KOSMOS-Festival für Kinder- und Jugendliche in Chemnitz

Junge Ideen auf dem KOSMOS
Mobile Ausstellung im Interventionsflächen-Bus

Am Samstag, dem 8. Juni, lockt das KOSMOS-Festival wieder in die Stadt. Rund um Schloßteich und Konkordiapark werden mehr als 150 Programmpunkte aus Musik, Gesellschaft, Kunst, Wirtschaft und Sport geboten. Die Koordinatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Chemnitz, Katrin Günther, ist ebenfalls vor Ort und wird die Ergebnisse des jüngsten Jugendmeetings mittels einer Graphic Recording Wand vorstellen. Zugleich sind die jugendlichen Gäste des Festivals aufgerufen, weitere Ideen für die Zukunft von Chemnitz einzubringen. Gesucht werden zudem noch interessierte Jugendliche, die die Jugendkonferenz mitorganisieren möchten, die gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung am 20. September in Chemnitz stattfinden wird.

Der Jugendbereich ist von 16 bis 21 Uhr auf der Promenadenstraße unweit der Gondelstation zu finden. Unmittelbar in der Nähe möchte das Kulturhauptstadtprojekt create:U neben Bastel- und Schminkecke, Fotopoint und Popcorn-Maschine mit Jugendlichen diskutieren, wie diese sich ihr Jugendfestival 2025 vorstellen. Ebenfalls dabei sein wird der Spinnerei e. V. und das Fabmobil, die das Programm „Junge Kulturhauptstadt“ vorstellen werden. Das Fabmobil, der mit Digitaltechnik und Maschinen ausgestattete Doppeldeckerbus, bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, kreative Technologien auszuprobieren. Sie können sich Tischtenniskellen lasern lassen und an mehreren Platten direkt ausprobieren. In Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Arthur findet zudem ein Pop-Up-Paneltalk mit Julia Korbig und Sonja Eismann vom Missy Magazin statt.

Wer sich einfach nur entspannen will, kann einen der vielen Liegestühle im Jugendbereich am Schlossteich nutzen. Der komplette Auftritt ist zu finden unter:
www.kosmos-chemnitz.de/de/program/junge-kulturhauptstadt-fabmobil-create-u

Auch die Interventionsflächen, das Stadtentwicklungsprojekt der Stadt Chemnitz zur Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, werden auf dem KOSMOS vertreten sein. Der Garagen-Campus-Bus der Chemnitzer Verkehrs-AG wird dafür zu einem mobilen Ausstellungsort umgenutzt und an der Ecke Georgstraße/Promenadenstraße stehen. Interessierte können sich von 12 bis 19 Uhr einen Überblick über die 30 Interventionsflächen verschaffen. Vertreter:innen des Baudezernats der Stadt Chemnitz beantworten Fragen zur Planung bzw. den Baufortschritt.

Erbausschlagungen in Sachsen als spätes Echo der Nachwendezeit

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Wenn der Schlüssel im Schloss des Elternhauses zum letzten Mal gedreht wird und er nicht in der Hand der Kinder, sondern beim Freistaat landet, erzählt das viel über die Brüche in ostdeutschen Biografien. Teaser: In Sachsen schlagen jährlich etwa 1.300 Menschen ihr Erbe aus – eine Zahl, die weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt und Fragen aufwirft, die tiefer gehen als bis zum bloßen Marktwert einer Immobilie. Die Mitarbeiterinnen des sächsischen Flächenmanagements betreten dann Räume, in denen das Leben von heute auf morgen stillzustehen schien. Sie finden persönliche Erinnerungen, Fotos von Enkeln, die längst in westdeutschen Großstädten leben, und immer wieder: alte Schulden. Es sind oft die finanziellen Altlasten der neunziger Jahre, die diese Häuser für die nachfolgende Generation untragbar machen. Kredite, die in der Aufbruchsstimmung aufgenommen wurden und heute als schwere Hypothek auf oft unsanierten Mauern lasten. Hinzu kommt die räumliche Distanz. Die Kinder sind weggezogen, haben sich anderswo etwas aufgebaut. Das Elternhaus in der ländlichen Heimat wird vom Anker zum Ballast. Was bleibt, ist die Stille in den Zimmern und die Aufgabe des Staates, für das zurückgelassene Lebenswerk neue Besitzer zu finden, die den Mut für einen Neuanfang mitbringen. Der Wind streicht leise durch die offenen Fenster der leerstehenden Räume. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Dass der Staat zum Erben wird, ist in Sachsen kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Phänomen, das eng mit der Wirtschaftsgeschichte der Nachwendezeit verknüpft ist. Teaser: Mit rund 1.300 Erbausschlagungen pro Jahr verzeichnet Sachsen absolute Zahlen, die selbst bevölkerungsreichere westdeutsche Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen übertreffen. Martin Oberacher vom zuständigen Flächenmanagement benennt dies klar als ein „Ostproblem“. Die Ursachen dafür finden sich häufig in den Grundbüchern der betreffenden Immobilien. Viele Häuser sind bis heute mit Krediten aus den frühen neunziger Jahren belastet. Diese Gelder flossen damals nicht immer wertsteigernd in die Substanz, sondern dienten oft dem Konsum oder Notreparaturen. Heute übersteigen diese Restschulden oft den tatsächlichen Marktwert der Gebäude. In Kombination mit dem enormen Sanierungsstau und der Abwanderung der Erben-Generation in die alten Bundesländer entsteht eine Situation, in der die Annahme des Erbes ein unkalkulierbares finanzielles Risiko wäre. Die Aktenordner im Amt füllen sich weiter stetig mit neuen Fällen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Ein „Nein“ zum Erbe ist im Osten oft weit mehr als eine familiäre Entscheidung – es ist eine nüchterne Bilanzierung der letzten dreißig Jahre. Teaser: Wenn Kinder das Haus ihrer Eltern nicht übernehmen wollen, liegt das selten nur an mangelnder Pietät. Es ist oft die wirtschaftliche Vernunft, die sie dazu zwingt. Schulden aus der Nachwendezeit treffen auf einen Immobilienmarkt im ländlichen Raum, der lange Zeit stagnierte und nun durch hohe Baukosten zusätzlich unter Druck gerät. Der Traum vom Eigenheim, den die Elterngeneration nach 1990 träumte, entpuppt sich für die Erben heute oft als Kostenfalle. Der Staat übernimmt, verwaltet und sucht mühsam nach neuen Wegen für die alten Mauern. Ein Prozess, der zeigt, wie lange Transformationsprozesse tatsächlich dauern.

Generation Gleichschritt: Ein Ostdeutscher rechnet mit der westlichen Moral-Elite ab

Teaser (Social Media / Newsletter) Ralf Schuler wollte eigentlich Regisseur werden, doch die DDR schickte ihn ins Glühlampenwerk. Heute ist er einer der schärfsten Kritiker des westdeutschen Medien-Mainstreams. Im Interview rechnet der NIUS-Politikchef mit der „Generation Gleichschritt“ ab, zieht Parallelen zwischen Woke-Kultur und SED-Propaganda und erklärt, warum er sich noch nie in einem Politiker so getäuscht hat wie in Friedrich Merz. Ein Gespräch über Herkunft, Haltung und den unbestechlichen Blick des Ostens.