Onlinekonsultation zur Batterierecyclinganlage in Gera-Cretzschwitz kommt

Erörterung der Einwendungen zur geplanten Anlage zum Batterierecycling in Gera-Cretzschwitz wird als Onlinekonsultation fortgesetzt

Die nunmehr den 5. Tag laufende Erörterung zur geplanten Batterierecyclinganlage in Gera-Cretzschwitz wird als Onlinekonsultation fortgesetzt. Grund dafür ist, dass eine Vielzahl inhaltlicher Themen der knapp 7.800 Einwendungen bisher nicht besprochen werden konnten und eine Beendigung des Erörterungstermins in einer vertretbaren Zeit für alle Beteiligten nicht möglich erscheint.

Die Onlinekonsultation ist nach Bundes-Immissionsschutzgesetz eine gleichberechtigte Möglichkeit, sich mit den fristgerecht eingegangenen Einwendungen auseinanderzusetzen. Sie bedeutet, dass der Informationsaustausch zwischen Einwendern, Antragsteller und Behörden online fortgesetzt wird. Dazu werden alle Einwendungen sowie die dazu gehörigen Äußerungen des Antragstellers und der Stellungnahmen der Behörden auf einer Online-Plattform bereitgestellt und Erwiderungen dazu sind per E-Mail oder schriftlich möglich.

Der Zeitraum sowie konkrete Abläufe der Onlinekonsultation werden durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz rechtzeitig bekanntgegeben. Nach Beendigung der Onlinekonsultation wird die Genehmigungsbehörde die Erkenntnisse aus dem Erörterungstermin vom 6. bis. 8. November sowie 25. und 26. November 2024 sowie die Onlinekonsultation auswerten und über den Fortgang des Genehmigungsverfahrens entscheiden.

Hintergrund: Die SungEel Recycling Park Thüringen GmbH plant am Standort im Industriegebiet Gera-Cretzschwitz die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. Dazu hat das Unternehmen einen entsprechenden Antrag nach Bundes-Immissionsschutzgesetz beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz gestellt. Nach der Bekanntmachung des Vorhabens sind fristgerecht knapp 7.800 Einwendungen eingegangen.

Bärbel Bohley und die Entstehung der Opposition in der DDR

Journalistischer Text - Seite (Teaser) Die Entscheidung zur Rückkehr in ein geschlossenes System Ein schmuckloses Dokument und der Wille einer einzelnen Frau standen gegen den Apparat eines ganzen Staates. Ich betrachte diesen Lebensweg und sehe, wie Bärbel Bohley im August 1988 eine Entscheidung traf, die für viele Außenstehende kaum nachvollziehbar war. Anstatt im sicheren Westen zu bleiben, kehrte sie in die DDR zurück, wohlwissend, dass dort erneute Überwachung und Gängelung auf sie warteten. Diese individuelle Haltung, im Land zu bleiben, um es zu verändern, erscheint mir als der eigentliche Kern des späteren Umbruchs. Es fällt auf, dass die Gründung des Neuen Forums im Herbst 1989 kein spontaner Akt war, sondern die Folge dieser beharrlichen Vorarbeit. Wenn ich auf den 9. November blicke, sehe ich nicht nur die jubelnde Masse an der Grenze, sondern auch die Pressekonferenz in einem Hinterhof, bei der Bohley die Legalität der Opposition verkündete. Es waren diese kleinen, fast unsichtbaren Momente der Organisation, die das Fundament für die friedliche Revolution legten.

Der letzte bürokratische Rettungsversuch der Staatssicherheit

Journalistischer Text: MASTER-PROMPT Teaser Seite Planungen für den neuen Geheimdienst Ich betrachte diese kurze Notiz vom Dezember 1989 und sehe das Bild von Funktionären vor mir, die inmitten des politischen Sturms noch immer an die Macht der Verwaltung glaubten. Es wirkt fast gespenstisch, wie routiniert über die "Arbeitsfähigkeit" neuer Dienste debattiert wurde, während das Fundament des Staates bereits unaufhaltsam wegbrach. Die Reform sollte das Überleben sichern. Journalistischer Text - Seite Das Ende der Staatssicherheit Am 21. Dezember 1989 meldete der ADN, dass Experten aus Berlin und den Bezirken die Aufteilung des Sicherheitsapparates in einen Verfassungsschutz und einen Nachrichtendienst vorbereiteten. Die Regierung Modrow versuchte mit diesem Schritt, die Strukturen des ehemaligen MfS durch eine organisatorische Trennung in die neue Zeit zu retten und die Dienste schnellstmöglich arbeitsfähig zu machen. Dieses Expertentreffen markierte einen letzten bürokratischen Rettungsversuch in der Endphase der DDR. Die administrative Planung stand jedoch im scharfen Kontrast zur gesellschaftlichen Realität, da der Druck der Bürgerbewegung und des Runden Tisches bereits auf eine vollständige Auflösung aller geheimpolizeilichen Strukturen hinwirkte und die Pläne bald obsolet machte.