Bürgerdialog zur neuen Medizinischen Universität Lausitz Carl Thiem

Erster Bürgerdialog
Cottbus/Chóśebuz. Die Pläne und Ideen für den Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz Carl Thiem stehen im Mittelpunkt eines ersten Bürgerdialogs am Donnerstag, 16. Mai, in Cottbus/Chóśebuz. Im City-Saal (Zugang Bahnhofstraße) stehen Oberbürgermeister Tobias Schick, der Medizinisch-wissenschaftliche Projektbeauftragte für den Aufbau der Universitätsmedizin, Prof. Eckhard Nagel, Stadtentwicklungsdezernentin Doreen Mohaupt sowie die Geschäftsführung des Carl-Thiem-Klinikums mit informativen Vorträgen und Gesprächsangeboten bereit.

Bürgerinnen und Bürger haben im Verlauf der Veranstaltung die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Einblick in erste Ideenskizzen zu nehmen.

OB Tobias Schick: „Der Aufbau der Medizinischen Universität Lausitz Carl Thiem nimmt konkrete Formen an und wird ein Leuchtturm im Strukturwandel. Unsere Stadt wird sich dadurch erheblich verändern, und das wollen wir mit den Cottbuserinnen und Cottbusern besprechen. Dazu wird es weitere Veranstaltungen in den kommenden Monaten geben.“

Der Bürgerdialog beginnt am 16. Mai um 17:30 Uhr im City-Saal der Stadtwerke Cottbus GmbH.

Ostdeutsche Identitätssuche im Winter 1989/90

Journalistischer Text - Facebook Das Lied „Halb und Halb“ von Wenzel und Mensching zeichnet ein präzises Bild der DDR in ihrer Endphase, das keine Befreiung, sondern einen Zustand der lähmenden Unentschlossenheit zwischen den Systemen beschreibt. Spezifisch ostdeutsche Erfahrungen werden durch Metaphern greifbar gemacht. Der Polizist erscheint als halb Mensch, halb Maschine, was den Autoritätsverlust der Staatsmacht bei gleichzeitiger physischer Präsenz verdeutlicht. Auch die topografische Situation Berlins findet Erwähnung. Die Stadt wird als nur noch halb eingezäunt beschrieben, ein Verweis auf die faktische Öffnung der Grenze bei fortbestehender architektonischer Trennung der Stadt. Der Text dokumentiert zudem eine Skepsis gegenüber der Vereinigung. Der neue Wohlstand wirkt fragil, was die ostdeutsche Perspektive einer unsicheren Zukunft und den Verlust vertrauter Strukturen betont.