Spatenstich für Wohnmobilstellplatz „Schwarmblick“ in Saalfeld/Saale

Saalfeld. Den ersten Reisemobilstellplatz der Firma KNAUS in Thüringen wird es in Saalfeld/Saale geben. Sandra Knaus, geschäftsführende Gesellschafterin der Helmut KNAUS KG Campingparks, Prokurist Oliver Krämer, Bürgermeister Dr. Steffen Kania u.a. haben am 21. Mai 2024 in der Bohnstraße den symbolischen ersten Spatenstich für den Wohnmobilstellplatz „Schwarmblick“ gesetzt.

„Die Entwicklung eines Wohnmobilstellplatzes durch ein namhaftes Unternehmen wie KNAUS ist ein Meilenstein für eine zukunftsträchtige Tourismusentwicklung Saalfelds als Kurstadt. Die Stadt erschließt neue touristische Zielgruppen und profitiert dabei auch vom umfangreichen KNAUS-Campingpark-Netzwerk und den Marketingaktivitäten der KNAUS Gruppe, die eine umfassende Präsentation und Bewerbung ermöglichen“, freute sich Bürgermeister Dr. Steffen Kania zum Spatenstich und die Erste Beigeordnete Bettina Fiedler ergänzte: „Die Entwicklung dieses Reisemobilstellplatzes durch die Firma Helmut KNAUS ist ein Ritterschlag für die Stadt Saalfeld/Saale. Für mich wird ein Herzensprojekt umgesetzt, das dazu beitragen wird, die Innenstadt weiterhin zu beleben.“

Auf dem 9.800 m² großen Areal unweit des Hohen Schwarms werden ca. 60 Stellplätze realisiert und alles, was das Camper-Herz benötigt: Zentrale Ver- und Entsorgungseinrichtungen, ein Sanitärgebäude mit Toiletten und Duschen, Begegnungsflächen zum Verweilen, ein Buchungs- und Zugangskontrollsystem, ein bargeldloses Abrechnungssystem und ein Info-Point. Um ein möglichst breites Publikum anzusprechen, sind Stellplätze für die ganz großen Reisemobile mit bis zu 12 Tonnen Gewicht eingeplant, aber auch für kleine Modelle und Bullys.

Als besonderes Highlight wird etwas abseits der Stellplätze ein großer Erholungspark angelegt u.a. mit Kneipp-Tretbecken, Pavillon, Barfußpfad und Relaxliegen, „als Ausgleichsmaßnahme, die nicht nur Campern, sondern auch den Einheimischen zugutekommen soll und öffentlich zugänglich sein wird“, erläuterte Prokurist Krämer. KNAUS trägt dabei nicht nur die Kosten für die Herstellung der Kompensationsmaßnahmen, sondern auch für die fortlaufenden Unterhalts- und Pflegekosten des Geländes.

In einem Interessenbekundungsverfahren erhielt die Helmut KNAUS KG, die 1960 gegründet heute 28 Campingparks in Deutschland mit über 7.500 Stellplätzen und mehr als 250 Mitarbeitern betreibt, den Zuschlag zur Entwicklung des Wohnmobilstellplatzes in Saalfeld/Saale. Zur Campingsaison 2025 soll er fertiggestellt sein und die ersten Camper anreisen. Hierfür investiert das Unternehmen eine sechsstellige Summe.

BU: Beim symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Reisemobilstellplatz in Saalfeld/Saale: v.l.n.r. Oliver Krämer, Prokurist der Helmut KNAUS KG Campingparks, Sandra Knaus, geschäftsführende Gesellschafterin der Helmut KNAUS KG Campingparks, die Erste Beigeordnete Bettina Fiedler, Bürgermeister Dr. Steffen Kania und der Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck.

Die Realität der sowjetischen Truppenpräsenz in der DDR

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Wer in bestimmten Regionen der DDR aufwuchs, für den gehörte das ferne Grollen der Übungsplätze oder das Vibrieren der Fensterscheiben beim Durchbruch der Schallmauer zum Alltag. Teaser: Eine halbe Million sowjetische Bürger lebten zeitweise in der DDR – und doch blieben sie für die meisten Menschen seltsam unsichtbar. Sie existierten in einer Parallelwelt hinter Mauern und Zäunen, in hermetisch abgeriegelten Garnisonsstädten wie Wünsdorf, wo die Uhren nach Moskauer Zeit gingen. Die offizielle Lesart sprach von unverbrüchlicher Freundschaft und Waffenbrüderschaft. Doch die Realität war oft eine pragmatische Zweckgemeinschaft. Man arrangierte sich. An den Zäunen der Kasernen blühte ein stiller Tauschhandel: Diesel gegen Jeans, Uniformteile gegen Unterhaltungselektronik. Es waren Begegnungen aus dem Mangel heraus, die oft mehr über die tatsächlichen Verhältnisse aussagten als die ritualisierten Festakte der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. Dass diese massive militärische Präsenz, die über Jahrzehnte als Garantie der SED-Macht galt, am Ende tatenlos blieb, ist eine der entscheidenden Wendungen der Geschichte. Als die Panzer 1989 in den Kasernen blieben, endete eine Ära, die den Osten Deutschlands tief geprägt hat. Zurück blieben riesige Areale, ökologische Altlasten und eine ambivalente Erinnerung an Nachbarn, die man kaum kannte. Die verlassenen Liegenschaften erzählen heute noch schweigend von dieser Zeit. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Es ist eine der großen historischen Ironien, dass die DDR-Führung am Ende ausgerechnet die Zeitschrift ihres engsten Verbündeten verbot. Teaser: Das Verhältnis zwischen der DDR und der Sowjetunion war über vier Jahrzehnte ein komplexes Geflecht aus Abhängigkeit, Ausbeutung und strategischer Partnerschaft. Was als Besatzungsregime begann, das unter anderem durch den Uranabbau der Wismut enorme Ressourcen abzog, wandelte sich später zu einer wirtschaftlichen Symbiose. Das billige Erdöl aus dem Osten hielt die DDR-Industrie lange am Laufen, während ostdeutsche Maschinenbauprodukte in die UdSSR flossen. Doch als Michail Gorbatschow in Moskau Reformen einleitete, wurde der große Bruder für die alten Männer in Ost-Berlin plötzlich zum politischen Risiko. Die Schutzmacht, die 1953 den Aufstand noch niedergeschlagen hatte, entzog dem Regime 1989 die Unterstützung. Die Geschichte dieser Beziehung ist nicht nur eine Militärgeschichte, sondern eine Parabel über den Aufstieg und Fall eines ganzen politischen Systems. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Abzug der Westgruppe der Truppen war die größte friedliche Truppenverlegung der Geschichte. Teaser: Über Jahre rollten die Züge gen Osten, beladen mit Material, Menschen und der Erinnerung an fast ein halbes Jahrhundert Präsenz. Für die Soldaten war es oft kein triumphaler Heimweg, sondern eine Reise in die Ungewissheit eines zerfallenden Reiches. Was in Ostdeutschland blieb, waren nicht nur leere Kasernen und sanierungsbedürftige Böden, sondern auch das Bewusstsein, dass eine Ära unwiderruflich vorbei war. Die Spuren dieser Zeit verblassen langsam in der Landschaft.