Mehr erfahren: Cross Innovation und das Cross Lab in Erfurt

Was passiert, wenn ein Raumfahrtunternehmen mit einer Autorin und einem XR-Experten zusammenarbeitet? Ein innovatives Projekt entsteht, das die Grenzen traditioneller Unternehmensführung und Mitarbeitermotivation überschreitet.

Das Unternehmen Jena-Optronik, ein weltweit führender Anbieter von Sensoren und innovativer Raumfahrttechnik, ist seit vielen Jahren eine treibende Kraft in der Weltraumbranche. Mit seinen hochentwickelten Sensoren unterstützt das Unternehmen zukunftsweisende Weltraummissionen und trägt zur Erforschung des Universums bei. Doch wie geht ein Unternehmen, das in einer so spannungsgeladenen und visionären Branche arbeitet, mit den internen Herausforderungen der Mitarbeitermotivation und -bindung um? Genau hier setzt die Cross Innovation an – eine Methode, die unterschiedliche Disziplinen zusammenbringt, um innovative Lösungen zu entwickeln.

Das zentrale Anliegen von Jena-Optronik war es, das Employer Branding zu stärken, insbesondere die Beziehung zu den Mitarbeitenden zu fördern und eine positive Unternehmenskultur zu etablieren. Das Unternehmen stand vor der Herausforderung, die Faszination und das Potenzial der Raumfahrttechnik sowohl nach außen hin zu kommunizieren als auch im Inneren des Unternehmens eine langfristige Motivation zu gewährleisten. Es galt, nicht nur die Außenwirkung der Raumfahrtbranche zu verstärken, sondern auch eine Atmosphäre zu schaffen, die den Mitarbeitenden Wertschätzung und Zufriedenheit vermittelt.

Um diese Herausforderungen zu meistern, fand eine spannende Zusammenarbeit im Cross Lab 2024 der Thüringer Hochschule für Angewandte Kunst (THAK) und der Innovationsplattform ThEx innovativ statt. Im Rahmen dieser Kooperation arbeitete das Team von Annett Feige, Director of Public Relations bei Jena-Optronik, mit zwei Kreativen zusammen: Verena Kolb, einer Autorin und Arbeitspsychologie-Studentin sowie Jörg Michel, Geschäftsführer der Agentur für interaktive Lern- und Spieleanwendungen KIDS interactive und Experte für XR (Extended Reality). Die Kombination aus Raumfahrttechnik, kreativer Schreibkunst und innovativer XR-Technologie schuf ein dynamisches Team, das die Herausforderung in einen mehrstufigen Innovationsprozess überführte.

Im Cross Lab wurde die Aufgabe in konkrete Fragestellungen übersetzt. Wie kann es gelingen, Mitarbeitende zu motivieren und langfristig zu binden? Wie können nachhaltige Verbindungen innerhalb des Unternehmens aufgebaut werden? Und vor allem: Wie lässt sich eine menschenzentrierte Führung etablieren, die die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellt? Diese Fragen bildeten die Grundlage für die innovative Arbeit des Teams, das darauf abzielte, die Beziehung zwischen Jena-Optronik und seinen Mitarbeitenden nachhaltig zu verbessern.

Der Prozess des Cross Innovation setzte auf die Stärke der unterschiedlichen Disziplinen: Die Autorin Verena Kolb brachte psychologische und kreative Perspektiven ein, während Jörg Michel als XR-Experte den technologischen Aspekt einbrachte, der vor allem durch immersive und interaktive Erfahrungen neue Wege für Kommunikation und Mitarbeitermotivation eröffnete. Das Team entwickelte vier zentrale Ansätze, die in Zukunft helfen sollen, die Beziehung zwischen den Mitarbeitenden und dem Unternehmen zu stärken und eine nachhaltige und motivierende Unternehmenskultur zu schaffen.

Zum Beispiel wurde die Idee entwickelt, XR-Technologien zu nutzen, um immersiv zu zeigen, wie innovative Raumfahrttechniken das Leben der Mitarbeitenden und die Zukunft der Raumfahrt verändern können. Dies würde nicht nur das Interesse und die Begeisterung für das Unternehmen fördern, sondern auch den Mitarbeitenden das Gefühl geben, aktiv an einer größeren, sinnstiftenden Mission teilzuhaben. Solche digitalen Erlebnisse könnten eine Brücke zwischen den technischen Herausforderungen der Raumfahrt und den emotionalen Bedürfnissen der Mitarbeitenden schlagen, die nach Sinn, Anerkennung und Zugehörigkeit streben.

Zusätzlich wurde ein Konzept für Storytelling entwickelt, das durch kreative Erzählungen die Werte des Unternehmens lebendig macht. Durch diese Narrative soll den Mitarbeitenden ein klareres Bild der gemeinsamen Ziele vermittelt werden, während gleichzeitig eine stärkere emotionale Bindung aufgebaut wird. Diese Geschichten könnten nicht nur intern verwendet werden, sondern auch in der Kommunikation mit externen Partnern und der Öffentlichkeit eine zentrale Rolle spielen.

Am Ende des Cross Lab-Prozesses wurde ein Konzept entwickelt, das nicht nur die unmittelbaren Bedürfnisse der Mitarbeitermotivation adressiert, sondern auch langfristige Veränderungen in der Unternehmenskultur von Jena-Optronik anstrebt. Mit den vier entwickelten Ansätzen zur Förderung einer menschenzentrierten Führung und Mitarbeitermotivation stellt sich das Unternehmen zukunftsfähig auf – sowohl für seine interne Struktur als auch in seiner Rolle als weltweit anerkannter Technologieführer in der Raumfahrtindustrie.

Die Zusammenarbeit im Cross Lab 2024 ist ein Paradebeispiel dafür, wie Cross Innovation unterschiedliche Disziplinen und Perspektiven zusammenbringen kann, um Lösungen zu finden, die weit über die herkömmliche Problemlösung hinausgehen. Sie zeigt, dass der Austausch zwischen Unternehmen, Kreativen und Experten aus verschiedenen Bereichen nicht nur zu innovativen Produkten und Dienstleistungen führen kann, sondern auch zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.

Wenn auch du mehr über Cross Innovation und das Cross Lab in Erfurt erfahren möchtest, kannst du dich auf den Websites www.thueringen-kreativ.de oder www.thex.de/innovativ weiter informieren und herausfinden, wie auch dein Unternehmen von diesen kreativen und innovativen Prozessen profitieren kann.

Der Verbleib ehemaliger MfS-Mitarbeiter in öffentlichen Ämtern und Vereinen

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL: Hook: Die Geschichte der DDR endete offiziell mit der Wiedervereinigung, doch die Biografien derer, die den Sicherheitsapparat trugen, liefen weiter – und erreichen nun den sicheren Hafen des Ruhestands. Teaser: Wer sich heute mit der Hinterlassenschaft des Ministeriums für Staatssicherheit beschäftigt, stößt nicht nur auf Aktenkilometer, sondern auf einen Generationenwechsel. Die ehemaligen Offiziere und Mitarbeiter, die sich in Vereinen organisierten, um ihr eigenes Bild der Geschichte zu zeichnen, verlassen zunehmend das Berufsleben. In ihrer Lesart war die Überwachung Arbeit am Frieden. Diese Narrative existieren parallel zur offiziellen Geschichtsschreibung und bieten den Beteiligten einen geschützten Raum. Mit dem Eintritt in die Rente endet zwar der direkte Einfluss auf Ämter und Politik, doch es bleibt das Schweigen. Viele nehmen ihr Wissen um interne Vorgänge mit. Die Integration der ehemaligen Kader in den öffentlichen Dienst, ermöglicht durch die rechtlichen Rahmenbedingungen der Wendezeit, sorgte dafür, dass tausende Mitarbeiter ihre Karrieren fortsetzen konnten. Nun, da sie es „geschafft“ haben, sinkt die Wahrscheinlichkeit für späte Reue. Die Strukturen der Vergangenheit lösen sich biologisch auf, aber die Fragen nach Gerechtigkeit bleiben. B) SEITE 1 und 2: Hook: Eine Studie aus dem Jahr 2009 bezifferte noch rund 17.000 ehemalige Stasi-Mitarbeiter im öffentlichen Dienst – heute löst sich dieses Phänomen zunehmend durch den demografischen Wandel auf. Teaser: Jahrzehnte nach dem Mauerfall verlässt die Generation der einstigen Funktionsträger die aktive Berufswelt. Die statistische Erhebung von damals warf ein Schlaglicht auf die pragmatische Umsetzung des Einigungsvertrages, der oft Versetzungen statt Entlassungen ermöglichte. Doch mit dem Renteneintritt verschwinden nicht nur die Personen aus den Ämtern, sondern oft auch das Wissen um unaufgeklärte Vorgänge. Diese Entwicklung hinterlässt bei den Opfergruppen gemischte Gefühle. Während die institutionelle Aufarbeitung ihren Gang nahm, haben die ehemaligen Funktionsträger den Systemwechsel oft beruflich unbeschadet überstanden. In Traditionsvereinen wird die eigene Rolle im System bis heute legitimiert. Der Ruhestand bietet nun die finale Sicherheit, sich nicht mehr erklären zu müssen. Die Aktenlage ist eindeutig, doch die gesellschaftliche Debatte über die moralische Bewertung dieser Biografien verläuft weiterhin entlang unsichtbarer Gräben. Quelle: Basierend auf Informationen aus der Reportage „Der unheimliche Einfluss von Ex-Stasi-Leuten | MrWissen2go EXKLUSIV“.