DB Regio verbessert Mobilfunkempfang in Zügen in Berlin und Brandenburg

Foto: Deutsche Bahn

Fahrgäste in Berlin und Brandenburg können sich auf besseren Mobilfunkempfang in Regionalzügen der DB freuen: Im Auftrag des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) und der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) macht die DB die Fensterscheiben von insgesamt 21 Nahverkehrszügen nachträglich durchlässig für Mobilfunksignale. Mit modernster Lasertechnologie wird dafür ein feines Muster in die hauchdünne Metallschicht eingebracht, die sich auf den Scheiben befindet. Diese Schicht hat den Zweck, die Sonneneinstrahlung zu verringern; sie behindert aber auch den Mobilfunk.

Die Länder Berlin und Brandenburg sind bundesweit die ersten Aufgabenträger, die die DB mit dem nachträglichen Lasern der Zugfenster beauftragt haben. Verkehrsleistungen im Schienennahverkehr werden per Gesetz von den Bundesländern koordiniert; dazu gehört auch die Ausstattung der Züge im Regionalverkehr. Im Fernverkehr macht die DB die Fensterscheiben ihrer Züge bereits schrittweise nachträglich mobilfunkdurchlässig.

Durch die Bearbeitung mit der Laser-Technologie werden die Scheiben für das Handysignal praktisch so durchlässig wie normales Fensterglas. Ein Demonstrationszug mit gelaserten Scheiben ist bereits seit Oktober 2023 in Berlin und Brandenburg unterwegs. Jetzt werden im Werk von DB Regio Nordost in Berlin-Lichtenberg 20 weitere Züge vom Typ „Talent 2“ (ET 442) im laufenden Betrieb gelasert.

Thomas Dill, Bereichsleiter Center für Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB): „Im VBB fahren bereits diverse neue Züge, deren Fenster für den Mobilfunk durchlässiger sind. Mit dem nachträglichen Lasern der Zugfenster bringt der VBB jetzt auch ältere Regionalbahnen auf den Qualitätsstandard der neueren Züge im Verbundgebiet. Mobiles Arbeiten, Streamen oder Zeitung lesen auf dem Handy wird während der Zugfahrt dank besserem Mobilfunkempfang einfacher, das Fahrerlebnis für die Fahrgäste angenehmer.“

Carsten Moll, Leiter für den DB-Nahverkehr in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Die Linien RE7, RB20 und RB23 werden von vielen Pendler:innen und Studierenden genutzt, für die ein guter Empfang besonders wichtig ist. Neben dem WLAN profitieren sie in den gelaserten Zügen nun auch von einer besseren Verfügbarkeit von Mobilfunksignalen. Das Lasern ist ein besonders nachhaltiger Weg, den Fahrgästen mehr Komfort zu bieten, denn für besseren Handyempfang müssen wir keine einzige Zugscheibe austauschen.“

Modernisierung während des regulären Werkstattaufenthalts
Gelasert werden die Züge während ihrer regulären Werkstattaufenthalte. Innerhalb eines Arbeitstages können die Techniker:innen einen dreiteiligen Talent-Zug komplett lasern. Bis Mitte Dezember 2024 sollen alle 21 dreiteiligen ET 442, die im Netz Elbe-Spree fahren, gelasert sein. Sie bilden damit die erste Fahrzeugflotte der DB in einer Region, die komplett mit nachträglich gelaserten Scheiben unterwegs ist.

Über die Ausstattung der Züge für den Regionalverkehr entscheiden grundsätzlich die Bundesländer, die den Nahverkehr auf der Schiene koordinieren und bei Verkehrsunternehmen wie DB Regio bestellen. Die DB will deshalb weitere Aufgabenträger für das Verfahren des nachträglichen Scheiben-Laserns gewinnen.

Die Züge gehen nach den Werkstattaufenthalten, bei denen gelasert wird, unmittelbar zurück auf die Strecke. Fahrgäste profitieren damit Zug um Zug vom verbesserten Mobilfunkempfang an Bord. Die 21 Züge mit gelaserten Scheiben sind planmäßig im Einsatz auf den Linien

· RE7 Dessau – Senftenberg
· RB20 Oranienburg – Potsdam
· RB23 Golm – Flughafen BER

Neben den Talent-2-Dreiteilern sind in Brandenburg auf den Linien RE10 (Leipzig – Frankfurt/Oder) und RE11 (Leipzig – Hoyerswerda) Züge der DB vom Typ Siemens Mireo mit mobilfunkdurchlässigen Scheiben im Einsatz.

Für ungehinderten Empfang an Bord erhalten immer mehr Züge mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben: Neue Fernverkehrszüge der DB wie der ICE 3neo sind ab Werk damit ausgestattet, zudem investiert die DB im Fernverkehr rund 50 Mio. Euro, um mehr als 70.000 Fensterscheiben der Fernverkehrszüge mit Laser-Technologie nachträglich mobilfunkdurchlässig zu machen.

Parallel zur Modernisierung der Züge kooperiert die DB intensiv mit Mobilfunkunternehmen, um den Mobilfunkempfang entlang der Schienenstrecken weiter zu verbessern. So stellt beispielsweise die Telekom ihren Kund:innen mittlerweile auf 99 Prozent der Hauptstrecken der DB Mobilfunk mit 200 Mbit/s und mehr zur Verfügung. Die Bahnstrecke Hamburg–Berlin soll in den kommenden Jahren zur Innovationsstrecke für den Mobilfunkausbau mit lückenloser 5G-Ausleuchtung werden.

Die inoffizielle Hierarchie der DDR-Gesellschaft jenseits der Ideologie

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Es gehört zu den prägenden Erfahrungen vieler Ostdeutscher, dass der berufliche Titel auf dem Klingelschild wenig darüber aussagte, wie es hinter der Wohnungstür tatsächlich aussah. Teaser: Wer sich an die Strukturen der DDR erinnert, stößt schnell auf ein Paradoxon, das den Alltag vieler Familien bestimmte. Da war der Ingenieur, der komplexe Fertigungsanlagen plante, aber am Wochenende hilflos vor einem tropfenden Wasserhahn stand, weil ihm sowohl das Material als auch die Verbindung zum Klempner fehlte. Und da war der Nachbar, der als Fernfahrer im internationalen Verkehr unterwegs war und dessen Wohnzimmer mit Geräten ausgestattet war, die der Ingenieur nur aus dem Westfernsehen kannte. Diese Diskrepanz war kein Zufall, sondern ein systemimmanenter Effekt. Die staatlich verordnete Gleichheit führte nicht zur Abschaffung von Hierarchien, sie verschob sie nur auf andere Ebenen. Nicht mehr der Bildungsabschluss oder die Verantwortung im Beruf waren die primären Währungen für sozialen Aufstieg und materiellen Wohlstand, sondern der Zugriff auf das, was fehlte. In einer Gesellschaft, in der Geld im Überfluss vorhanden, aber Waren knapp waren, verschoben sich die Machtverhältnisse zugunsten derer, die Mangel verwalten oder umgehen konnten. Das führte zu einer schleichenden Entwertung akademischer Biografien und zu einem leisen, aber stetigen Frust bei jenen, die glaubten, Leistung müsse sich lohnen. Die wirkliche Elite bildete sich oft im Verborgenen, in den Netzwerken der "Zweiten Ökonomie" und auf den Raststätten der Transitautobahnen. Es entstand eine Gesellschaft, in der die offizielle Ordnung und die gelebte Wirklichkeit immer weiter auseinanderklafften, bis sie nicht mehr zu vereinbaren waren. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Die soziale Ordnung der DDR folgte einer Logik, die in keinem Lehrbuch für Marxismus-Leninismus zu finden war und die den Alltag dennoch stärker prägte als jeder Parteitagsbeschluss. Teaser: Wenn man heute auf die Gesellschaftsstruktur der DDR blickt, muss man den Begriff der "Klasse" neu definieren. Es ging weniger um den Besitz von Produktionsmitteln als um den Besitz von "Beziehungen" und Devisen. Eine Analyse der Versorgungswege zeigt deutlich, wie sich eine inoffizielle Hierarchie etablierte, die quer zu den staatlichen Zielen lag. Fernfahrer und Handwerker verfügten über ökonomische Hebel, die vielen Ärzten oder Lehrern fehlten. Während die Politik versuchte, die Intelligenz materiell nicht zu stark von der Arbeiterklasse abzuheben, schuf der Mangel eigene Privilegien. Wer Devisen besaß oder eine begehrte Dienstleistung anzubieten hatte, konnte sich aus den Zwängen der Planwirtschaft teilweise befreien. Diese Mechanismen führten zu einer tiefen Fragmentierung der Gesellschaft, in der der offizielle Status oft im Widerspruch zur realen Kaufkraft stand. Das System der Privilegien war dabei so fein austariert, dass jeder genau wusste, wo er in dieser unsichtbaren Rangordnung stand. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Wer im Sozialismus studierte, tat dies selten in der Erwartung, später einmal zu den Großverdienern der Gesellschaft zu gehören. Teaser: Die Nivellierung der Einkommen war politisches Programm, doch sie hatte unbeabsichtigte Nebenwirkungen. Dass ein erfahrener Facharzt oft kaum mehr verdiente als ein Schichtarbeiter und deutlich weniger Möglichkeiten hatte als ein Handwerker im Schwarzarbeits-Sektor, sorgte für eine stille Erosion der Leistungsmotivation. Die Währung der Anerkennung war entkoppelt von der Währung des Konsums. Man lebte in einem System, in dem derjenige am meisten galt, der organisieren konnte, was

Generation Gleichschritt: Ein Ostdeutscher rechnet mit der westlichen Moral-Elite ab

Teaser (Social Media / Newsletter) Ralf Schuler wollte eigentlich Regisseur werden, doch die DDR schickte ihn ins Glühlampenwerk. Heute ist er einer der schärfsten Kritiker des westdeutschen Medien-Mainstreams. Im Interview rechnet der NIUS-Politikchef mit der „Generation Gleichschritt“ ab, zieht Parallelen zwischen Woke-Kultur und SED-Propaganda und erklärt, warum er sich noch nie in einem Politiker so getäuscht hat wie in Friedrich Merz. Ein Gespräch über Herkunft, Haltung und den unbestechlichen Blick des Ostens.