Auf zum Freiluftbaden: Das bringt Leipzigs Freibadsaison 2024

Leipzig. Leipzigs Freibäder sind startklar für die neue Saison. Zum Pfingstwochenende öffnen die fünf großen Anlagen in der Stadt für Besucherinnen und Besucher am 18. Mai 2024. Das Kinderfreibecken Robbe an der Schwimmhalle Nord zieht wie in jedem Jahr ab dem Kindertag am 1. Juni 2024 nach.

In den vergangenen Wochen wurde die Leipziger Freibäder für die Saison fit gemacht und viele technische Arbeiten wurden erledigt, darunter

  • die Instandsetzung der Becken im Sommerbad Schönefeld und der Filteranlage im Sommerbad Kleinzschocher;
  • der Austausch der Filterkohle im Schreberbad und des Filtersands im Sommerbad Südost;
  • die Instandsetzung des Badestegs und der Bänke im Ökobad.

Darüber hinaus wurden in einem Teil der Bäder Vandalismus- und Einbruchsschäden beseitigt. Die Bäder im Küchenholz und in Lindenthal erhielten neue Wandbilder. In allen Bädern gehörten auch Baumschnitt und die Gestaltung der Außenanlagen zum vorbereitenden Pflichtprogramm.

Die Arbeiten am Kinderfreibecken Robbe sind ebenfalls komplett abgeschlossen, so dass die kleinsten Gäste und ihre Begleitungen nun durch modernere Sanitäranlagen, aber auch das neue Kassengebäude, neue Beckenfolie und Beckenumgang sowie eine neue Zuwegung deutlich mehr Komfort haben.

Hinter Bäderchef Martin Gräfe und seinem Team stecken Wochen der Vorbereitung – auf den Anlagen, aber auch hinter den Kulissen. „Ohne Saisonpersonal keine Saison. Wir sind mehr als glücklich, dass wir 60 Saisonkräfte haben einstellen können. Dass alle Stellen besetzt sind, dahinter stecken allerdings Monate aufwändiger Bewerbung“, sagt er. Während Kassierer und Helfer auf den Anlagen meist schneller gefunden oder mit jährlich wiederkehrenden Saisonkräften besetzt werden können, gleiche die Einstellung von Rettungsschwimmern Jahr um Jahr der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. „Anders als Betreiber im Umland profitieren wir vom Universitätsstandort und jobinteressierten Studenten. Außerdem ist nach der Coronazeit spürbar, dass die Wasserrettungsorganisationen wieder uneingeschränkt ausbilden konnten. Wasserwacht und DLRG leisten in Leipzig tolle Arbeit“, sagt Gräfe.

Insgesamt investierten die Sportbäder rund 1,175 Millionen Euro in die Saisonvorbereitungen: rund 210.000 Euro in die Saisonvorbereitung, 871.000 Euro in das Kassen- und Sanitärgebäude sowie Beckenumgang, Beckenfolie und Zuwegung am Kinderfreibecken Robbe sowie 93.000 Euro in die Dachsanierung des Gastronomiegebäudes am Ökobad.

Fast-Lane für bargeldloses Bezahlen
Neu werden in diesem Jahr mobile Kassen eingesetzt, um während der Stoßzeiten an besonders gut besuchten Tagen für Entlastung beim Einlass zu sorgen. Die mobilen Kassensysteme ermöglichen das bargeldlose Zahlen per Sportbäderkarte beziehungsweise gängigen Kredit/EC-Karten. Dafür ist geplant, im Verlauf der Saison in den großen Bädern eine „Überholspur“ im Kassenbereich einzurichten.

Preise und Zeiten
Besucherinnen und Besucher können auf stabile Eintrittspreise setzen. Auch die Öffnungszeiten bleiben wie gewohnt (wetterbedingte Änderungen ausgenommen).

Besonderheiten
Höhepunkt der diesjährigen Freibadsaison ist der 100. Geburtstag des Ökobads in Lindenthal. Die Sportbäder feiern dies mit einem ganztägigen Badfest am 29. Juni 2024.

Außerdem wird es auch in diesem Jahr eine Zeugnisaktion für Kinder geben. Unter dem Motto „Bei uns bist du die Nummer 1“ kommen Kinder und Schüler am letzten Schultag, 19. Juni 2024, für nur einen Euro ins Freibad. Auch die Beachvolleyballserie „Sportbäder-Cup“ wird wieder wie gewohnt durch die Freibäder touren.

Eine atmosphärische Vermessung der ostdeutschen Gegenwart

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal muss man vom Rad steigen oder in einer Lokalredaktion anheuern, um wirklich zu verstehen, wie sich der Wind gedreht hat. Teaser: Wenn wir über den Osten sprechen, landen wir oft schnell bei Wahlergebnissen und Prozentzahlen. Aber was liegt darunter? Was passiert in den Dörfern, an den Stammtischen, in den Vereinen, wenn die Kameras weg sind? Für das Buch „Extremwetterlagen“ haben sich drei Autorinnen und ein Soziologe auf eine intensive Reise durch Sachsen, Brandenburg und Thüringen begeben. Sie waren als „Überlandschreiberinnen“ unterwegs, ganz nah dran an den Menschen. Tina Pruschmann fuhr mit dem Rad durchs Erzgebirge, Barbara Thériault arbeitete in einer Thüringer Lokalzeitung, Manja Präkels besuchte Initiativen in Brandenburg. Was sie mitgebracht haben, sind keine schnellen Urteile, sondern feine Beobachtungen über ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird. Es geht um die Normalisierung von Dingen, die früher undenkbar waren. Um das Schweigen im Alltag und die historischen Linien, die bis in die DDR zurückreichen. Alexander Leistner ordnet diese Beobachtungen soziologisch ein und zeigt: Nichts davon kommt aus dem Nichts. Es ist eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, die zeigt, wie anstrengend es sein kann, gegen den Wind zu atmen. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Eine literarische und soziologische Vermessung der ostdeutschen Zustände jenseits der üblichen Schlagzeilen. Teaser: Im Vorfeld der letzten Landtagswahlen startete ein besonderes Projekt: Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault sowie der Soziologe Alexander Leistner erkundeten als „Überlandschreiberinnen“ die gesellschaftliche Atmosphäre in Ostdeutschland. Ihr Buch „Extremwetterlagen“ (Verbrecher Verlag) dokumentiert Kipppunkte und Brüche in der Gesellschaft. Die Texte verbinden reportageartige Nähe mit analytischer Distanz. Sie thematisieren die schleichende Normalisierung rechtsextremer Narrative ebenso wie die Resilienz der Zivilgesellschaft. Besonders wertvoll ist dabei die historische Einordnung, die mentale Kontinuitäten bis in die DDR-Zeit sichtbar macht. Eine wichtige Lektüre für alle, die die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland fundiert verstehen wollen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Begriff „Extremwetterlagen“ meint hier keinen Regen, sondern das soziale Klima einer Region im Umbruch. Teaser: Wie lernt man, gegen den Wind zu atmen, wenn er einem direkt ins Gesicht bläst? Die Reportagen von Präkels, Pruschmann, Thériault und Leistner beschreiben den Osten nicht als Problemzone, sondern als Seismograph. Sie zeigen, wie sich das Miteinander verändert, wenn politische Extreme zum Alltag werden. Ein ruhiges, aber eindringliches Buch über die Temperatur unserer Gesellschaft. QUELLE: https://www.verbrecherverlag.de/wp-content/uploads/2025/05/Leseprobe-Extremwetterlagen.pdf