Der rostigste Star ist zurück: Olsenbande-Chevrolet in Silstedt aufgetaucht!

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Für viele hierzulande dürfte sie noch immer ein Begriff sein: die Olsenbande, stets auf dem Weg zum ganz großen Coup oder um Egon aus dem Gefängnis zu holen. Immer mit dabei war ein rostiger Chevrolet, und genau dieser Kult-Fluchtwagen steht nun in Silstedt in der Harzer Bikeschmiede.

Tilo, der Inhaber der Bikeschmiede, hat nach eigenen Angaben einen wahren Coup gelandet. Er erhielt das Fahrzeug von Freunden als Leihstellung und ist sich sicher, dass es sich um eines der echten Filmautos handelt. Die Authentizität des Fahrzeugs lässt sich laut Tilo an spezifischen Details erkennen, die auch in den Filmszenen zu sehen sind. Dazu gehören die fehlende Blende des Standlichts sowie zwei große Rostflecken auf der Seite, die ebenfalls mehrfach im Film auftauchen.

Tilo und sein Vater Wilfried haben in Silstedt, einem kleinen Ort im Harzvorland, ein bemerkenswertes und „etwas verrücktes Fahrzeugmuseum“ aufgebaut. Dort präsentieren sie eine Sammlung echter Raritäten und Schmuckstücke. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Eigenbauten, von praktischen Gefährten aus DDR-Zeiten bis hin zu außergewöhnlichen Kreationen. Als Beispiel für ihre ambitionierten Projekte dient ein Motorrad mit V8-Motor, das sie bereits 2002 als ihr „erstes größeres Wagnis“ realisierten. Dieses Projekt galt als „Leitwind der ganzen Szene“, und viele erklärten sie damals für verrückt, als die Idee eines Motorrads mit Tatra-Motor durchsickerte. Ihr bislang größter Coup war jedoch ein Riesenmotorrad mit Panzermotor, das ihnen sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde einbrachte.

Am kommenden Wochenende soll der Olsenbande-Chevrolet im Rahmen eines großen Showprogramms bei der Eröffnung der Bikeschmiede für Besucher in Aktion gezeigt werden. Es wird eine Generalprobe geben, bei der der Wagen neben anderen Attraktionen präsentiert wird. Ganz im Sinne von Egon Olsen, der stets zu sagen pflegte: „Ich habe einen Plan“.

Haftalltag und Radikalisierung im Strafvollzug Brandenburg

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Die Mauern der Strafvollzugseinrichtung Brandenburg waren dick, alt und speicherten eine Kälte, die tief in das Bewusstsein der Insassen kroch. Teaser: Wer hier einsaß, gehörte zu den "Langstrafern" der DDR. In diesem Mikrokosmos, abgeschirmt von der Außenwelt, trafen junge politische Häftlinge auf eine Hierarchie, die von schweren Gewaltverbrechern dominiert wurde. Der Alltag bestand aus dem Kampf gegen die Isolation und dem Versuch, die eigene geistige Integrität zu wahren – sei es durch das Rezitieren von Schulgedichten oder die mühsame Kommunikation durch Rohrleitungen. Doch Brandenburg war mehr als nur ein Ort der Bestrafung; es war ein Raum ungewöhnlicher Begegnungen. In den späten achtziger Jahren saßen dort noch verurteilte NS-Kriegsverbrecher ein. Für junge Oppositionelle, die sich vom Staat abgewandt hatten, boten diese alten Männer eine verstörende Faszination. Der Kontakt zu Tätern der Geschichte, die im staatlich verordneten Antifaschismus als das absolute Böse galten, führte nicht zur Abschreckung, sondern bei einigen zur ideologischen Neuausrichtung. Die Radikalisierung fand nicht trotz, sondern wegen der Haftbedingungen statt. Selbst der Moment der Freiheit war von der Willkür des Apparats gezeichnet. Wer ohne Ausweis, nur mit einem Entlassungsschein in die Freiheit entlassen wurde, spürte sofort, dass es für ihn keinen Platz mehr in diesem Land geben sollte. Die Flucht über Prag war oft weniger eine politische Entscheidung als ein Akt der nackten Notwendigkeit. Die Ankunft im Westen glich dann weniger einem Jubelschrei als einem psychischen Zusammenbruch, wenn die Anspannung der Haft abrupt von der Überfülle der neuen Realität abgelöst wurde. Der Zug hielt am Bahnhof, und die Passagiere stiegen in eine Welt, die sie erst noch begreifen mussten. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Das Gefängnis in Brandenburg-Görden galt als eine der härtesten Stationen im Strafvollzug der DDR, reserviert für jene, die der Staat für lange Zeit wegsperren wollte. Teaser: Die Zusammensetzung der Häftlinge schuf eine explosive Mischung. Neben Mördern und Kriminellen fanden sich dort politische Gefangene wieder, die oft noch sehr jung waren. In diesem Umfeld entwickelten sich Dynamiken, die weit über den eigentlichen Haftzweck hinausgingen. Besonders brisant war die Anwesenheit von NS-Kriegsverbrechern, die ihre lebenslangen Strafen verbüßten. Der Austausch zwischen diesen historischen Tätern und den jungen Häftlingen ist ein oft übersehener Aspekt der DDR-Haftgeschichte. Er zeigt, wie das System unfreiwillig zur politischen Radikalisierung beitrug. Die Isolation und der Druck des Gefängnisalltags machten empfänglich für Ideologien, die dem System diametral entgegenstanden. Gleichzeitig offenbart der Umgang mit Entlassenen im Herbst 1989 den Zerfall der staatlichen Ordnung. Die bürokratische Schikane, Ausweise zu verweigern, trieb die Menschen förmlich aus dem Land. Die Züge in den Westen waren voll, doch in den Abteilen herrschte oft eine Mischung aus Erleichterung und tiefer Verunsicherung über das, was nun kommen würde. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Freiheit ist im ersten Moment oft kein Gefühl der Freude, sondern eine Erfahrung der totalen Überforderung. Teaser: Wenn sich die Türen der Haftanstalt öffnen und kurz darauf die Grenze in den Westen überschritten wird, prallen zwei Welten aufeinander. Für Häftlinge aus Brandenburg war der Weg von der Isolation der Einzelzelle in die bunte Lautstärke Bayerns ein Schock. Es fehlte oft die Vorstellungskraft für das Leben "danach", da der Überlebensinstinkt in der Haft alle Ressourcen gebunden hatte. Die Realität der Freiheit war komplexer als der Traum davon. Man stand auf dem Bahnsteig und sah sich um.