Der Mängelmelder der Stadt Jena startet in neuer Version

Der Mängelmelder der Stadt Jena erhält ein Update und wird dadurch noch benutzerfreundlicher. Am 28. November geht die neue Version an den Start. An diesem Tag ist die Plattform aufgrund der Umstellung von 8:00 bis 14:00 Uhr nicht erreichbar. Mit der Aktualisierung wird den geänderten technischen Anforderungen und den Wünschen der Nutzenden Rechnung getragen.

Folgende Optimierungen wird es geben:
– Künftig können bis zu drei Bilder im Hoch- und Querformat hochgeladen werden. Bisher konnte nur ein Bild einer Meldung beigefügt werden, welche im Teilausschnitt angezeigt wurde.
– Standort-Angaben können fortan auch über eine Straßennamensuche erfolgen.
– Offene Mängel werden in der Kartenübersicht verbessert mit Symbolen dargestellt.
– In der Archivübersicht können alle Mängel eingesehen und über die Suche gefunden werden.
– Für mehr Transparenz enthält die Mangel-Detailansicht nach dem Update stets die Signatur der bearbeitenden Departements.
– In einer Notfallkontaktliste sind alle relevanten Telefonnummern für akute Anliegen gebündelt aufgelistet.
– Pop-up-Meldungen informieren zudem über besondere Themen wie Schließzeiten, Neuerungen oder Erreichbarkeiten

Die aktuell 14 Themen Kategorien – Ampel, diskriminierende Werbung, Gewässer, Laterne, Müll, ÖPNV, Spielplatz/Sportanlage, Stadtbäume, Stadtgrün, Stadtwald/Wanderweg,
Straße/Gehweg/Radweg, Straßenreinigung/Winterdienst, Straßenschild und Sonstiges – bleiben weiterhin bestehen.

Hintergrund: Fünf Jahre Mängelmelder Jena

Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 15.03.2017 beschlossen, dass Jena einen Mängelmelder bekommen soll. Nach einer Entwicklungsphase ging der Mängelmelder am 01.01.2018 online. Seitdem können Nutzende ihre Anliegen an die Stadt übermitteln, egal ob es sich um Schäden aller Art, illegal entsorgten Müll oder andere Anliegen handelt. Die Einträge sind anonym möglich, um das Angebot möglichst niedrigschwellig zu halten. Vor der Veröffentlichung der Einträge erfolgt lediglich eine Freigabe. So wird gewährleistet, dass genügend Informationen zur Beseitigung eines Mangels angegeben sind, es sich wirklich um Mängel handelt und ein Mindestmaß an Höflichkeit eingehalten wird.

Seit seiner Einführung erfreut sich der Mängelmelder steigender Beliebtheit auch über Jenas Stadtgrenzen hinaus. Wurden 2018 noch 639 Mängel eingereicht, sind es 2023 bis Ende Oktober bereits 2.379 Einträge gewesen. Insgesamt sind seit dem Start 12.515 Mängel eingegangen.

https://maengelmelder.jena.de

Das Sicherheitsgefühl in der DDR als soziale und biografische Erfahrung

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL: Hook: Sicherheit ist für viele Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, kein abstrakter Begriff aus der Kriminalstatistik, sondern eine Erinnerung an ein Lebensgefühl der Vorhersehbarkeit. Teaser: Wer heute zuhört, wenn Ostdeutsche über ihre Vergangenheit sprechen, stößt oft auf eine Diskrepanz zwischen der historischen Realität einer Diktatur und dem persönlichen Erleben eines geschützten Alltags. Diese Wahrnehmung basiert stark auf der Erfahrung einer fast lückenlosen sozialen Absicherung. Der Arbeitsplatz war garantiert, die Miete festgeschrieben, und der Lebensweg verlief oft in geregelten Bahnen, die kaum individuelle Risiken bargen. Diese staatlich garantierte Statik nahm dem Alltag eine existenzielle Schärfe, die erst mit den Umbrüchen der Nachwendezeit in das Leben vieler Menschen trat. Hinzu kam ein öffentlicher Raum, der durch eine hohe soziale Kontrolle und geringe Mobilität geprägt war. Man blieb oft über Jahrzehnte im gleichen Wohnviertel, kannte das Umfeld und bewegte sich in einer homogenen Gesellschaft, in der Fremdheit die absolute Ausnahme bildete. Die staatliche Ordnungsmacht sorgte zudem rigoros dafür, dass Konflikte selten sichtbar im Straßenbild ausgetragen wurden. In der Rückschau verschmelzen diese Faktoren – die soziale Planbarkeit, die vertraute Umgebung und die sichtbare Ruhe – zu einem Sicherheitsbegriff, der sich fundamental von heutigen Definitionen unterscheidet. Er beschreibt weniger den Schutz vor Verbrechen als vielmehr die Abwesenheit von unvorhersehbaren Veränderungen. B) SEITE 1 und 2 (Kontext): Hook: Wenn Ostdeutsche sagen, früher sei es sicherer gewesen, vergleichen sie die Gegenwart oft nicht mit dem politischen System der DDR, sondern mit einer spezifischen Form der sozialen Stabilität. Teaser: Die Analyse dieses Gefühls zeigt, dass Sicherheit in diesem Kontext vor allem als Planbarkeit des eigenen Lebens verstanden wird. In der DDR waren Erwerbsbiografien und Wohnsituationen langfristig gesichert, was eine mentale Entlastung von existenziellem Wettbewerb bedeutete. Der abrupte Wegfall dieser Strukturen nach 1990 und die Erfahrung massiver Unsicherheit prägen den rückblickenden Vergleich bis heute. Verstärkt wird dies durch den Kontrast zwischen der damaligen medialen Filterung, die Konflikte ausblendete, und der heutigen Informationsdichte, die Risiken permanent sichtbar macht. Sicherheit erscheint in dieser Lesart als ein Zustand, in dem die Komplexität der Welt noch überschaubar war. QUELLE Basis: Video-Analyse „Warum viele Ostdeutsche sagen: ‚In der DDR war es sicherer‘“