Onlinekonsultation zur Batterierecyclinganlage in Gera-Cretzschwitz kommt

Erörterung der Einwendungen zur geplanten Anlage zum Batterierecycling in Gera-Cretzschwitz wird als Onlinekonsultation fortgesetzt

Die nunmehr den 5. Tag laufende Erörterung zur geplanten Batterierecyclinganlage in Gera-Cretzschwitz wird als Onlinekonsultation fortgesetzt. Grund dafür ist, dass eine Vielzahl inhaltlicher Themen der knapp 7.800 Einwendungen bisher nicht besprochen werden konnten und eine Beendigung des Erörterungstermins in einer vertretbaren Zeit für alle Beteiligten nicht möglich erscheint.

Die Onlinekonsultation ist nach Bundes-Immissionsschutzgesetz eine gleichberechtigte Möglichkeit, sich mit den fristgerecht eingegangenen Einwendungen auseinanderzusetzen. Sie bedeutet, dass der Informationsaustausch zwischen Einwendern, Antragsteller und Behörden online fortgesetzt wird. Dazu werden alle Einwendungen sowie die dazu gehörigen Äußerungen des Antragstellers und der Stellungnahmen der Behörden auf einer Online-Plattform bereitgestellt und Erwiderungen dazu sind per E-Mail oder schriftlich möglich.

Der Zeitraum sowie konkrete Abläufe der Onlinekonsultation werden durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz rechtzeitig bekanntgegeben. Nach Beendigung der Onlinekonsultation wird die Genehmigungsbehörde die Erkenntnisse aus dem Erörterungstermin vom 6. bis. 8. November sowie 25. und 26. November 2024 sowie die Onlinekonsultation auswerten und über den Fortgang des Genehmigungsverfahrens entscheiden.

Hintergrund: Die SungEel Recycling Park Thüringen GmbH plant am Standort im Industriegebiet Gera-Cretzschwitz die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. Dazu hat das Unternehmen einen entsprechenden Antrag nach Bundes-Immissionsschutzgesetz beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz gestellt. Nach der Bekanntmachung des Vorhabens sind fristgerecht knapp 7.800 Einwendungen eingegangen.

Ostdeutsche Identitätssuche im Winter 1989/90

Journalistischer Text - Facebook Das Lied „Halb und Halb“ von Wenzel und Mensching zeichnet ein präzises Bild der DDR in ihrer Endphase, das keine Befreiung, sondern einen Zustand der lähmenden Unentschlossenheit zwischen den Systemen beschreibt. Spezifisch ostdeutsche Erfahrungen werden durch Metaphern greifbar gemacht. Der Polizist erscheint als halb Mensch, halb Maschine, was den Autoritätsverlust der Staatsmacht bei gleichzeitiger physischer Präsenz verdeutlicht. Auch die topografische Situation Berlins findet Erwähnung. Die Stadt wird als nur noch halb eingezäunt beschrieben, ein Verweis auf die faktische Öffnung der Grenze bei fortbestehender architektonischer Trennung der Stadt. Der Text dokumentiert zudem eine Skepsis gegenüber der Vereinigung. Der neue Wohlstand wirkt fragil, was die ostdeutsche Perspektive einer unsicheren Zukunft und den Verlust vertrauter Strukturen betont.