Tag der offenen Tür des Thüringer Landtags wird wegen Unwetterwarnung verschoben


Neuer Termin für den Tag der offenen Tür wird noch abgestimmt

Erfurt. Für das Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst für Thüringen starken Dauerregen angesagt und eine Unwetterwarnung mit Hochwassergefahr herausgegeben. Der Thüringer Landtag hat deswegen entschieden, den Tag der offenen Tür zu verschieben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Tag der offenen Tür sollte an diesem Samstag im Landtag und im Beethovenpark stattfinden.

„Mit Sorge schaut der Thüringer Landtag auf die Wetterentwicklung in diesen Tagen. Für den Tag der offenen Tür am 1. Juni bedeutet dies in diesem Jahr, dass wir ihn leider verschieben müssen. Gemeinsam mit den Fraktionen und der parlamentarischen Gruppe haben wir dies mehrheitlich entschieden“, sagt Landtagspräsidentin Birgit Pommer. „Wir dürfen kein Risiko eingehen. Im Landtag können wir uns kein Fest vorstellen, wenn in Thüringen Gefahren durch ein Unwetter drohen“, so Pommer. „Viele Menschen haben sich auf das Treffen mit der Politik und dem Parlament im Landtag schon gefreut. Diesen Tag nun verschieben zu müssen, fällt uns schwer. Aber die Sicherheit der Menschen hat Vorrang. Ich hoffe sehr, dass alle Menschen in Thüringen sowie Einsatz- und Rettungskräfte das Unwetter wohlbehalten überstehen.“

Wie ein kirchlicher Sozialarbeiter die Treuhand überzeugte

Die Spielzeugfabrik Famos in Leisnig stand 1990 plötzlich still, abgewickelt von der Treuhand, während behinderte Arbeiter über Nacht auf der Straße standen. Inmitten dieser lähmenden Unsicherheit im sächsischen Nachwende-Chaos sah ein lokaler Sozialarbeiter jedoch nicht das Ende, sondern die einmalige Chance für einen radikalen Neuanfang. Im Jahr 1990 nutzte eine kirchliche Initiative im Kreis Döbeln beschlagnahmtes SED-Parteivermögen, um den stillgelegten Betrieb für 300.000 Mark zu kaufen. Aus der Konkursmasse entstand so eine Werkstatt für hunderte Menschen, die im neuen Wirtschaftssystem sonst keinen Platz mehr gefunden hätten.