Schreibwettbewerb für junge Menschen ab 9 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern

Voll romantisch schreiben!

Schwerin. Mach mit beim KLiP: Ihr seid aufgerufen, euch am Kinder- und Jugendliteraturpreis Mecklenburg-Vorpommern, kurz KLiP, zu beteiligen. Der KLiP richtet sich an Menschen zwischen 6 und 20 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern.

KLiP ist ein Schreibwettbewerb.

Wir suchen Gedichte, Kurzgeschichten oder auch szenische Texte. (Es können auch Texte in nichtdeutscher Sprache eingesandt werden. Diese werden für die Jury übersetzt.)

Der 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich ist der Anlass für den Preis.

Daher auch das Motto: „Voll romantisch!“ – Schließlich war Friedrich ein Romantiker.

Seine Bilder und sein Leben können der Ausgangspunkt für eure Texte sein. Ihr könnt euch aber auch einfach an unserem Motto orientieren.


Voll romantisch schreiben!

Von weitem gesehen – nichts als Landschaften.
Aber genauer hingucken, lohnt sich. Habt ihr das Schiff entdeckt, das auf einem der Bilder von Eisschollen begraben wird? Was mag da an Bord geschehen sein? Wo ist die Mannschaft? Konnte sie sich retten?
Oder das Bild von dem Mann, der oben auf dem Berg steht. Er ist nur von hinten zu sehen. Er scheint auf die Wolken zu blicken. Wer könnte das sein? Was geht ihm wohl gerade durch den Kopf?
Oder die drei Leute, die sich den Kreidefelsen auf Rügen ansehen. Besser gesagt, das Meer, das zwischen den Bäumen hindurchschimmert.
Was machen sie da? Ob sie ahnen, dass die schönen weißen Kreidefelsen heute gar nicht mehr da sind?
Wenn Caspar David Friedrich heute leben würde, was für Landschaften würde er wohl malen?


Wer ist KLiP?
Ausgedacht haben sich KLiP der Literaturrat Mecklenburg-Vorpommern, das Literaturvermittlungsprogramm Weltenschreiber für M-V des Literaturhaus Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten. Zu gewinnen gibt es Sachpreise.

Wann ist KLiP?
Ihr könnt sofort anfangen zu schreiben.
Ladet eure Texte einfach über den Button „Bewerbung“ hoch. Bis zum 6. September 2024 könnt ihr eure Texte hochladen. Danach ist Schicht im Schacht.
Eure Texte sollten maximal 9000 Zeichen (mit Leerzeichen) lang sein, das sind ausgedruckt etwa fünf Normseiten.
Ihr müsst die maximale Länge nicht ausreizen. Euer Text darf auch kürzer sein.

Wer ist die KLiP-Jury?
In der Jury sitzen sechs Expertinnen und Experten für Kinder- und Jugendliteratur aus Mecklenburg-Vorpommern.
Die Jury liest sich alles, wirklich alles durch, was ihr einreicht. Dann sucht sie aus allen Altersklassen jeweils drei Texte aus, die ausgezeichnet werden.

Was gibt es bei KLiP zu gewinnen?
Gold, Diamanten, ein nigelnagelneues Auto.
Nein, stimmt gar nicht.

Wir haben Preise für euch, die mit Literatur und mit Mecklenburg-Vorpommern zu tun haben. Mehr verraten wir noch nicht. Seid gespannt!

externe Links:

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Kontakt
Literaturrat Mecklenburg-Vorpommern
Fachstelle Literatur
Everest Girard, Matthias Schümann
c/o St Spiritus
Lange Straße 49/51
17489 Greifswald

fachstelle(at)literaturrat-mv.de

instagram: literatur_rat_mv

Medienkonsum und Programmstruktur in der DDR am Beispiel der FF dabei 1988

A) PROFIL AP: Hook: Wer heute durch eine Ausgabe der „FF dabei“ aus dem Frühjahr 1988 blättert, findet darin weit mehr als nur eine Auflistung von Filmen und Reportagen. Teaser: Die Programmzeitschrift der DDR war ein rares Gut, oft vergriffen und heiß begehrt. Sie diente als Kompass durch eine Medienlandschaft, die einer ganz eigenen Taktung folgte. Ein genauerer Blick auf die Woche vom 14. bis 20. März 1988 offenbart, wie stark sich der Sendeplan an den Rhythmen der Arbeitswelt orientierte. Während im Westen die Radiomoderatoren oft erst am späteren Morgen ihre Hörer begrüßten, begannen die Magazine des DDR-Rundfunks bereits um vier Uhr früh – passgenau für die Frühschicht in den Betrieben. Das Fernsehen wiederum nutzte den Vormittag intensiv für Bildungsformate. Sendungen wie „English for You“ oder „Staatsbürgerkunde“ waren keine Lückenfüller, sondern fester Bestandteil eines edukativen Anspruchs, der den Vormittag dominierte. Erst am Abend entfaltete sich das volle Unterhaltungsprogramm, wobei die Planer nichts dem Zufall überließen. Die Platzierung politischer Kommentare direkt vor den beliebten Spielfilmen war eine bewusste Strategie, um Reichweiten zu sichern. Doch neben der Ideologie stand ein erstaunlich breites Spektrum an Unterhaltung: Von der italienischen Showbühne in Sanremo bis zur brasilianischen Telenovela bot das Programm Fenster zur Welt, die im Kontrast zur geschlossenen Grenze standen. Das Papier der Zeitschrift mag vergilbt sein, doch die darin gedruckten Strukturen erzählen noch heute von einem Alltag, in dem Arbeit, Bildung und Freizeit staatlich synchronisiert waren. B) SEITE AP: Hook: Die Analyse einer „FF dabei“ aus dem Jahr 1988 zeigt, wie das DDR-Fernsehen versuchte, durch gezielte Programmplanung westliche Sehgewohnheiten zu kontern. Teaser: Der Start des Hauptabendprogramms um Punkt 20 Uhr war mehr als nur eine zeitliche Setzung; er war der Versuch, die Zuschauer noch vor der Tagesschau der ARD an das eigene Angebot zu binden. Die Ausgabe vom März 1988 dokumentiert diese Strategien schwarz auf weiß. Das Programmschema offenbart eine Mischung aus pragmatischer Anpassung an die Schichtarbeit der Bevölkerung und ideologischer Durchdringung der Freizeit. Sendungen wurden nicht nur nach Beliebtheit platziert, sondern oft so geschachtelt, dass politische Inhalte wie „Der schwarze Kanal“ fast unvermeidbar vor den eigentlichen Publikumsmagneten liefen. Gleichzeitig zeigt das Heft, dass das DDR-Fernsehen durchaus internationale Standards in der Programmgestaltung adaptierte, von der Ratgebersendung bis zur großen Samstagabendshow. Die Medienlandschaft war ein geschlossenes System, das dennoch Durchlässigkeit für internationale Unterhaltung zeigte, sofern sie ins Schema passte. Die Lektüre der alten Programmzeitschrift legt die Mechanismen offen, mit denen versucht wurde, Information und Unterhaltung in ein staatlich gewolltes Gleichgewicht zu bringen. C) SEITE JP: Hook: Ein Blick in das Programmschema des März 1988 verdeutlicht, wie eng der Rundfunk der DDR an den industriellen Takt der Werktätigen gekoppelt war. Teaser: Mit Radiostarts um vier Uhr morgens reagierten die Sender direkt auf den frühen Schichtbeginn in den Betrieben, eine Flexibilität, die im westdeutschen Rundfunk dieser Zeit kaum zu finden war. Die Programmzeitschrift „FF dabei“ dokumentiert diese Synchronisierung von Medien- und Arbeitszeit detailliert. Auch das Fernsehen folgte einer klaren Struktur: Der Vormittag gehörte dem Schulfernsehen und der Erwachsenenbildung, während der Abend der Unterhaltung und der politischen Information vorbehalten blieb. Interessant bleibt die Beobachtung der Sendezeiten. Der Sendeschluss im Radio um Mitternacht und der Beginn der Hauptnachrichten markierten feste Grenzen im Tagesablauf. Die Programmplanung war somit nicht nur ein Angebot zur Zerstreuung, sondern ein strukturierendes Element des sozialistischen Alltags, das den Tag vom Aufstehen bis zur Nachtruhe begleitete.