Beliebt wie Fußball: 95.000 Mitglieder organisieren sich im Landesanglerverband Brandenburg

Potsdam. Fast so populär wie Fußball: Mit seinen knapp 95.000 Mitgliedern ist der Landesanglerverband in allen Regionen Brandenburgs flächendeckend vertreten und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Ministerpräsident Dietmar Woidke betonte heute auf dem Verbandstag des Landesanglerverbandes Brandenburg (LAVB) in Blankenfelde-Mahlow: „Freude an der Natur, Zusammensein, Abschalten vom Alltagsstress – Angeln hat viele Vorzüge und ist mehr als nur ein Hobby. Immer mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger greifen zur Rute. Dabei steht für viele Anglerinnen und Angler nicht nur der Fang im Vordergrund, sondern auch ein fairer Umgang mit dem Tier. Ihr Wissen geben sie oft von Generation zu Generation weiter und sie stärken den ländlichen Raum.“

Woidke weiter: „Mit über 3.000 Seen und 30.000 Kilometern Fließgewässern zählt das Land Brandenburg zu den beliebten Orten für Angelbegeisterte. Brandenburg hält hunderte ausgewiesener Angelgewässer bereit und sorgt für Abwechslung.“

Er lobte das Engagement des Landesanglerverbandes, anerkannter Umweltverband zu werden. Um die Voraussetzungen für die Anerkennung zu erfüllen und künftig besondere Beteiligungs- und Klagerechte zu erhalten, wurde heute die Satzung geändert. Woidke: „Das ist ein guter Schritt nach vorne.“

Woidke zeichnete auch die „Märkischen Anglerkönige“ 2024 aus. Dabei betonte er: „Ihre Beharrlichkeit und Geduld hat sich ausgezeichnet. Sie haben besonders beeindruckende Exemplare gefangen. Petri Heil und Petri Dank!“ Zudem ehrte Woidke den langjährigen Landtagspräsidenten Gunter Fritsch für sein Engagement als Verbandspräsident in den Jahren 2015 bis 2020: „Gunter Fritsch hat die Interessen der Angler in Brandenburg fünf Jahre würdig vertreten. Dafür gilt ihm mein allerherzlichster Dank.“

Im Landesanglerverband Brandenburg sind rund 1.200 Angelvereine organisiert.

Kirchenvermögen: Milliardenbesitz und staatliche Finanzierung

Journalistischer Text – Facebook Kirchenvermögen: Milliardenbesitz und staatliche Finanzierung Die Diskussion um die finanziellen Verhältnisse der beiden großen Kirchen in Deutschland offenbart ein komplexes System aus historischen Privilegien und enormen Vermögenswerten. Recherchen beziffern das Gesamtvermögen der katholischen und evangelischen Kirche auf konservativ geschätzte 300 Milliarden Euro. Dieser Betrag setzt sich aus kapitalen Anlagen, riesigem Grundbesitz und Immobilien zusammen. Ein interessantes Detail ist hierbei die Bewertungspraxis: Gebäude wie der Kölner Dom stehen oft mit einem symbolischen Erinnerungswert von nur einem Euro in den Bilanzen. Da diese Objekte unverkäuflich sind, erscheinen stille Reserven in Milliardenhöhe nicht in den offiziellen Büchern. Ein weit verbreiteter Irrtum betrifft die Finanzierung sozialer Einrichtungen. Caritas und Diakonie, die größten Arbeitgeber nach dem Staat, finanzieren ihre Kindergärten oder Krankenhäuser nicht primär aus der Kirchensteuer. Tatsächlich übernimmt die öffentliche Hand, also Länder und Kommunen, meist über 90 Prozent der Kosten. Der kirchliche Eigenanteil liegt oft nur bei etwa zehn bis zwölf Prozent, obwohl die Trägerschaft in kirchlicher Hand bleibt. Der Blick auf die geografische Verteilung der Beispiele zeigt eine starke Konzentration auf westdeutsche Bistümer und Landeskirchen, wie Köln oder das Rheinland. Spezifische Herausforderungen der ostdeutschen Kirchen, die durch die DDR-Geschichte über deutlich weniger historisch gewachsenes Immobilienvermögen und geringere Mitgliederzahlen verfügen, bleiben in der Betrachtung dieses Reichtums außen vor. Die gezeigten Strukturen des Wohlstands sind somit vor allem ein Spiegel westdeutscher Verhältnisse.