Mai Thi Nguyen-Kim zur Wissenschaftlichkeit des Gendern

Laut wissenschaftlichen Studien kann die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache dazu beitragen, dass sich Personen unabhängig ihres Geschlechts inkludiert und respektiert fühlen. Dies kann sich positiv auf das Selbstwertgefühl, die Leistung und das Wohlbefinden auswirken.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, geschlechtergerechte Sprache zu verwenden, wie zum Beispiel das Gendersternchen, den Gendergap oder die Verwendung von geschlechtsneutralen Begriffen. Studien zeigen, dass die Akzeptanz und Nutzung solcher Formen der Gendersprache stark von individuellen Einstellungen, dem Kontext und der Kommunikationssituation abhängen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache nicht nur die Gleichberechtigung fördert, sondern auch die Vielfalt und Diversität in der Gesellschaft abbildet. Es ist daher sinnvoll, respektvoll miteinander über das Thema zu diskutieren und seine eigenen Argumente auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufzubauen.

Insgesamt zeigt die Forschung, dass die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache positive Auswirkungen haben kann und daher eine wichtige Rolle in einer inklusiven und diversen Gesellschaft spielt. Es lohnt sich also, über verschiedene Formen der Gendersprache nachzudenken und offen für Veränderungen zu sein.

Wie das Dresdner DEFA-Trickfilmstudio Welten erschuf, verlor und wiederfand

Drei Teaser 1. Persönlich Heimatverlust. Stell dir vor, dein Arbeitsplatz ist mehr als nur ein Büro – er ist eine Familie, eine kreative Trutzburg gegen die graue Realität draußen. Für die Mitarbeiter des DEFA-Trickfilmstudios war genau das Alltag. Sie erschufen Welten aus Papier und Draht, während um sie herum ein Staat zerbröckelte. Doch dann kam die Wende, und mit ihr nicht die erhoffte Freiheit, sondern der Rauswurf. Wir begleiten ehemalige Regisseure und Puppenbauer, die mit Tränen in den Augen erzählen, wie sie ihre Lebenswerke buchstäblich aus dem Müllcontainer fischen mussten. Eine Geschichte über gebrochene Biografien, unbändige Leidenschaft und die schmerzhafte Frage: Was bleibt von mir, wenn mein Studio stirbt? 2. Sachlich-Redaktionell Trickfilmgeschichte. Über 35 Jahre lang war Dresden das Zentrum des ostdeutschen Animationsfilms. Von 1955 bis zur Abwicklung 1992 produzierten hier rund 240 Angestellte hunderte Filme für Kino und Fernsehen – vom Sandmännchen-Vorprogramm bis zur regimekritischen Parabel. Die Dokumentation „Kaspar, Mäxchen Pfiffig und Teddy Plüsch“ zeichnet den Aufstieg und Fall des DEFA-Studios für Trickfilme präzise nach. Sie beleuchtet die Produktionsbedingungen unter sozialistischer Planwirtschaft, die Zensurmechanismen und die drastischen Folgen der Treuhand-Abwicklung. Zugleich dokumentiert sie die erfolgreiche Gründung des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF), das heute das kulturelle Erbe verwaltet und für die Nachwelt sichert. 3. Analytisch und Atmosphärisch Schattenriss. Zwischen Propaganda und Poesie: Der DDR-Trickfilm war stets ein Balanceakt. In den Dresdner Studios entstand eine Ästhetik des Subtilen, geboren aus der Notwendigkeit, zwischen den Zeilen zu erzählen. Die Dokumentation legt die Mechanismen einer „Insel der Glückseligkeit“ frei, die paradoxerweise streng bewacht war. Atmosphärisch dicht verwebt der Film die melancholische Schönheit alter Silhouetten-Animationen mit der brutalen Nüchternheit der Nachwendezeit. Es ist eine Analyse der Macht von Bildern – wie man mit einer einfachen Drahtfigur politische Systeme hinterfragen kann und wie fragil künstlerische Freiräume sind, wenn sie plötzlich den Marktkräften ausgesetzt werden. Ein Abgesang auf das Analoge im digitalen Zeitalter.