Vera Lengsfelds Kritik an Angela Merkel: Machtstreben und autoritärer Politikstil

Vera Lengsfeld, eine profilierte Bürgerrechtlerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete, hat in zahlreichen Interviews und Artikeln ihre kritische Sicht auf Angela Merkel und deren politische Karriere dargelegt. Ihre Positionen zeichnen sich durch eine scharfe Analyse und deutliche Kritik an Merkels Politikstil und Entscheidungen aus. Nachfolgend werden die wichtigsten Aussagen Lengsfelds zusammengefasst und analysiert.

Der Einstieg Angela Merkels in die Politik
Vera Lengsfeld vertritt die These, dass Angela Merkel die CDU nie wirklich akzeptiert habe und lediglich aus Karrieregründen dieser Partei beigetreten sei. Sie argumentiert, dass es keine belastbaren Belege dafür gibt, dass Merkel jemals Mitglied des Demokratischen Aufbruchs war – der Organisation, die sie letztlich zur CDU führte. Lengsfeld hebt hervor, dass Merkel in keiner anderen Partei eine vergleichbare Karriere hätte machen können, da ihre pragmatische und anpassungsfähige Herangehensweise perfekt auf die damalige Situation in der CDU zugeschnitten war. Sie beschreibt Merkel als Vertreterin einer neuen Politikergeneration, deren Fokus nicht auf Idealen oder Überzeugungen lag, sondern ausschließlich auf der eigenen Karriere.

Merkels Politikstil und Entscheidungen
Lengsfeld äußert scharfe Kritik an Merkels Politikstil, den sie als autoritär und oft rechtsbeugend beschreibt. Besonders umstritten sind in ihren Augen folgende Entscheidungen:

– Atomausstieg 2011: Lengsfeld sieht darin einen populistischen Schritt, der ohne ausreichende wissenschaftliche oder technische Grundlage erfolgt sei.

– Grenzöffnung 2015: Sie wirft Merkel vor, das deutsche und europäische Recht gebrochen zu haben, indem sie eine ungeregelte Masseneinwanderung zugelassen habe.

– Corona-Maßnahmen: Hier spricht Lengsfeld von einer zeitweisen Aussetzung des Grundgesetzes und sieht in Merkels Handlungen einen klaren Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien.

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist der Umgang Merkels mit der Wahrheit. Lengsfeld beschuldigt die Kanzlerin, im Fall der sogenannten Chemnitzer Hetzjagden falsche Behauptungen aufgestellt zu haben, um von den Hintergründen eines Tötungsdelikts abzulenken. Ihrer Meinung nach dienten solche Aussagen dazu, politische Gegner zu diskreditieren und kritische Diskussionen zu unterdrücken.

Die Rolle der CDU und der Medien
Ein wiederkehrendes Thema in Lengsfelds Kritik ist Merkels Beziehung zur CDU. Sie beschreibt, wie Merkel offen erklärte, dass sie sich nicht an Parteibeschlüsse gebunden fühle, wenn diese ihren Zielen widersprächen. Lengsfeld interpretiert dies als Beleg dafür, dass Merkel die Partei eher als Vehikel für ihre persönlichen Ambitionen denn als Gemeinschaft von Überzeugungen betrachtete. Nach ihrem Rücktritt von der Kanzlerschaft verweigerte Merkel sogar eine Ehrenmitgliedschaft in der Konrad-Adenauer-Stiftung, was Lengsfeld als klares Zeichen wertet, dass Merkel mit der CDU abgeschlossen hat.

Laut Lengsfeld war Merkels Erfolg maßgeblich von der Unterstützung der Medien abhängig. Sie wirft den Medien vor, eine unkritische Haltung gegenüber Merkel eingenommen und dadurch eine objektive Berichterstattung verhindert zu haben. Ihrer Meinung nach war dies ein entscheidender Faktor, der es Merkel ermöglichte, ihre Politik nahezu ungehindert durchzusetzen.

Merkels Sprachgebrauch
Lengsfeld analysiert auch Merkels Rhetorik und bezeichnet diese als „Kanzlerinnen-Idiom“, das darauf abziele, die wahren Absichten zu verschleiern. Sie führt zahlreiche Beispiele an, wie etwa die Begriffe „europäische Lösung“, „nationale Abschottung“ oder „etwas vom Ende her denken“. Diese Formulierungen seien bewusst vage gehalten und sollten verhindern, dass ihre Politik klar bewertet werden könne. Besonders kritisch sieht Lengsfeld Merkels Aussage, sie wolle „aus Illegalität Legalität machen“. Sie interpretiert dies als Eingeständnis, dass Merkel die Illegalität ihrer Handlungen bewusst war.

Das Vermächtnis Angela Merkels
Lengsfeld zieht ein sehr negatives Fazit über Merkels Zeit als Kanzlerin. Sie glaubt, dass Merkels Politik langfristig vor allem negative Auswirkungen haben wird und dass sie den Kampf um ihr Geschichtsbild verlieren werde. Lengsfeld sieht den Aufstieg der AfD als direkte Folge von Merkels Politik, insbesondere ihrer Entscheidung zur Grenzöffnung 2015. Sie argumentiert, dass Merkels autoritärer Politikstil und die Missachtung von Kritikerstimmen eine Polarisierung der Gesellschaft und eine Stärkung populistischer Kräfte begünstigt hätten.

Lengsfelds eigene Perspektive
Im Vergleich zu Merkel betont Lengsfeld, dass sie selbst nie nach Macht gestrebt habe. Ihr Privatleben und ihre Kinder seien ihr stets wichtiger gewesen als ihre politische Karriere. Sie fragt sich, ob Merkel angesichts ihres Lebens in „Endlossitzungen“ und permanenter Verantwortung nicht letztlich zu bedauern sei. Lengsfeld zeichnet hier das Bild einer Kanzlerin, die zwar äußerlich erfolgreich war, deren Entscheidungen jedoch erhebliche Spuren hinterlassen haben.

Vera Lengsfeld bietet eine detaillierte und umfassende Kritik an Angela Merkel. Sie wirft ihr Machtstreben, Rechtsbeugungen, einen autoritären Politikstil und die Missachtung der CDU vor. Ihrer Meinung nach hat Merkel ihre Karriere stets über die Interessen des Landes und der Partei gestellt. Lengsfeld sieht in Merkels Politik die Ursache für zahlreiche gesellschaftliche und politische Probleme, darunter die Stärkung populistischer Kräfte und eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Trotz Merkels beeindruckender Karriere bleibt Lengsfeld überzeugt, dass ihr politisches Vermächtnis vor allem kritisch beurteilt werden wird.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Eine Analyse der gesellschaftlichen Widersprüche in der DDR

https://www.facebook.com/arnepetrich/posts/pfbid02E46JT9j9HM8fVfnsN3EnqrBSbjP9Q4VtbtUk9QvXERkH8RhvUwUCp13kTc2xngqwl OUTPUT-FORMAT (zwingend einhalten) - FB Teaser 300-450:  ÜBERSCHRIFT: Diskrepanzen zwischen staatlichem Anspruch und Alltag in der DDR HOOK: Hinter der Fassade der sozialistischen Vollversorgung verbarg sich in der DDR oft eine Realität, die von Mangel und Improvisation geprägt war. Historische Analysen zeigen, wie tief die Widersprüche in die Gesellschaft hineinreichten. TEXT: Die DDR-Gesellschaft war durch ein duales System geprägt: Offiziell galt das Kollektiv und die Planwirtschaft, inoffiziell hielt ein grauer Markt aus Tauschgeschäften und Westgeld das System am Laufen. Während der Staat Umweltschutz in der Verfassung verankerte, wurden Industriegebiete wie Bitterfeld rücksichtslos ausgebeutet. Diese Kluft zwischen Propaganda und der Lebenswirklichkeit der Bürger, sei es in der Wirtschaft oder Ökologie, trug maßgeblich zur inneren Aushöhlung des Staates bei. OUTPUT-FORMAT (zwingend einhalten) - FB Teaser 700-900:  ÜBERSCHRIFT: Die verborgenen Mechanismen von Mangel, Macht und Umwelt in der DDR HOOK: Die Geschichte der DDR ist auch eine Geschichte der Geheimnisse, die der Staat vor seinen eigenen Bürgern zu bewahren versuchte. Von der Umweltzerstörung bis hin zu gescheiterten Wirtschaftsreformen offenbart sich ein System, das permanent gegen die eigene Realität ankämpfte. TEXT: Ein Blick auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen der DDR zeigt, dass der Mangel nicht nur ein temporäres Problem, sondern ein ständiger Begleiter war. Um diesen zu kompensieren, entstanden parallele Ökonomien, in denen Beziehungen und Westwährung oft wichtiger waren als die offizielle Währung. Besonders drastisch zeigte sich die staatliche Geheimhaltungspolitik im Bereich der Umwelt: Die massiven Verschmutzungen im Chemiedreieck Bitterfeld wurden ignoriert, Gesundheitsdaten unter Verschluss gehalten. Gleichzeitig verhinderte die politische Führung notwendige Innovationen, wie etwa in der Automobilindustrie, wo fertige Nachfolgemodelle für den Trabant blockiert wurden. Stattdessen arrangierte man sich durch Geschäfte mit dem Westen. Auch der Mythos der sozialen Gleichheit hielt der Realität nicht stand, wie die Existenz privater Millionäre oder die Privilegien der Nomenklatura belegen. Diese interne Doppelmoral untergrub langfristig die Loyalität der Bevölkerung.