Bundespolizei übt am und im Erfurter Steigerwaldstadion

Erfurt. Die Bundespolizei bereitet sich auf das Großereignis der Europameisterschaft, die ab dem 14. Juni 2024 in Deutschland stattfindet, in Erfurt vor. Deshalb werden am Donnerstag, 6. Juni, von 10 Uhr bis 14:30 Uhr im Steigerwaldstadion, im Südpark und an der Mozartallee Knallgeräusche, Stimmen und Sirenen zu hören sein.

Eine Hundertschaft der Bundespolizeiabteilung Hünfeld in Osthessen wird sich dann im Bereich um das Stadion fortbilden. Die Bundespolizeiabteilung Hünfeld ist spezialisiert auf Einsätze bei Demonstrationen und Fußballspielen und verfügt über die entsprechende Ausrüstung.

Das Szenario am kommenden Donnerstag sieht laut Pressestelle der Bundespolizei vor, dass sich im Südpark und in der Mozartallee zwei rivalisierende Fangruppen gegenseitig angreifen. Diese gilt es durch die Einheiten der Bundespolizei auseinanderzuhalten. Polizeianwärter aus verschiedenen Übungsanlagen werden die rivalisierenden Fans darstellen, denen die Einsatzhundertschaft entgegentritt.

Insgesamt werden 300 Einsatzkräfte, davon 130 in den Fangruppierungen, an der Fortbildung teilnehmen. Im Südpark und an der Mozartallee kann es im fraglichen Zeitraum vorkommen, dass Passanten und Anwohner das Treiben wahrnehmen und beobachten können. Hierbei kann es unter Umständen kurzzeitig sehr laut und hektisch werden. Neben Stimmen und Sirenen können auch Knallgeräusche durch Pyrotechnik entstehen. Entsprechend hat die Bundespolizei im Vorfeld die Anwohner und angrenzende Institutionen wie etwa Schulen benachrichtigt. Die Bundespolizei ist bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Im Steigerwaldstadion selbst werden die Einsatzkräfte eine sogenannte „lebensbedrohliche Einsatzlage“ durchspielen. Hier geht es laut Bundespolizei um Polizeitaktik, weshalb die Öffentlichkeit dort nicht zugelassen ist.

Die Erfurter und Thüringer Polizei nehmen an der Fortbildung am Donnerstag nicht teil.

Bei Fragen ist die Pressestelle der Bundespolizei vor Ort und an diesem Tag erreichbar unter der Telefonnummer 0152 0457-0005.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Eine Analyse der gesellschaftlichen Widersprüche in der DDR

https://www.facebook.com/arnepetrich/posts/pfbid02E46JT9j9HM8fVfnsN3EnqrBSbjP9Q4VtbtUk9QvXERkH8RhvUwUCp13kTc2xngqwl OUTPUT-FORMAT (zwingend einhalten) - FB Teaser 300-450:  ÜBERSCHRIFT: Diskrepanzen zwischen staatlichem Anspruch und Alltag in der DDR HOOK: Hinter der Fassade der sozialistischen Vollversorgung verbarg sich in der DDR oft eine Realität, die von Mangel und Improvisation geprägt war. Historische Analysen zeigen, wie tief die Widersprüche in die Gesellschaft hineinreichten. TEXT: Die DDR-Gesellschaft war durch ein duales System geprägt: Offiziell galt das Kollektiv und die Planwirtschaft, inoffiziell hielt ein grauer Markt aus Tauschgeschäften und Westgeld das System am Laufen. Während der Staat Umweltschutz in der Verfassung verankerte, wurden Industriegebiete wie Bitterfeld rücksichtslos ausgebeutet. Diese Kluft zwischen Propaganda und der Lebenswirklichkeit der Bürger, sei es in der Wirtschaft oder Ökologie, trug maßgeblich zur inneren Aushöhlung des Staates bei. OUTPUT-FORMAT (zwingend einhalten) - FB Teaser 700-900:  ÜBERSCHRIFT: Die verborgenen Mechanismen von Mangel, Macht und Umwelt in der DDR HOOK: Die Geschichte der DDR ist auch eine Geschichte der Geheimnisse, die der Staat vor seinen eigenen Bürgern zu bewahren versuchte. Von der Umweltzerstörung bis hin zu gescheiterten Wirtschaftsreformen offenbart sich ein System, das permanent gegen die eigene Realität ankämpfte. TEXT: Ein Blick auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen der DDR zeigt, dass der Mangel nicht nur ein temporäres Problem, sondern ein ständiger Begleiter war. Um diesen zu kompensieren, entstanden parallele Ökonomien, in denen Beziehungen und Westwährung oft wichtiger waren als die offizielle Währung. Besonders drastisch zeigte sich die staatliche Geheimhaltungspolitik im Bereich der Umwelt: Die massiven Verschmutzungen im Chemiedreieck Bitterfeld wurden ignoriert, Gesundheitsdaten unter Verschluss gehalten. Gleichzeitig verhinderte die politische Führung notwendige Innovationen, wie etwa in der Automobilindustrie, wo fertige Nachfolgemodelle für den Trabant blockiert wurden. Stattdessen arrangierte man sich durch Geschäfte mit dem Westen. Auch der Mythos der sozialen Gleichheit hielt der Realität nicht stand, wie die Existenz privater Millionäre oder die Privilegien der Nomenklatura belegen. Diese interne Doppelmoral untergrub langfristig die Loyalität der Bevölkerung.