erzog? Die Aufarbeitung dieser individuellen Brüche ist oft komplexer als die rein historische Betrachtung von Daten und Fakten. Die Spuren dieser Jahre verblassen nur langsam.