Saalfelder Feenride – Mountainbiken im Thüringer Wald!

Der Thüringer Wald hat etwas Neues für Mountainbike-Fans: Die erste Patenschaftsstrecke, der Saalfelder Feenride, wurde vorgestellt! Gemeinsam mit Anja Kallenbach und der Streckenpatin Nina Hoffmann erkunden wir diese abwechslungsreiche Route, die durch spannende Anstiege, rasante Abfahrten und grandiose Ausblicke besticht.

Das Patenschaftsprojekt: Eine Initiative für MTB-Fans
Das Video gibt Einblicke in ein innovatives Projekt, das die Thüringer Mountainbike-Community und der Thüringer Wald gemeinsam ins Leben gerufen haben. Ziel ist es, die besten MTB-Strecken der Region sichtbar zu machen und gleichzeitig den Sport zu fördern. Nina Hoffmann, eine der erfolgreichsten deutschen Downhill-Mountainbikerinnen, unterstützt das Projekt als Patin ihrer Heimatstrecke.

„Es ist großartig, dass dieses Projekt entstanden ist“, sagt Nina im Video. „Der Thüringer Wald hat so viele fantastische Trails zu bieten, und mit dieser Initiative können wir sie noch bekannter machen.“

Ein Streckenhighlight: Der Feenride
Die Tour startet an den Feengrotten, einem der bekanntesten Wahrzeichen Saalfelds. Der Feenride führt zunächst entlang der Talsohle des Ködetzbaches, bevor es in Serpentinen auf die Saalfelder Höhe geht. Der Weg bietet eine ideale Kombination aus sportlicher Herausforderung und landschaftlichem Genuss.

Oben angekommen, eröffnet sich ein Panoramablick, der bei klarer Sicht bis hin zum Rennsteig und ins Saaletal reicht. Doch damit nicht genug: Der Feenride ist Teil des neuen Feenbike-Trailsenders, der für Mountainbiker aller Könnensstufen ausgelegt ist.

Nina Hoffmann: Die perfekte Patin für den Feenride
Nina Hoffmann hat eine besondere Verbindung zu dieser Strecke, denn Saalfeld ist ihre Heimatstadt. „Es war naheliegend, dass ich den Feenride als Patenschaftsstrecke wähle“, erklärt sie. „Der neue Feenbike-Trailsender bietet alles, was man als Mountainbiker braucht – von entspannten Aufstiegen bis zu anspruchsvollen Abfahrten.“

Im Video führt Nina uns über den „Fehlpunkt“-Trail, der als einer der anspruchsvollsten Abschnitte des Trailsenders gilt. „Dieser Trail ist perfekt für erfahrene Fahrer, die Geschwindigkeit und technische Herausforderungen suchen“, so Nina. „Aber hier gibt es auch viele Optionen für Anfänger und weniger geübte Fahrer.“

Die MTB-Welt des Thüringer Waldes entdecken
Anja Kallenbach, die ebenfalls Teil des Videos ist, zeigt sich begeistert von der Strecke und der Idee hinter der Patenschaft: „Der Feenride ist nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch ein großartiges Erlebnis inmitten der Natur. Die Kombination aus Anstiegen, schnellen Abfahrten und herrlichen Ausblicken ist einzigartig.“

Wer die Strecke ausprobieren möchte, kann den Tag mit einem Besuch im Saalfelder Freibad oder einem Abstecher zu den Feengrotten abrunden. Das Video endet mit einer Einladung an alle Mountainbike-Fans: „Taucht ein in die MTB-Welt des Thüringer Waldes und lasst euch inspirieren!“

Mit dem Feenride als erster Patenschaftsstrecke setzt der Thüringer Wald ein klares Zeichen: Mountainbiken ist nicht nur ein Sport, sondern auch ein Erlebnis, das Menschen und Natur verbindet.

Grabowsee: Vom Tuberkulose-Sanatorium zum sowjetischen Militärlazarett

Die Heilstätte Grabowsee als Spiegel der Systembrüche des 20. Jahrhunderts HOOK: Über 47 Jahre lang war die Heilstätte Grabowsee ein hermetisch abgeriegeltes Areal. Die Geschichte des Ortes erzählt exemplarisch von der Transformation medizinischer Einrichtungen durch politische Systeme und dem schwierigen Erbe der Besatzungszeit. BLOG-TEXT: Die architektonische Anlage am Grabowsee bei Oranienburg gilt als ein bedeutendes Zeugnis der Medizingeschichte. Gegründet 1896 vom Deutschen Roten Kreuz, war sie eine Antwort auf die Tuberkulose-Epidemie der Industrialisierung. Die Pavillonbauweise ermöglichte eine strikte Trennung der Patienten und maximale Frischluftzufuhr. Doch die ursprüngliche humanitäre Ausrichtung der Volksheilstätte wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach überschrieben. Nach der Nutzung als Wehrmachtslazarett übernahmen 1945 die sowjetischen Streitkräfte das Gelände. Diese Zäsur prägte den Ort nachhaltiger als jede vorangegangene Epoche. Bis zum Truppenabzug 1992 blieb Grabowsee eine sowjetische Insel inmitten der DDR. Die strengen Sicherheitsvorkehrungen und die absolute Isolation schufen eine Distanz zwischen den Besatzern und der lokalen Bevölkerung, die symptomatisch für viele sowjetische Liegenschaften in Ostdeutschland war. Während im Inneren ein russischsprachiger Alltag mit eigener Versorgung und Kultur stattfand, blieben die Vorgänge für Außenstehende undurchsichtig. Deutsche Angestellte, die als Hilfskräfte tätig waren, berichteten von einer strengen Hierarchie und einem strikten Redeverbot über interne Abläufe. Nach 1992 hinterließen die abziehenden Truppen nicht nur leerstehende Gebäude, sondern auch kulturelle Spuren wie Wandmalereien und Propaganda, die sich heute mit dem verfallenden Jugendstil mischen. Dieser Palimpsest der Geschichte macht den besonderen Reiz, aber auch die Schwierigkeit des Ortes aus. Der heutige Zustand ist geprägt von Vandalismus und natürlichem Verfall. Die Debatte um die Zukunft von Grabowsee verdeutlicht das generelle Problem im Umgang mit solchen Konversionsflächen: Die immensen Sanierungskosten stehen oft in keinem Verhältnis zur wirtschaftlichen Nutzbarkeit in ländlichen Regionen. So bleibt Grabowsee vorerst ein Ort, an dem die Geschichte des 20. Jahrhunderts in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit physisch greifbar bleibt – vom sozialen Aufbruch der Kaiserzeit über die Kriege bis hin zur langen Phase der sowjetischen Präsenz in Ostdeutschland. https://www.facebook.com/arnepetrich/posts/pfbid037du4beewjMdW4L62hZrBqs6yaYpDizyGAdkr6dm9yY9bfKV8hvq7YAhUWK5dL4DQl