Sanierung des Dachs im Hofwiesenbad: Stadt Gera nimmt Fördermittelbescheid entgegen

Erfurt. Um das Hofwiesenbad auch künftig in der gewohnten Qualität betreiben zu können, steht im Sommer eine größere Reparaturmaßnahme auf dem Programm: die Sanierung des ca. 2.800 Quadratmeter großen Dachs.

Finanzielle Unterstützung erhält die Stadt Gera dabei vom Land. Helmut Holter, Thüringens Minister für Bildung, Jugend und Sport, überreichte am heutigen Montag (6.5.2024) offiziell den Fördermittelbescheid in Höhe von rund 538.000 Euro aus der „Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus und der Sportstättenentwicklungsplanungen“, den Oberbürgermeister Julian Vonarb als Vertreter der Stadt entgegen nahm. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro.

Die Erneuerung ist nötig, da die bestehende Dachabdichtung des Hofwiesenbads nach ihrer rund 30-jährigen Lebensdauer verschlissen ist und bereits vielfach Nässeschäden aufweist, die teils bis in den Schwimmbadbereich eindringen. Dafür wird zunächst die bestehende Abdichtung samt der teilweise durchfeuchteten Wärmedämmung entfernt. Anschließend folgt der Aufbau einer neuen wärmegedämmten, bituminösen Dachabdichtung nach den Vorschriften des Energieeinspargesetzes (EEG). Zudem werden die Dachabflüsse erneuert und Notüberläufe eingebaut, um den vermehrten Niederschlagsmengen der heutigen Zeit Rechnung zu tragen. Da die Dachtragplatten während der Maßnahme erhalten bleiben, können die Arbeiten im laufenden Betrieb des Hallenbads stattfinden.

Die Baumaßnahme  soll noch in diesem Sommer beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht. Nach aktueller Planung sind circa 16 Wochen inklusive Bestell- und Vorbereitungszeiten veranschlagt, sofern die Stahlkonstruktion keinen größeren Schaden durch den dauerhaften Nässeeintrag erlitten hat. Dies ist jedoch erst nach Rückbau des Bestandes abschließend zu beurteilen, sodass sich die Bauzeit ggf. auch verlängern kann.

Beisenherz analysiert Stimmung in Ostdeutschland und politische Folgen

Journalistischer Text - FB Der Blick auf die Berichterstattung über Ostdeutschland offenbart wiederkehrende Muster. Micky Beisenherz kritisiert den medialen Reflex, vor anstehenden Wahlen Reporter in ostdeutsche Bundesländer zu entsenden, um dort gezielt extreme Meinungsbilder einzufangen. Diese Praxis führt oft zu einer verzerrten Darstellung der dortigen Realität und bedient Klischees, anstatt die tieferliegenden Ursachen für den politischen Unmut in der Bevölkerung differenziert zu beleuchten. Ein wesentlicher Aspekt der Analyse ist der Vergleich zwischen dem Ruhrgebiet und ostdeutschen Regionen. Beisenherz stellt fest, dass strukturelle Probleme wie Kaufkraftverlust, drohende Arbeitslosigkeit und der sichtbare Verfall von Innenstädten in westdeutschen Städten wie Gelsenkirchen ebenso präsent sind wie in Teilen Ostdeutschlands. Die Unzufriedenheit der Bürger speist sich in beiden Regionen aus ähnlichen sozioökonomischen Quellen, wird jedoch politisch unterschiedlich kanalisiert. Hinsichtlich der politischen Landschaft in Sachsen-Anhalt oder Thüringen wird die Regierungsbildung als komplexe Herausforderung beschrieben. Die etablierten Parteien stehen vor der Schwierigkeit, stabile Mehrheiten ohne die AfD zu organisieren. Charismatische Kandidaten der Ränder und eine volatile Wählerschaft erschweren Vorhersagen und setzen die Bundesparteien unter erheblichen strategischen Druck, geeignete Antworten auf diese Dynamik zu finden. Für Friedrich Merz ergibt sich daraus eine schwierige Führungssituation gegenüber den östlichen Landesverbänden der CDU. Der Versuch, politische Linien aus der Berliner Parteizentrale vorzugeben, könnte in den Regionen auf signifikanten Widerstand stoßen. Lokale Akteure könnten die Autorität der Parteispitze infrage stellen, wenn deren Vorgaben an der Lebensrealität und den politischen Notwendigkeiten vor Ort vorbeigehen.